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WPS: Marta-Club Los Angeles Sol wird aufgelöst

Markus Juchem am 17 Kommentare
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Die erst  2009 gestartete neue US-Profiliga WPS schreibt nach nur einer Saison negative Schlagzeilen. Denn ausgerechnet das populärste Team Los Angeles Sol mit Weltfußballerin Marta in seinen Reihen wird in der kommenden Saison nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen.

Die WPS beschloss,  den Verein aufzulösen, nachdem man in den vergangenen Monaten vergeblich nach einem neuen Besitzer suchte. Die früheren Eigner, darunter die Anschutz Entertainment Group, hatten die Rechte am Team nach der ersten Spielzeit an die WPS zurückgegeben. Am vergangenen Wochenende scheiterten die letzten Gespräche. „Das ist natürlich für jede Liga sehr unglücklich“, so WPS-Chefin Tonya Antonucci.

Wohin geht Marta?
„Es spricht auch nicht für die Zuverlässigkeit des Marktes in Los Angeles, aber wir hoffen, dass wir 2011 hierhin zurückkehren können.“ Los Angeles Sol hatte in der vergangenen Saison im Home Depot Center in Carson einen Zuschauerschnitt von 6 300 Besuchern erzielt, ein Viertel mehr als der Ligaschnitt von 4 600. Erst im Finale hatte sich das Team Sky Blue FC geschlagen geben müssen. Nun wird die WPS am 4. Februar einen zusätzlichen Draft durchführen, um die 19 Spielerinnen, darunter Marta, auf die anderen Teams zu verteilen.

Wirtschaftskrise belastet WPS
Die Wirtschaftskrise ist auch an der WPS nicht spurlos vorübergegangen. Mehrere WPS-Vereine schrieben in der Debütsaison zwischen ein und zwei Millionen Dollar Verlust, zweimal mehr als erwartet. Vor allem gelang es nicht, lokale Sponsoren an Land zu ziehen. Bereits die ehemalige US-Profiliga WUSA musste 2003 Konkurs anmelden, nachdem sich in drei Jahren Verluste von rund 100 Millionen Dollar angehäuft hatten.

Erweiterte Liga trotz Aus für Los Angeles Sol
Trotz der Auflösung von Los Angeles Sol  wird die Liga in der neuen Saison mehr Teams umfassen, da Vereine in Philadelphia und Atlanta hinzustoßen werden und die Liga somit aus acht Teams bestehen wird. Desweiteren wurden Gespräche geführt, um in Zukunft auch in Dallas, Denver, San Diego und Seattle Frauenfußball anzubieten. Die neue Saison beginnt am 10. April und wird 24 Spiele, vier mehr als im Vorjahr umfassen.

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Markus Juchem (46) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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17 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Frauenfussball und Amerika das passt einfach dauerhaft nicht zusammen. Fussball ist nun mal nicht des Amerikaners Volkssport, von daher wird er dort auch niemals durchschlagenden Erfolg haben. Frauenfussball wird sich in Europa, Südamerika und Asien entwickeln, aber nicht dort. Es zeigt sich immer wieder das solche Projekte in Amerika scheitern, es ist halt kein Fussballland. Der Verein von Weltfussballerein Marta ist nur der Anfang, mittelfristig wird auch dieses Projekt der WPS wieder scheitern.

  • Rainer sagt:

    Es sieht tatsächlich so aus, als ob die Skeptiker, die schon vergangenes Jahr vor dem Start der WPS Unkenrufe abgaben, letztlich Recht behalten werden. Auch wenn Tonya Antonucci und andere den Rückzug und das Zerbröseln von Los Angeles Sol schönreden – es sieht gar nicht gut aus, wenn nach einem Jahr das Flaggschiff wegbricht.

    Am Dienstag werden die 19 Spielerinnen auf die verbleibenden acht Franchises (so wird das tatsächlich im Original genannt; in Europa haben wir Vereine mit Wurzeln und Traditionen…) verteilt.

    Dabei hat Atlanta Beat den ersten und Philadelphia Independence den zweiten Draft. Man müsste in Atlanta schon blöde sein, wenn man nicht MARTAAAAAAAAAAAAAAA schreien würde, die dann wieder Mannschaftskameradin mit ihren Ex-Umeå-Kameradinnen Ramona Bachmann, Mami Yamaguchi und Johanna Rasmussen würde.

