Formcheck: Frankfurt will optimale Rückrundenausbeute

Von am 8. Februar 2010 – 13.08 Uhr 20 Kommentare

Wenige Tage vor dem Beginn der Rückrunde in der Bundesliga ist der Druck beim 1. FFC Frankfurt groß. Der frühere Ligaprimus liegt auf dem dritten Platz in der Tabelle, hat acht Punkte Rückstand auf das Führungsduo – es droht eine Saison zu werden, bei der abermals die Qualifikation zur Champions League nicht gelingt. Und diese Situation bringt den FFC sogar dazu, sich mit Erzrivale Potsdam zu vergleichen: Mit dem habe vor einem Jahr nach der Hinrunde auch keiner mehr gerechnet – am Ende waren die „Torbienen“ Meister. „Wir wollen auf einen der ersten beiden Tabellenplätze“,  gibt sich Manager Siegfried Dietrich kämpferisch.

„Das Potenzial ist da – wir müssen es nur nutzen“, so Dietrich weiter. Trainer Sven Kahlert stimmt zu: „Wir können mit unseren Neuverpflichtungen alle Spiele gewinnen.“ In der Winterpause holte der FFC mit der Südkoreanerin Jang-Mi Lee sowie der Norwegerin Leni Larsen Kaurin gleich zwei Nationalspielerinnen.

Keine Verstärkung in der Defensive

„Es war eine schwere Zeit in Potsdam, ich habe kein Vertrauen bekommen“, sagt Kaurin, die in Potsdam relativ wenig Einsatzzeiten bekam und sich daher nach zweieinhalb Jahren zum Wechsel entschied, um sich mit mehr Spielzeit beim FFC für einen Stammplatz in der norwegischen Nationalmannschaft anzubieten.

Genau wie Jang-Mi Lee spielt Kaurin eher offensiv, trotz 19 Gegentoren in elf Spielen werden zur Rückrunde in der Abwehrreihe keine neuen Gesichter auflaufen. „Die Abwehr fängt im Sturm an“, nimmt Torhüterin Nadine Angerer die beim FFC so häufig kritisierte Defensive in Schutz. „Natürlich haben wir Probleme gehabt – aber das ist nichts, das man nicht abstellen kann. Nur geht das nicht von heute auf morgen.“

Anzeige

Auch früher haben sich die Frankfurterinnen eher in der Offensive verstärkt, doch in den letzten Jahren fehlte es den gefürchteten FFC-Stürmerinnen immer mehr an Durchschlagskraft. Aus dem Mittelfeld heraus kamen die Zuspiele nicht, Offensivkräfte, wie Sandra Smisek und Birgit Prinz, mussten durch das Leck in der Defensive verstärkt weiter hinten aushelfen, hinzu kamen Verletzungen, wie bei Petra Wimbersky und Conny Pohlers.

Pohlers wieder bei der Nationalmannschaft
„Ich bin wieder da – jetzt ist Schluss mit Urlaub“, gibt sich Pohlers kämpferisch. Zum Ende der Hinrunde gab die Stürmerin nach monatelanger Verletzung ihr Comeback im FFC-Trikot, traf von Beginn an – und hat nun erfolgreich den ersten Leistungstest mit der Nationalmannschaft absolviert. Für den Algarve Cup in zwei Wochen steht sie auf Abruf. „Ich lasse es auf mich zukommen“, gibt sie sich optimistisch, aber zurückhaltend, was Berufungen in den DFB-Kader angeht.

Die Kampfansagen sind beim FFC nicht neu. Nach den Niederlagen in der Hinrunde wurde jeweils erklärt, dass man das Potenzial und die Fähigkeiten habe, wieder zum Erfolg zurückkehren zu können. Im nächsten Spiel gegen eine der Top-Mannschaften offenbarten sich die gleichen Fehler und Defizite in Abwehr und Spielaufbau. „Wir haben uns alle zusammen gesetzt und uns hinterfragt“, sagt Angerer über die Winterpause.

Vor genau einem Jahr hatte in der Bundesliga fast jeder mit der Meisterschaft des FC Bayern München gerechnet, doch in der Rückrunde blies Potsdam zum Angriff und holte auf. Dieses Jahr stehe die Saison unter veränderten Vorzeichen, ist man sich beim FFC einig – aber das Potsdamer Kunststück traue man sich zu. Elf Siege in elf Spielen heißt das Ziel – diesmal muss man dem Optimismus auch erfolgreichen Fußball folgen lassen, möchte man in Frankfurt nicht wieder zusehen, wie die Gegner in die Champions League einziehen.

