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Cool Down nach Sport

geschrieben von – 28. Oktober 2009, 15:25 Uhr | 1.245 Leser1. Kommentar abgeben

Nach intensivem Sport sofort unter die Dusche zu springen, mag verlockend erscheinen. Doch abgesehen davon, dass man unangenehm nachschwitzt, gibt es noch einen weiteren Grund, warum man sich damit etwas Zeit lassen sollte: Wer seinen Kreislauf langsam runterfährt, regeneriert schneller.

na_alleswas_dunkel_200x62Immer wieder weisen Trainer darauf hin, wie wichtig es ist, sich richtig warm zu machen. Den Sinn des Warm Ups bestreitet wahrscheinlich niemand: Das Herz-Kreislauf-System wird behutsam in Schwung gebracht, die Muskeln werden peu à peu stärker durchblutet, das Verletzungsrisiko sinkt. Insgesamt wird der Körper also auf die bald folgende Belastung vorbereitet. Das äußert sich auch in der Herzschlagfrequenz.

Der Cool Down, also das Herunterkühlen nach dem Sport, wurde dagegen lange Zeit fast stiefmütterlich behandelt. Wer sich ausgepowert hat, hat natürlich nicht mehr unbedingt große Lust, noch ein paar langsame Runden zu drehen oder ein paar Entspannungsübungen zu machen. Dabei lohnen sich diese paar Extra-Minuten ungemein.

Cool Down: Der unterschätzte Bruder des Warm Up
Letztlich lässt sich der Sinn des Cool Down nur im Zusammenspiel mit dem Warm Up erklären. Sollte jemand von Euch schon mal einen Tempolauf ohne Aufwärmen gemacht haben oder bei einem Fußballspiel eingewechselt worden sein, ohne Zeit zum Warmlaufen gehabt haben, werdet Ihr wissen wie sich das anfühlt: Ihr kommt (zu) schnell in einen hohen Pulsbereich und fühlt Euch bereits nach kurzer Zeit am Limit. Während Ihr Euch während eines Spiels noch Pausen gönnen und Euren Rhythmus finden könnt, seid Ihr beim Ausdauersport dagegen fast schon verloren.

Nicht viel anders verhält es sich mit dem Cool Down: Es geht auch ohne, aber eben nicht so gut. Wer nach hoher Belastung quasi direkt in den Ruhezustand wechselt, bei dem entspannen sich zwar die Muskeln, doch das Herz pumpt noch weiter auf Hochtouren. Die Folge: Das Blut sammelt sich in den beanspruchten Muskelpartien, während der Rest des Körpers (auch das Gehirn) unterversorgt ist. Die Folge können Koordinationsschwierigkeiten oder Schwindelgefühle sein. Eine weitere Analogie zum Aufwärmen: Die Körpertemperatur verändert sich nur sehr behutsam.

Cool Down kann auch muskulären Problemen vorbeugen
Wer sich dagegen nach der Belastung noch einige Minuten weiterbewegt, indem er etwa locker trabt oder zumindest geht, fährt die Herzfrequenz langsam herunter und erleichtert den Abtransport von Stoffwechselendprodukten, wie etwa dem Laktat. Zudem sinkt durch das Herunterkühlen das Risiko, dass die Muskeln sich verhärten.

Nicht zu unterschätzen: So wie der Körper sich beim Aufwärmen auf eine Belastung einstellen kann, bereitet das Cool Down das Nervensystem schon einmal auf die Erholung vor.

Hier geht’s zum Originalartikel auf netzathleten.de

Marco Heibel

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