Die Tops und Flops der Woche 11/2010

Von am 23. März 2010 – 16.17 Uhr 4 Kommentare

In dieser Woche beschäftigen sich die Tops und Flops unter anderem mit treffsicheren Stürmerinnen und der Beendigung einer Negativserie. Auf der anderen Seite hielt die Woche aber eine historische Niederlage bereit, einen zweifelhaften Werbespot sowie einen misslungenen Rückrundenstart.

Tops

Frankfurts neu entdeckte Defensive
Die Abwehr fängt im Sturm an… Diesen Satz hat man beim 1. FFC Frankfurt in der Vergangenheit häufig gehört, wenn – wieder einmal – die Defensive des Rekordmeisters kritisiert wurde. Und nun scheint man es wörtlich zu nehmen. In der Nationalmannschaft wurde Stürmerin Birgit Prinz bereits als Strategin auf der Sechser-Position entdeckt, beim FFC auch Kollegin Sandra Smisek – und nun gemeinsam defensiv, und das auch erfolgreich. Der FFC gewann nicht nur das Gastspiel beim FCR 2001 Duisburg, sondern das auch noch mit einer stabilen Defensive, die keinen Gegentreffer zuließ. Nebenbei war dies der erste Sieg gegen den FCR seit 25 Monaten.

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Marie Klemme trifft… und trifft… und trifft… und trifft
Überraschend deutlich gewann der 1. FFC Turbine Potsdam II das Duell gegen die Zweitvertretung des Hamburger SV mit 7:1. Vier der Treffer erzielte Marie Klemme. Die 19-jährige Stürmerin brachte ihre Mannschaft dabei nicht nur nach 35 Minuten mit 2:1 in Führung, sondern legte zwischen der 44. und 49. Minute noch weitere drei Treffer nach.  So erfolgreich war am Bundesliga-Wochenende niemand anders.

2 x 2 = 4 Treffer für das Sturmduo
Ebenfalls vier Treffer gelangen dem Herforder SV – bei den Ostwestfälinnen teilten sie sich jedoch gerecht auf Marie Pollmann und Jennifer Ninaus auf. Gemeinsam haben sie nun 23 Tore auf dem Konto und untermauerten ihre Stellung als erfolgreichstes Sturmduo der Zweiten Bundesliga. Dabei standen die Zeichen nach der ersten Halbzeit im Derby gegen den FSV Gütersloh noch nicht auf Sieg – mit 0:1 hatten die Herforderinnen zurück gelegen.

Die acht „Superteams“ stehen fest
Nein, super ist in der Vorbereitung der neuen englischen Superleague nicht viel. Verzögerungen und eine Faktenlage, die selbst vielen Verantwortlichen im Königreich nicht klar ist, weil es keine gibt. Doch nun hat der Fußballverband die acht Mannschaften bekannt gegeben, die für die ersten beiden Spielzeiten Lizenzen erhalten. In einem Jahr soll es losgehen, nun haben die Vereine endlich Klarheit und können sich gezielt vorbereiten.

Flops

Schnäuzende Ballerina glaubt Werbung zu machen
In einem Video tanzt eine Ballerina, und als sie mit dem Training fertig ist, schnäuzt sie einmal kräftig auf den Boden und geht. Das soll Werbung für den Frauenfußball, insbesondere den 1. FC Köln, machen, meint der Verein. Darüber hinaus heißt es, die schnäuzende Ballerina stelle einen Kontrast zwischen Ballettraum und Fußballfeld her. Wir meinen eher absurd und schade.

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USA erstmals nicht qualifiziert
Zum ersten Mal in der Geschichte des Frauenfußballs hat eine Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten die Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft verpasst. Die U17-Auswahl unterlag im Halbfinale der Nordamerikameisterschaften den Kanadierinnen mit 3:5 nach Elfmeterschießen. Da aus dem CONCACAF-Raum neben WM-Gastgeber Trinidad & Tobago sich nur zwei weitere Mannschaften qualifizieren, bedeutete das Halbfinal-Aus gleichzeitig auch das Ende der WM-Hoffnungen. Als zweites Team qualifizierte sich Mexiko für die Titelkämpfe im Karibikstaat.

FC Bayern fällt zurück
Vereinswechsel sind in der Bundesliga an der Tagesordnung. Doch innerhalb von nur vier Tagen sagten gleich zwei erfahrene Leistungsträgerinnen dem FC Bayern München servus. Melanie Behringer zieht es zur neuen Saison zum 1. FFC Frankfurt, Bianca Rech geht zurück zum SC 07 Bad Neuenahr. Gerade hatte sich der FCB mit seinen vielen jungen Spielerinnen den Sprung aus der Mittelmäßigkeit in die Bundesliga-Spitzengruppe geschafft, da folgt der nächste Umbruch im Team, denn adäquater Ersatz ist noch nicht gefunden. Man versuche, die Lücke mit jungen Talenten zu schließen, sagt Trainer Günther Wörle. In der Vergangenheit hat das Konzept mit den „Youngsters“ zwar auch schon geklappt, allerdings könnte es zum Dauerzustand werden, auf diese Weise immer nur an der Spitze zu kratzen.

Nach der Sieges- nun eine Negativserie
Zu Beginn der Saison machte der SC 07 Bad Neuenahr mit einer Siegesserie auf sich aufmerksam, mit der man sich lange ohne Gegentor an der Tabellenspitze festgesetzt hatte. Zu Beginn der Rückrunde legen die Kurstädterinnen nun das Gegenteil an den Tag. Drei der vier Bundesligapartien in diesem Jahr verlor der SC – zuletzt am Wochenende beim Hamburger SV mit 1:2. Ein Platz in den Top-4 wird unwahrscheinlich, stattdessen gibt es durch Jena und Wolfsburg (drei Spiele weniger) Konkurrenz um den fünften Tabellenrang.

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4 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Die Serie Tops und Flops gefällt mir sehr gut. Man bekommt auch mal andere Eindrücke, die ansonsten vielleicht ein wenig untergehen. Lob an die Redaktion und weiter so!

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  • cremaster sagt:

    „Frankfurts neu entdeckte Defensive
    … Nebenbei war dies der erste Sieg gegen den FCR seit 25 Monaten.“

    Na, das will ich mal nicht gelesen haben,

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  • uwe sagt:

    @cremaster
    Im Februar 2008 gewann Frankfurt 3:0, das sind 25 Monate

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  • cremaster sagt:

    Stimmt, ich nehme alles zurück.

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