  • Hans sagt:

    Wahrscheinlich wird der 1. FFC Frankfurt noch einen spektakulären Wechsel vermelden. Hauptsache vom Markt gekauft, egal ob jemand ins Mannschaftsgefüge passt oder nicht.

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Frauenfussball wird sich in Europa, Südamerika und Asien entwickeln, aber nicht dort.

    Wenn ich diesen Satz lese, weiß ich nicht so recht, soll ich eine Lobeshymne auf die in nahezu allen Altersklassen dominaten US-Girls, die selbst Deutschland auf eigenem Boden in einem Prestigespiel schlagen, anstimmen oder eben nur meine Zweifel an der Korrektheit dieser Aussage anmelden?

    Ich überlasse Euch die Wahl!;-)

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Achso, ich gratuliere übrigens allen ausländischen Spitzenspielerinnen, die in der Winterpause in die FF-BL gewechselt sind, für ihren Weitblick und die einzig richtige Entscheidung mit Perspektive! ;-)

  • WalesGER sagt:

    Also neben Basketball ist Fussball die populärste Frauen-teamsportart in den USA und insbesondere was die Nachwuchsarbeit , die bereits auf der High-School anfängt und sich in einem Collegeverband mit eigener Liga und Meisterschaft fortsetzt! Nicht im umsonst war und ist neben Deutschland die USA immer noch das stärkste Frauenfussballland!!! Hier sind Schenschtschina Futbolista ja mal quasi einer Meinung :)
    allerdings ist das Problem hausgemacht, die USSoccer FA also der Fussballverband hatte zuwenig Einfluss auf die Liga,leider zeigte sich der tyisch amerikanische (MEINE persönliche Meinung!!) Größenwahn bei einigen der Clubbesitzern und insbesondere in LA mit einer Marta, der man $500.000 pro Season zahlt/zahlen wollte? ;) (okay man hat noch eine zweite, ehemalige schwedische Nationalspielerin quasi umsonst dazu bekommen ;) )… Ich Frage mich ernsthaft, wozu seit 2007 die Planung lief und immer wieder gesagt wurde, wir haben aus den Fehlern gelernt!!? Ich glaube, man hätte erstmal kleinere Brötchen backen sollen! Und Marta wird das wohl jetzt müssen, da kein anderer Verein im Stande sein wird, dieses Geld zu zahlen und… Bei allem Respekt- auch rein betriebswirtschaftlich gesehen auch schön blöd wäre es zu tun!! :)
    Interessant finde ich auch, was mit den Spielerinnen jetzt passiert,wenn diese lieber z.B. Nach Europa gehen wollen, nach dieser US-Erfahrung???
    Dem Frauenfussball als Gesamtsportart gesehen, wäre es jedenfalls zu wünschen, dass LA Sol die Ausnahme bleibt und die anderen Clubs besser wirtschaften! Wenn die WPS scheitert, werden die ewig-gestrigen doch sofort wieder irgendwas in der Richtung sagen :”Frauenfußball ist eben keine ProfisportArt sondern nur was für Amateure” Blabla ich kann es jetzt schon hören :(

  • spoonman sagt:

    @ Winter: Ich stehe dem US-Profisport (mit Franchisesystem, geschlossenen Ligen etc.) grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber, aber dein Pauschalurteil finde ich nun doch sehr… äh… pauschal ;-)

    Fußball ist in den USA bei Frauen und Mädchen durchaus ein Volkssport. Nur eben kein Fernsehsport.

    Klar, Fußball spielt insgesamt in den US-Medien immer noch eine untergeordnete Rolle, aber die Männer-Profiliga MLS schlägt sich mit einem Zuschauerschnitt von 16.000 ganz wacker und expandiert dieses Jahr auf 16 Teams (nächstes Jahr wohl sogar auf 18).

    Ich weiß nicht genau, woran es bei der WPS und bei L.A. Sol im einzelnen hapert, aber ich könnte mir vorstellen dass es u.a. auch am Fehlen von geeigneten Stadien liegt, denn die müssen einerseits modern sein, um Gelegenheitszuschauer anzuziehen, andererseits dürfen sie nicht überdimensioniert sein. Das Home Depot Center fasst 27.000 Zuschauer. Da kann man sich vorstellen, dass die Atmosphäre bei einem Schnitt von 6.300 Zuschauern nicht besonders toll gewesen sein kann – was sich dann auch wieder negativ auf die Rezeption von TV-Übertragungen auswirkt.