Tags: , , ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

20 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @labrys,
    das hat nix mit Überheblichkeit, und schon gar nix mit TP-Überheblichkeit zu tun!!!
    Ich habe es schon häufiger gesagt und geschrieben, wenn zwei Teams mit starker Offensive aufeinander treffen, gewinnt logischerweise die Mannschaft mit der besseren Abwehr!!!
    Das hat auch nix mit den verlorenen 2 Punkten in Aschheim zu tun, denn da waren die TURBINEN noch nicht richtig eingespielt (incl. Abwehr)!!!
    Das für TP geschriebene, gilt natürlich auch für Duisburg, und für die Bayern-Ladies!!!

    (0)
  • Marcel sagt:

    @labrys

    Ähm Ich glaub Detlef ist nicht der Pressesprecher von TP und auch nicht der ganzen TP-Fans(auch wenns manchmal so scheinen mag) ,wenn dann bitte Detlef-Überheblichkeit 🙂

    (0)
  • labrys sagt:

    Sie waren nicht eingespielt? Komm schon Detlef was für eine lahme Ausrede….gabs eine neue Spielerin in der Abwehr, die sich einspielen musste? Am 3.Spieltag? Nur Schröder und Bajramaj waren neu in der Mannschaft. Und so wie ich TP kenne, hatten sie sicher eine handvoll Testspiele, bevor die Liga startete Zusätzlich war das Team mit Welt- und Europameisterinnen gespickt und klarer Favorit….

    @Marcel: Ich will nicht alle TP-Fans in die gleiche Schublade stecken, wenns so rübergekommen ist, tut es mir leid. Ich kenne leider nur eine handvoll TP-Fans, mit denen man sich normal unterhalten kann. Ein grossteil meint, das sie unschlagbar wären….das nervt gewaltig. Und solche aussagen unterstreichen es nur (das bestimmte Mannschaften gegen TP sicher keine Punkte holen, auch Schröder äussert sich ähnlich —> War sich sicher, 3 Punkte in Aschheim holen zu können -.-)

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Marcel,
    beim ersten hast Du natürlich recht, denn TURBINE hat eine sehr gute Pressesprecherin!!!
    Beim zweiten hast Du auch recht, denn TURBINE hat keinen Fansprecher (zumindest keinen Offiziellen)!!!
    Beim dritten, naja da hat jeder so seine Sichtweise!!!

    (0)
  • Detlef sagt:

    @labrys,
    „Wir waren noch nicht richtig eingespielt“, sagte Schröder selbst noch nach dem Spiel in Duisburg!!!
    Die „lahme Ausrede „stammt also nicht von mir!!!
    Aber schau Dir bitte die Abwehraufstellung in Aschheim an, und vergleiche sie mit der zuletzt praktizierten!!!
    ULLA spielte zu Beginn der Saison noch in der Abwehr, und zuletzt nahm sie die linke Außenbahn ein!!!
    Dort spielte in Aschheim und in Duisburg noch COCO, die zuletzt eher als Joker eingesetzt wurde!!!
    Auf der linken Abwehrseite spielte zuletzt sehr erfolgreich JOSI, die zu Beginn der Saison noch Form-Rückstand hatte!!!
    Das kann man jetzt fortsetzen mit KESSI, die auch zu Beginn der Saison oft wie das fünfte Rad am Wagen wirkte!!!
    Das hat sich dann aber bald gegeben, und sie wurde stärker und stärker!!!
    Der Vorteil der Bayern-Ladies war wirklich der, dass sie ja schon in der CL aktiv waren, und außer MelB keine Spielerin in Finnland war!!!
    Auch wenn nicht die erste Reihe spielte, so war doch diese „Not-Elf“ sehr gut eingespielt!!!
    Und ich habe niemals irgendwo geschrieben, dass TURBINE unschlagbar wär!!!
    Übrigens fand ich die Aussage von Schröder auch nicht so geschickt, als er in Aschheim davon sprach, dass er fest mit den drei Punkten gerechnet hatte!!!
    Nach den letzten Spielen gegen Bayern war das echt starker Tobak!!!

    (0)