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Im Gleichschritt in die Winterpause

Von am 14. Dezember 2009 – 14.36 Uhr

Der letzte Spieltag des Jahres ist abgeschlossen. Manche wollten die Chance nutzen, um nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen; für andere ging es darum, den Anschluss an die Spitze zu halten. Für wirkliche Überraschungsergebnisse sorgten die Mannschaften nicht, doch eine geht nach dem 12. Spieltag als große Gewinnerin in die Winterpause.

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Mit 2:0 siegte der FF USV Jena gegen den SC Freiburg. Nach der schwachen Hinrunde der Breisgauerinnen war ein Sieg des USV fast zu erwarten gewesen. Dass man den USV jedoch mittlerweile mit solchen Augen sieht, liegt an der starken Leistung in diesem Jahr. Vor zwölf Monaten mitten im Abstiegskampf, dann sich gezielt verstärkt und in der Liga angekommen. Der Sieg gegen Freiburg ließ den USV auf den sechsten Tabellenrang klettern. Dabei sahen die etwa 300 Zuschauer zunächst eine torlose erste Halbzeit, ehe Susann Utes ihre Mannschaft erst in der 79. Minute mit dem 1:0 auf die Siegerstraße brachte. Sylvia Arnold legte in der Nachspielzeit nach. „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben spielerisch nicht das gezeigt, was wir können, haben teilweise auch die falschen Mittel auf dem Schneeboden gewählt. Kompliment an den SC Freiburg, der das Spiel bis zum Ende offen gehalten hat“, so USV-Trainerin Heidi Vater. Dass die Partie überhaupt angepfiffen werden konnte, war auch den vielen Helfern zu verdanken, die das Spielfeld zunächst vom Schnee befreien mussten.

„Turbinen“ behalten Tabellenspitze
Doppelt so viele Punkte, wie Jena, kann der 1. FFC Turbine Potsdam vor der Winterpause verbuchen. Mit den 32 Zählern behalten die Potsdamerinnen die Tabellenführung vor dem punktgleichen FCR 2001 Duisburg. Auch gegen den 1. FC Saarbrücken hielten sich die „Turbinen“ schadlos, gewannen am Ende deutlich mit 5:1. Die Führung besorgte die ehemalige Saarbrückerin, Nadine Keßler, bereits nach sechs Minuten mit einem Schuss aus gut 17 Metern. Nur wenig später erhöhte Anja Mittag auf 2:0, ehe Cynthia Uwak der Anschlusstreffer für Saarbrücken gelang. Ein Doppelschlag von Fatmire Bajramaj sowie ein Treffer von Jessica Wich schraubten das Ergebnis für Potsdam in die Höhe.

Zwei Treffer gegen Hamburg und weiter die erfolgreichste Torjägerin der Liga: Inka Grings.

Zwei Treffer gegen Hamburg und weiter die erfolgreichste Torjägerin der Liga: Inka Grings.

Inka Grings gewohnt treffsicher
Ähnlich torreich, wie das Spiel Potsdams, verlief auch die Begegnung zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem Hamburger SV, die der FCR mit 4:0 für sich entscheiden konnte. Inka Grings und Simone Laudehr brachten den FCR noch vor der Pause mit 2:0 in Führung. Laudehr war es allerdings auch, die in der 58. Minute für die wohl unnötigste Szene des Spiels sorgte. Nach einem Foul wurde ihr von Schiedsrichterin Katrin Rafalski die Gelbe Karte gezeigt, Laudehr beschwerte sich und sah dafür direkt das zweite Gelb und musste vom Platz. Trotz des Aufregers legten die Duisburgerinnen nach, Grings (65.) und Eunice Beckmann (78.) sorgten für den letztlich nie gefährdeten Heimsieg. „Das zeigt die ganze Qualität dieser Mannschaft, die in Unterzahl nicht das Ergebnis verwaltet, sondern weiter versucht, etwas Zählbares zu erreichen“, freute sich FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg über die drei Punkte für ihre Mannschaft, die mit Potdam weiter im Gleichschritt an der Tabellenspitze marschiert.

Bad Neuenahr festigt Platz vier
Der SC 07 Bad Neuenahr hat seine erfolgreiche Hinrunde mit einem abschließenden 2:1-Heimsieg gegen TeBe Berlin gekrönt. Obwohl der Aufsteiger zur Halbzeit durch Jana Teodoridis noch mit 0:1 in Führung gelegen hatte, blieben die Punkte am Ende in der Kurstadt. Nadine Hagmann schaffte in der 58. Minute den Ausgleich, ehe Lydia Neumann nach 83 Minuten den Siegtreffer erzielte. „Gegen ein derart defensives Team, dass mit seiner ersten Chance auch noch ein Tor macht, war es schwer für meine junge Mannschaft. Aber wir haben bis zur letzten Sekunde Gas gegeben, und darum letztendlich doch verdient gewonnen“, urteilte Bad Neuenahrs Trainer Thomas Obliers, der auf die Nationalspielerinnen Célia Okoyino da Mbabi und Lena Goeßling verzichten musste. Der Punktgewinn war wichtig für den SC, da der FC Bayern München bei der SG Essen-Schönebeck mit 2:0 siegte, die Kurstädterinnen erst durch den „Dreier“ gegen TeBe den vierten Tabellenplatz vor den Münchenerinnen verteidigen konnten.

Frankfurt gegen Wolfsburg abgesagt
Die Begegnung zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Statt Punkten kann sich der FFC dafür weiter die Dienste von Nationalspielerin Saskia Bartusiak sichern, die ihren Vertrag in der Hessenmetropole verlängert.

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