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Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2009 – Januar

Von am 23. Dezember 2009 – 11.55 Uhr 3 Kommentare

Das Frauenfußball-Jahr 2009 hatte eine ganze Menge zu bieten. Ob der siebte EM-Titel der deutschen Nationalmannschaft in Finnland, die überraschende Meisterschaft für den 1. FFC Turbine Potsdam oder ein überragender FCR 2001 Duisburg in UEFA- und DFB-Pokal – Womensoccer lässt noch einmal die Höhepunkte des zu Ende gehenden Frauenfußball-Jahres Revue passieren. Im ersten von zwölf Teilen beschäftigen wir uns mit dem Monat Januar.

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Das erste Highlight des Jahres war die wegen der späten Austragung der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft ins Jahr 2009 verlegte Wahl zur Weltfußballerin 2008. Im Opernhaus von Zürich wurde die Brasilianierin Marta nur wenig überraschend zum dritten Mal in Folge zur besten Spielerin gewählt. Auf den Plätzen folgten Birgit Prinz, Cristiane, Nadine Angerer und Kelly Smith. Auf der Pressekonferenz vor der Gala hatte Marta ihren Wechsel zu Los Angeles Sol in die US-Profiliga WPS bekanntgegeben. Dort musst sie sich mit ihrem Team im Finale geschlagen geben. Derzeit ist sie erfolgreich für den FC Santos aktiv.

Für den ersten Transfercoup des neuen Jahres sorgte der FCR 2001 Duisburg. Die Verpflichtung von Femke Maes sollte sich im weiteren Saisonverlauf als gelungener Schachzug erweisen, denn mit Maes gewannen die Duisburgerinnen den UEFA-Pokal und den DFB-Pokal. Die belgische Nationalspielerin kam vom schwedischen Erstligisten Djurgården und erhielt einen Vertrag über 1,5 Jahre. Doch auch andere Vereine waren nicht untätig. Der FF USV Jena sicherte sich die Dienste von Adjoa Bajor, Kapitänin der Nationalmannschaft Ghanas. Derzeit müssen die Thüringerinnen verletzungsbedingt leider auf ihre prominente Verstärkung verzichten.

Es dauerte nicht lange, da kam auch in den Transfermarkt der Trainer neue Bewegung. Der Finne Mika Sankala wurde neuer Trainer bei Umeå IK, doch nach nur einer Saison mit der gewonnenen Vizemeisterschaft verließ er den Verein wieder, offiziell aus familiären Gründen. Trinidad & Tobago gelang die Verpflichtung des früheren norwegischen und kanadischen Nationaltrainers Even Pellerud. Der Weltmeister von 1995 soll das Frauenfußball-Programm der Inselgruppe auf Vordermann bringen, vor allem im Hinblick auf die U17-Weltmeisterschaft 2010 auf heimischem Boden.

Der 1. FFC Turbine Potsdam holte sich den ersten Titel des Jahres. Beim nach Magdeburg verlegten DFB-Hallenpokal setzte sich das Team von Trainer Bernd Schröder im Finale mit 2:1 gegen den Hamburger SV durch. Das Turnier in der Bördelandhalle sorgte für reichlich Diskussionsstoff über den Standort Magdeburg, fehlende Stars und gepflegte Langeweile vor den TV-Geräten. Auch im Jahr 2010 wird der DFB-Hallenpokal wieder in der Bördelandhalle stattfinden, ehe das Turnier im Jahr 2011 wegen der WM eine Pause einlegen wird.

Kaum ein Thema sorgte in der Vergangenheit unter den Frauenfußball-Fans für unterschiedlichere Positionen als die Frage, ob das DFB-Pokal-Finale der Frauen losgelöst vom Männer-Finale ausgetragen werden soll. Wenige Monate zuvor hatte man die Idee beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) noch als Zukunftsmusik abgetan, doch im Januar beschloss das DFB-Präsidium, dass das Finale 2010 erstmals als eigenständige Veranstaltung durchgeführt wird. Das erste DFB-Pokal-Finale der Frauen findet, wie später im Jahr bekannt wurde, am 13. Mai 2010 in Köln statt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Im Rahmen dieses Jahresrückblickes hätte ich eine Idee für das „Beste FF-Foto 2009“!
    Schaut selbst, und ich glaube auch ohne Fan dieser Mannschaft zu sein, kann man an diesem Foto Gefallen finden – es spricht einfach Bände –

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  • Detlef sagt:

    Es ist vor allem ein Foto mit Seltenheitswert!!!
    Im Allgemeinen ist es schon sehr selten, dass Schröder überhaupt einzelne Spielerinnen lobt!!!
    Aber diese emotionale Regung von Schröder, kann man durchaus als „sensationell“ einstufen!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    > Es ist vor allem ein Foto mit Seltenheitswert!!!
    > Im Allgemeinen ist es schon sehr selten, dass Schröder überhaupt
    > einzelne Spielerinnen lobt!!!
    > Aber diese emotionale Regung von Schröder, kann man durchaus
    > als “sensationell” einstufen!!!

    Genau das sind meine Gründe, weshalb ich dieses Foto auswählte!
    Zumal, und das oft zu Unrecht (z.B. Wimbersky+Pohlers, deren Erfolgsquote gegen Null tendiert), Herrn Schröder nachgesagt wird, er wäre der Quälix unter den Frauentrainern.
    Harte Schale – weicher Kern, könnte man meinen.

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