    Und dann gibt es natürlich ganz allgemein das Gefälle Männersport vs. Frauensport. Das ist ja nicht nur in den USA so, und es nicht nur beim Fußball so.

    Trotz aller erschwerenden Faktoren hätte ich eigentlich erwartet, dass man die WPS mit mehr Weitblick (also einem längeren Atem) aufziehen werde, denn ich habe das Gefühl, dass auch die Amerikaner in einer globalisierten Welt auf Dauer nicht am weltweiten Massenphänomen Fußball vorbeikommen werden. 2008 sind zwei Spiele der Männer-EM sogar live beim großen Network ABC gezeigt worden (der Rest bei ESPN). So was wäre vor 10 Jahren noch undenkbar gewesen.

    Also: Ich denke, dass sich der Fußball auch in den USA weiter positiv entwickeln wird. Die Gefahr ist nur: Wenn die WPS jetzt scheitern sollte, verlieren die Frauen wieder den Anschluss an die Männer, und bis zum nächsten Versuch wird es dann wohl wieder eine Weile dauern.

  • Lucifer sagt:

    @Hans
    du glaubst wohl selbst nicht, daß ein BL Verein die Marta bezahlen kann.

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Lucifer

    > @Hans
    du glaubst wohl selbst nicht, daß ein BL Verein die Marta bezahlen kann.

    Ich halte mal dagegen und behaupte, wenn es denn so wäre, es würde keinen geben, der diese Verpflichtung ernsthaft ins Auge fassen würde!

    Na ja, ein klein wenig würde ich S.D. das zutrauen, jetzt wo Rio den Bach runter gegangen ist! ;-)

  • labrys sagt:

    @hans: du hast wohl echt keine Ahnung vom FF…was Marta verlangt hat schon Umea fast in den bankrott getrieben. Die waren froh, dass sie sie letztes Jahr nach Amerika schicken konnten. Nicht einmal SiDi hat das nötige Geld.

    Ich vermute eher, das Marta nach Atlanta geht. Dort spielen auch Bachman, Mami Y. und Rasmussen, ihre ehemaligen Umea-gefährten. Aber sie ist nicht die einzige gute Spielerin bei LA Sol. Shannon Boxx, Karina LeBlanc und viele andere US-Natio-Spielerinnen.

  • Lucifer sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista

    Es mag sein, daß du Recht hast aber ich glaube nicht, daß ein BL Verein das Geld für Marta ausgeben würde.
    Auch Sidi würde es nicht tun. Del Rio ist zwar weg aber das 1.FFC Frankfurt nicht mehr die Annahmen hat wie vor Jahren glaube ich nicht, daß er so was tun würde.

  • mrx sagt:

    Ein Verein aus Mainhattan hat vor wenigen Wochen ein Angebot für einen Fotografen und einen eigenen Liveticker für sage und schreibe 0 Euro im Monat ausgeschlagen… wer glaubt da noch an Marta? ;-)

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Lucifer

    > … aber ich glaube nicht, daß ein BL Verein das Geld für Marta ausgeben würde.

    Genau das habe ich ja geschrieben, aber dann mit einem Augenzwickern eingeschränkt, dass u.U. SiDi, jetzt wo Rio weg ist, zugreifen könnte, was aber auch nicht ernstgemeint war (s. Smiley)!

  • Sperber sagt:

    Ein Verein aus Potsdam ist doch diese Saison der große Einkäufer.

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sperber

    Trotz Neid (ohne Frau davor! ;-) ) sollte die Kirche gefälligst im Dorf bleiben!
    Drei Neuverpflichtungen übersteigen vergleichsweise nicht so den Rahmen, als das man übertreiben sollte.

  • Sperber sagt:

    Drei ist ja wohl falsch.

    Und wieso Neid?

  • Dirk sagt:

    welcher Verein aus Potsdam? Hier hat niemand eingekauft, die haben sich alle freiwillig angeboten :-)

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