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Die letzten Hürden vor der Winterpause

Von am 12. Dezember 2009 – 11.18 Uhr

Der erste Spieltag der Rückrunde und gleichzeitig der letzte des Jahres. Die Vereine sehnen die Winterpause bereits herbei, doch an diesem Wochenende müssen noch die letzten Aufgaben gemeistert werden. Die Ziele sind unterschiedlich: Die Münchenerinnen möchten die Wende nach der jüngsten Negativserie, Aufsteiger TeBe will nach der sportlich erfolgreichen Hinrunde nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern – und an der Tabellenspitze wird das Fernduell zwischen Duisburg und Potsdam angepfiffen.

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Zehn Spiele stand TeBe Berlin nicht auf einem Abstiegsplatz, konnte überraschende Punktgewinne, wie gegen den FC Bayern München, feiern. Doch am vergangenen Wochenende wurde der ,Aufsteiger überholt, liegt nun auf dem elften Tabellenrang. Um dort nicht zu Weihnachten verbringen zu müssen, gilt es morgen zu punkten – doch bei keinem geringerem als dem Überraschungsteam der Liga, dem SC 07 Bad Neuenahr. „Wir sind froh, wenn am Sonntag die Winterpause beginnt“, blickt SC-Trainer Thomas Obliers schon über die Begegnung hinaus, denn er muss auf einige seiner Leistungsträgerinnen verzichten. Weder Nationalspielerin Lena Goeßling steht zur Verfügung, noch Nadine Hagmann oder Mirvet Arabaci. Dennoch ist die Zielsentzung an der Ahr klar: „Das ist das letzte Spiel vor Weihnachten und das wollen wir gewinnen.“ Mit einem Sieg würde Bad Neuenahr den vierten Platz vor dem FC Bayern München festigen, aber mit zwei Punkten Rückstand weiter hinter dem 1. FFC Frankfurt bleiben. Das Heimspiel der Frankfurterinnen gegen den VfL Wolfsburg wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

Bayern will in Essen punkten
Zwölf Punkte beträgt der Rückstand des FC Bayern München bereits auf die Champions-League-Ränge. Der Vizemeister ist auf Fehler der Konkurrenz angewiesen, um überhaupt noch eine kleine Chance zu haben, diese Lücke in der Rückrunde zu schließen. Doch zunächst wird es für den FCB darum gehen, endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern, um Selbstbewusstsein zu tanken. Bereits heute um 14 Uhr treten die Münchenerinnen bei der SG Essen-Schönebeck an, die mitten im Abstiegskampf steckt. Nicht zur Verfügung stehen dem FCB die verletzten Vanessa Bürki, Carmen Roth, Corinna Paukner, Sylvie Banecki, Ivana Rudelic und Vikki Schnaderbeck. Doch vom Abstiegskampf im Ruhrgebiet werden sich die Bayern nicht blenden lassen. „Wie die Vergangenheit gezeigt hat, wird es schwer aus Essen Punkte mitzunehmen. Zwei Unentschieden waren die bisher einzige Ausbeute dort“, so Trainer Günther Wörle.

Klettert Jena auf Rang sechs?
Im vergangenen Jahr steckte der FF USV Jena zu diesem Zeitpunkt mitten im Abstiegskampf, verstärkte sich in der Winterpause jedoch gezielt und spielte eine starke Rückrunde. Diesen Erfolg setzten die Thüringerinnen in der Hinrunde der laufenden Saison fort. 13 Punkte stehen auf dem Konto der Elf von Trainerin Heidi Vater. Das Abstiegsgespenst ist sicherlich noch nicht völlig vertrieben, doch ein Sieg gegen den SC Freiburg könnte den USV, so Hamburg patzt, auf den sechsten Tabellenrang katapultieren. Für die Freiburgerinnen, die derzeit auf dem letzten Platz liegen, wird es darum gehen, den Rückstand auf das rettende Ufer nicht abreißen zu lassen. Drei Punkte fehlen den Breisgauerinnen auf TeBe Berlin. Gewinnen sie in Jena, ist in der Rückrunde alles offen.

Saarbrücken hofft auf neuerliche Überraschung
Für überraschte Gesichter hat der 1. FC Saarbrücken gesorgt, als er beim FCR 2001 Duisburg einen Punkt mitnehmen konnte. Morgen reist der Aufsteiger erneut zu einem klaren Favoriten, um 11 Uhr steht das Duell beim 1. FFC Turbine Potsdam an. Die „Turbinen“ dürften gewarnt sein, alles andere als ein Sieg wäre dennoch eine große Überraschung sowie ein herber Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft, denn zeitgleich hat der punktgleiche Tabellenzweite aus Duisburg ein Heimspiel.

Duisburg empfängt den Hamburger SV
Der FCR 2001 Duisburg beendet das Jahr im heimischen PCC-Stadion gegen den Hamburger SV. Die Hamburgerinnen, derzeit mit 14 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz, spielten eine eher durchwachsene Hinrunde, zuletzt gewannen sie aber gegen Aufsteiger TeBe Berlin mit 1:0. Die Duisburgerinnen gewannen in der vergangenen Woche gegen den FC Bayern München mit 7:0, boten keine überragende Leistung, überzeugten jedoch mit einem konzentrierten und souveränen Spiel. Gegen den HSV wird es darum gehen, auf Meister Potsdam keine Punkte zu verlieren, um sich für das kommende Jahr eine optimale Ausgangsposition zu sichern – für den FCR ist weiterhin der Gewinn des „Triples“ (Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League) möglich.

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