Bayern verliert weiter an Boden

Von am 30. November 2009 – 12.35 Uhr

Viele Erstligateams wollten nach den Punktverlusten in der vergangenen Woche am zehnten Spieltag zurück auf die Erfolgsspur finden. Das Top-Trio der Liga konnte die Ziele umsetzen, auch der Hamburger SV hat sich von den Abstiegsrängen weiter entfernt. Nur beim Vizemeister läuft es derzeit nicht, der FC Bayern München verliert stetig den Kontakt zur Spitze.

Mit drei Punkten hätte der FCB auf den vierten Tabellenrang rücken und auf Tuchfühlung mit der Spitze bleiben können. Doch es läuft nicht bei den Münchenerinnen. Nach dem 2:2 bei TeBe Berlin in der vergangenen Woche mussten sie erneut gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel Punkte lassen und verloren zu Hause gegen den Hamburger SV mit 1:2.

Frühe Führung reicht München nicht
Zunächst schien in Aschheim alles nach Plan zu laufen für den FCB. Nach Vorarbeit von Tanja Wörle gingen die Gastgeberinnen durch Mandy Islacker bereits nach vier Minuten in Führung. Doch der HSV schlug zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt zu, und erzielte Sekunden vor dem Halbzeitpfiff durch Ana Crongorcevic den Ausgleich.

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Imke Wübbenhorst besiegelt den HSV-Sieg in München.

Imke Wübbenhorst besiegelt den HSV-Sieg in München.

„Der Ausgleich kurz vor der Pause war ein Knackpunkt“, so Bayern-Trainer Günther Wörle, da der HSV in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel kam. Ein weiteres spätes Tor besiegelte den „Dreier“ für die Hamburgerinnen, in der 85. Minute köpfte Imke Wübbenhorst nach einem Eckball das 1:2.

Duisburg und Potsdam im Gleichschritt
Mit fünf Punkten Vorsprung auf den 1. FFC Frankfurt liegen der 1. FFC Turbine Potsdam und der FCR 2001 Duisburg weiter mit 26 Zählern gleichauf an der Tabellenspitze. Auch am zehnten Spieltag gaben sich Meister und UEFA-Cup-Sieger keine Blößen und brachten ihre Auswärtsspiele jeweils „zu Null“ nach Hause.

„Ich bin zufrieden mit dem Spiel, wir können zwar noch besser spielen, aber momentan ist es für uns wichtig zu punkten und uns auf einzelnen Positionen Selbstbewusstsein zu holen“, urteilte Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nach dem 3:0-Sieg beim SC Freiburg. Gerade erst vom WM-Qualifikationsspiel mit der belgischen Nationalmannschaft zurück gekehrt, brachte Femke Maes den FCR nach 23 Minuten mit 1:0 in Führung, ein Doppelschlag von Simone Laudehr in der zweiten Halbzeit besiegelte den Auswärtserfolg. „Wir hätten gerne Duisburg noch etwas mehr geärgert“, so Freiburgs Trainer Ede Beck, der mit seiner Elf jedoch nicht unzufrieden war: „Ich denke, wir sind in der Defensive nach ein paar Minuten ganz gut gestanden, haben es dem Gegner schwer gemacht.“

„Turbinen“ siegen im Spitzenspiel
Noch ein Tor mehr als Duisburg erzielte der 1. FFC Turbine Potsdam – und das beim SC 07 Bad Neuenahr, der Mannschaft mit den bis dato wenigsten Gegentoren. Nach der 0:4-Niederlage gegen die Potsdamerinnen sieht das Torverhältnis nicht mehr ganz so positiv aus, dennoch liegt der SC auf dem vierten Tabellenrang – kein Vergleich mit der vergangenen Saison, in der die Kurstädterinnen beinahe abgestiegen wären. Potsdams Neuzugang Fatmire Bajramaj brachte die „Turbinen“ nach einer Viertelstunde in Führung, die weiteren Treffer durch Jessica Wich, Anja Mittag und erneut Bajramaj sollten erst in der zweiten Halbzeit fallen.

Frankfurt schießt ein halbes Dutzend
In den drei Spitzenspielen in diesem Jahr hat der 1. FFC Frankfurt immer verloren – gegen die anderen Mannschaften bleibt er weiter souverän. Obwohl TeBe Berlin bereits nach drei Minuten durch Anna Sophie Fechner in Führung ging, mussten sich die Hauptstädterinnen am Ende mit 1:6 geschlagen geben. Beim FFC fehlte der treffsichere Neuzugang Laura del Rio García, doch in der Offensive lief es dennoch rund. Birgit Prinz und die wiedergenesene Conny Pohlers sorgten noch vor dem Seitenwechsel für eine 2:1-Führung. Zweimal Petra Wimbersky, erneut Pohlers und Kerstin Garefrekes schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Saarbrücken gewinnt Kellerduell
Der 1. FC Saarbrücken hat wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt. Der FC nutzte die Patzer aller Tabellennachbarn und brachte mit dem 3:1-Erfolg gegen die SG Essen-Schönebeck drei  Zähler zwischen sich und die Abstiegsränge. Lange blieb die erste Halbzeit torlos, doch kurz vor dem Seitenwechsel schlug Selina Dambier zu und brachte die Heimelf mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff glich Kyra Malinowski für die SGS aus, doch Saarbrücken ließ nicht nicht beirren. In der Schlussviertelstunde machten Christina Arend und erneut Dambier den zweiten Saisonsieg perfekt und stürzten die SGS damit immer weiter in die Krise. Erst einen Sieg konnten die Ruhrpöttlerinnen in dieser Saison verbuchen und belegen mit sechs Punkten weiterhin den vorletzten Tabellenplatz.

Vorhersage von Heidi Vater bewahrheitet sich
Gegen Wolfsburg habe ihre Mannschaft selten gut ausgesehen, so Jenas Trainerin Heidi Vater vor der Partie gegen die „Wölfinnen“. Durch ein Gegentor in jeder Halbzeit verlor der FF USV Jena beim VfL. Nach 37 Minuten gelang Neuzugang Selina Wagner der Führungstreffer für die Heimelf, sechs Minuten vor dem Abpfiff erzielte Nathalie Bock den 2:0-Endstand. Der USV rutscht durch die Niederlage in der Tabelle auf den achten Rang, Wolfsburg bleibt auf Platz sechs.

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