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Champions League: Aus dem Trio wird ein Duo

geschrieben von – 12. November 2009, 19:15 Uhr | 1.064 Leser1. Kommentar abgeben

Es war knapp, und es hat 108 Minuten gedauert. Doch dann war klar, dass der FC Bayern München bei seiner ersten Champions-League-Teilnahme im Achtelfinale ausgeschieden ist. Mit 0:1 unterlag der FCB Frankreichs Vize-Meister Montpellier in der Verlängerung. Die deutschen Fahnen werden in der „Königsklasse“ aber weiter hochgehalten, sowohl Duisburg als auch Potsdam brachten ihre Spiele „zu Null“ nach Hause.

Bereits in der vergangenen Woche war der 1. FFC Turbine Potsdam die einzige Mannschaft aus dem deutschen Trio, die ihre Achtelfinalbegegnung gewinnen konnte – und auch im Rückspiel sorgte die Turbinen für den höchsten Tagessieg. 4:0 hieß es am Ende gegen Dänemarks Meister Brøndby IF.

Keßler bringt Ruhe ins Spiel
Schon nach sechs Minuten ging Potsdam durch Neuzugang Nadine Keßler in Führung. „Durch das schnelle, super heraus gespielte Tor haben wir die nötige Sicherheit bekommen, die unser Spiel deutlich erleichtert hat“, so Trainer Bernd Schröder. Auf ein zweites Tor seiner Mannschaft musste Schröder allerdings eine gute Stunde warten, dann gelang Jessica Wich das 2:0, ehe Anja Mittag in der 66. Minute auf 3:0 erhöhte. „Brøndby hatte nur eine große Chance und die konnte Schumann klären. Ich habe heute keinen Ausfall in unserer Mannschaft gesehen, ich bin sehr zufrieden“, freute sich der Trainer über die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der Keßler zwei Minuten vor Abpfiff mit dem 4:0 den Schlusspunkt setzte.

Duisburgs Erlösung dauert

1:1 endete das Hinspiel zwischen dem FCR 2001 Duisburg und Linköpings FC, lange stand es im Rückspiel 0:0. Aufgrund der Auswärtstorreglung wären die Schwedinnen ins Viertelfinale eingezogen. „Ich hatte das Gefühl, dass bei diesem Spiel in jeder Sekunde alles passieren konnte – auf beiden Seiten“, zitterte FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg an der Seitenlinie. „Der Knackpunkt war letztlich das erste Tor.“ Dies gelang Alexandra Popp in der 59. Minute.

Dass beim FCR bis dahin hinten die Null stand, hatte er auch der schlechten Chancenverwertung der Gastgeberinnen zu verdanken. So hätte Linköping bereits nach zwölf Minuten durch Kosovare Asllani in Führung gehen können, Abwehrspielerin Annike Krahn war jedoch zur Stelle. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit kam Duisburg besser ins Spiel, in der zweiten Halbzeit übernahmen sie das Zepter auf dem Platz. Den Schlusspunkt der Partie setzte, wie so oft, Inka Gings. In der Nachspielzeit gelang der Nationalstürmerin das 2:0. „Ich bin einfach nur noch happy und stolz auf meine Mannschaft, die seit vielen Wochen im Drei-Tage-Rhythmus spielen muss“, freute sich Voss-Tecklenburg

Montpelliers Abwehrbollwerk nutzt Konterchance
„International ist uns Montpellier offenbar einen Schritt voraus. Wir sind an unsere Grenzen gestoßen. Letztlich entscheidet dann doch eine individuelle Klasse einer Spielerin wie der 112-fachen Nationalspielerin Lattaf“, resümierte Bayern-Trainer Günther Wörle nach der 0:1-Heimniederlage gegen den französischen Vize-Meister. Auf der offensiven Lattaf ruhten die Hoffnungen der ansonsten sehr defensiv spielenden Gästeelf. Am Ende der ersten 15 Minuten Nachspielzeit setzte sich Elodie Ramos auf der rechten Seite durch, passte auf Lattaf, und die schloss souverän ab.

Nach dem Seitenwechsel fiel, wie schon in der regulären Spielzeit im Hin- und Rückspiel kein Treffer mehr. Die Münchenerinnen scheiterten mit all ihren Versuchen an der Gästeabwehr. „Montpellier hat uns zermürbt“, so Wörle. Seine Trainerkollegin aus Frankreich, Sarah M’barek, war entsprechend zufrieden mit der gewählten Taktik: „Wir kamen als Außenseiter nach München. Das Wichtigste war heute unsere Defensive, in der wir sehr gut gearbeitet haben.“

Die weiteren Ergebnisse
Zvezda – Røa 1:1 (Hin: 0:0)
Umeå – Rossiyanka 1:1 (Hin: 1:0)
Torres – Neulengbach 4:1 (Hin: 4:1)
Arsenal – Prag 2:0 (Hin: 3:0)
Lyon – Hjørring 5:0 (Hin: 1:0)

Die Auslosung der Viertelfinalpartien findet am 20. November 2009 statt.

Schlagwörter:
Nora Kruse

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