Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2009 – November

Von am 14. Januar 2010 – 9.25 Uhr 4 Kommentare

Das Frauenfußball-Jahr 2009 hatte eine ganze Menge zu bieten. Ob der siebte EM-Titel der deutschen Nationalmannschaft in Finnland, die überraschende Meisterschaft für den 1. FFC Turbine Potsdam oder ein überragender FCR 2001 Duisburg in UEFA- und DFB-Pokal – Womensoccer lässt noch einmal die Höhepunkte des zu Ende gehenden Frauenfußball-Jahres Revue passieren. Im vorletzten von zwölf Teilen beschäftigen wir uns mit dem Monat November.

Im Vorfeld war man sich ein wenig unsicher, wie gut der Ticketverkauf für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 anlaufen würde. Doch schon nach ein paar Tagen war klar, dass die Sorgen unberechtigt waren. Binnen weniger Tage wurden mehr als 100 000 Tickets bestellt.

Gleich drei Teilnehmer durfte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in der Debütsaison der Champions League stellen, da der FCR 2001 Duisburg den letztmalig ausgetragenen UEFA Women’s Cup gewonnen hatte. Doch im Achtelfinale kam das Aus für den ersten deutschen Vertreter. Vizemeister FC Bayern München musste sich Montpellier Hérault SC im Rückspiel nach Verlängerung geschlagen geben. Wenige Tage später wurde bekannt, dass das erste Endspiel des neuen Wettbewerbs in Getafe vor den Toren Madrids ausgetragen wird. Am 20. Mai 2010 werden die beiden besten Teams um die europäische Krone kämpfen. Die beiden verbliebenen deutschen Vertreter, FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Turbine Potsdam, bekamen schwere Aufgaben für das Achtelfinale Viertelfinale zugelost. Duisburg muss sich mit Arsenal LFC auseinandersetzen, Potsdam trifft auf den norwegischen Meister Røa IL.

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In der Frauenfußball-Bundesliga zog der SC Freiburg Konsequenzen aus der langen Niederlagenserie. Im gegenseitigen Einvernehmen trennte man sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Günther Rommel. Interimsweise übernahm Edgar Beck die Geschicke der SC-Frauen.

In einem Beitrag beschäftigten wir uns mit der zunehmenden Internationalisierung der Frauenfußball-Bundesliga. Im Jahr 2010 wird sogar erstmals eine Japanerin in Reihen des FCR 2001 Duisburg zu bewundern sein. Damit stellen inzwischen 22 ausländische Verbände Bundesligaspielerinnen.

Die zunehmende Popularität der Frauenfußball-Nationalmannschaft kann die wirtschaftliche Schieflage offenbar nicht auffangen. Denn Küchenhersteller ALNO denkt über einen vorzeitigen Ausstieg seines Engagements als Hauptsponsor nach. Doch vielleicht ist ja das letzte Wort noch nicht gesprochen.

In einem Interview mit Womensoccer sprach Trainerin Doreen Meier von Bayer 04 Leverkusen, dem Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd, über die Leverkusener Perspektive und die Vorzüge eines Proficlubs.

Auch die beiden nächsten Frauenfußball-Jahre 2010 und 2011 warfen bereits ihre Schatten voraus. 2010 hat sich die DFB-Elf in den USA, Schweden und Nordkorea hochkarätige Testspielgegner ausgesucht.

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Für die größte Kontroverse sorgte die Ankündigung, dass die Frauenfußball-Bundesliga in der WM-Saison bereits im März 2011 enden wird und in diesem Jahr auch kein DFB-Hallenpokal ausgetragen wird. Der Rahmenterminkalender stieß bei kaum einem Bundesligisten auf Gegenliebe.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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