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Frauenfußball-WM 2011: Schon mehr als 100 000 Tickets weg

Von am 2. November 2009 – 14.03 Uhr 3 Kommentare

Erst am vergangenen Donnerstagabend begann der Ticketverkauf für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011, und bereits wenige Tage später ist die Marke von 100 000 bestellten Tickets übertroffen.
Am Montag, 2. November 2009, 12.00 Uhr, lagen dem Organisationskomitee schon 26 000 Anträge für Städte-Serien vor, die jeweils zum Besuch aller Spiele je Spielort berechtigen.

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Mit Ausnahme von Mönchengladbach (drei Spiele) sind dies jeweils vier Begegnungen. Geöffnet wurde das offizielle Ticket-Portal auf der Internet-Seite FIFA.com/Deutschland2011 am Donnerstagabend, 29. Oktober 2009, in der Halbzeitpause des Frauenfußball-Länderspiels gegen die USA.

Auslosung notwendig
Bereits überbucht in den acht Spielorten Augsburg, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg sind die Städte-Serien in der Kategorie vier. Damit steht fest, dass am 7. Dezember 2009 eine Auslosung für die eingegangen Ticket-Anträge stattfinden wird.

“Diese erste Zwischenbilanz erfreut uns sehr. Die Zahlen bestätigen, dass die Frauen-WM 2011 ein besonderer Anlass ist, den vor allem die Fans und Bewohner rund um die Spielorte live erleben wollen. Mit den Städte-Serien und auch mit den Preisen haben wir offensichtlich ins Schwarze getroffen“, sagt OK-Präsidentin Steffi Jones und ergänzt: „Trotz des großen Interesses gibt es bis zum Ende der ersten Verkaufsphase am 31. Januar 2010 noch realistische Chancen, eine Städte-Serie zu lösen. Ich denke, es handelt sich dabei auch um ein ideales Weihnachts-Geschenk.“

Volunteer-Job gefragt
Einen ebenso rasanten Start legte das Bewerbungs-Verfahren für die freiwilligen Helfer, die sogenannten Volunteers, für die FIFA Frauen-WM 2011 hin. 72 Stunden nach Anmelde-Beginn hatten sich bereits 2 000 Bewerber auf der offiziellen Plattform FIFA.com/Deutschland2011 registriert. „Wir sind begeistert über den enormen Zuspruch unseres Volunteer-Programms. Es ist fantastisch, wie viele Menschen jeden Alters und quer durch alle Bevölkerungsschichten sich bei der Frauen-WM 2011 ehrenamtlich engagieren wollen – und das aus der ganzen Welt“, kommentierte die OK-Präsidentin.

50 Prozent der Bewerber sind weiblich und 45 Prozent jünger als 30 Jahre. Die Altersspanne der eingegangenen Bewerbungen reicht von 18 bis 74 Jahren. Darunter befinden sich Rentner, Schüler und Studenten genauso wie Geschäftsführer, Lehrer, Ärzte, Pfarrer und Hausfrauen. Die Internationalität der Frauen-WM 2011 beweisen die Anmeldungen aus dem Ausland. Aus 30 Nationen, darunter Eritrea, Kosovo, Fidschi, Belize und China, liegen Bewerbungen vor. Die Kandidaten decken derzeit 18 Sprachen ab, inklusive kasachisch, albanisch, chinesisch und japanisch. Je Spielort werden rund 400 freiwillige Helfer benötigt. Insgesamt plant das OK den Einsatz von 4 000 Volunteers.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Sloan sagt:

    Die Zahlen überraschen mich doch einigermaßen und erscheinen mir etwas im Widerspruch zum tatsächlichen vorhandenen Interesse am Frauenfußball (abgesehen von der eigenen Nationalmannschaft) zu stehen.

    Auf Grund der sehr billigen Preise ordern womöglich Viele Karten einfach mal „auf Vorrat“. Damit dürfte der DFB zwar sein Budget denken, allerdings muss man befürchten, dass viele Spiele womöglich offiziell ausverkauft aber nur halb besetzt sein werden.

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  • Petra sagt:

    „Bereits überbucht … sind die Städte-Serien in der Kategorie vier“
    Heißt das, es gibt in den darauf folgenden Phasen keine Karten mehr in Kategorie 4 oder werden dafür welche aufgehoben?

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  • moya sagt:

    Starker Start.
    Ich befürchte als letztes, dass Leute Karten kaufen und die dann verfallen lassen. Zumal es doch extra so gehandhabt wurde, dass die übertragbar sind.
    Was eher ein Problem werden könnte, sind die vielen Karten, die umsonst an irgendwelche Sponsoren und sonstwie Pseudo-Interessierte ausgegeben werden. Das sind wirklich diejenigen, die Karten „auf Vorrat“ rumliegen haben und wo es dann kein Schwein interessiert. Man müsste mal ausrechnen, wie groß das verschenkte Kontingent ist.

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