Frauenfußball-WM 2011: Anpfiff zum Ticketverkauf

Von am 26. Oktober 2009 – 12.47 Uhr 8 Kommentare

604 Tage vor dem Anstoß des Eröffnungsspiels der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 am 26. Juni 2011 in Berlin startet das Organisationskomitee den Verkauf der Eintrittskarten. In der Halbzeitpause des Länderspiels Deutschland gegen die USA am 29. Oktober 2009 in Augsburg (18.00 Uhr, live in der ARD) wird Steffi Jones das Ticketportal und das Online-Bestellformular offiziell frei schalten.

Damit beginnt die erste Verkaufsphase, die bis zum 31. Januar 2010 laufen wird. Exklusiv angeboten werden in dieser Phase die so genannten Städte-Serien, die zum Besuch von jeweils allen vier Begegnungen – Ausnahmen sind Berlin (ausschließlich Eröffnungsspiel) und Mönchengladbach (drei Spiele) – in den Spielorten berechtigen.

Städte-Serien
„Mit den Städte-Serien richten wir uns ganz bewusst zunächst speziell an die Fans und Bewohner rund um die Spielorte. Sie sollen sich zuerst die besten Plätze sichern können in der Gewissheit, bei allen WM-Spielen in ihrem Stadion live dabei zu sein“, sagt die OK-Präsidentin und ergänzt: „Selbstverständlich aber kann auch ein Fan aus Hamburg eine Städte-Serie für Frankfurt erwerben.“

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Für die FIFA Frauen-WM 2011 stehen insgesamt eine Million Tickets für die 32 Spiele in den neun Spielorten Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg zur Verfügung, davon 700.000 Karten im freien Verkauf. Die Hälfte davon, also 350.000 Tickets, sind mit attraktiven Rabatten belegt und richten sich an die Kernzielgruppen Familien, Vereine, Schulen und die Bewohner und Fans der Spielorte. Das OK kalkuliert mit einer Stadionauslastung von 80 Prozent, was einem durchschnittlichen Zuschauerschnitt von 25.000 Besuchern pro Spiel entspricht.

Städte-Serien ab 30 Euro
Städte-Serien, bestehend aus vier Einzelspielen, sind in der Kategorie vier beispielsweise in Sinsheim und Bochum ab 30 Euro erhältlich. Insgesamt soll mit moderaten Preisen den Zuschauern ein bezahlbares Stadion-Erlebnis geboten werden. „Eine Fußball-WM ist und bleibt etwas ganz Besonderes und bietet eine unvergleichliche internationale Atmosphäre. Auch dürfen und können wir den Frauenfußball mit den besten Teams und großartigsten Spielerinnen aus aller Welt nicht unter Wert veräußern. Die richtigen Preise festzulegen, kommt also einem Spagat gleich“, sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der gleichzeitig verweist auf 27 Millionen Euro, die zur Deckung des mit 51 Millionen Euro veranschlagten WM-Budgets ausschließlich über den Verkauf der Eintrittskarten erwirtschaftet werden müssen.

Gruppen-Tickets
In der zweiten Verkaufsphase vom 17. Februar bis 30. Juni 2010 sollen mit Gruppen-Kontingenten exklusiv die Vereine und Schulen angesprochen werden. Die Formel für die sogenannten „20Elf-Tickets”, die ausschließlich in der Kategorie vier zur Verfügung stehen, ist einfach: Jede „Mannschaft“, bestehend aus mindestens elf „Mitspielern“, erhält einen Nachlass in Höhe von 20 Prozent.

Einzeltickets
Der Verkauf der Einzeltickets, vor allem auch für das Eröffnungsspiel in Berlin, das Endspiel und die Spiele mit deutscher Beteiligung, ist vorgesehen ab 1. August 2010. Das günstigste Einzelticket für die FIFA Frauen-WM 2011 kostet zehn Euro, das teuerste für das Finale in Frankfurt 200 Euro. Neben den Fans in den Regionen und der „Fußball-Basis“ in den Vereinen und Schulen stehen die Familien besonders im Fokus des OK.

Familienfreundliches Angebot
„Die Frauen-WM 2011 soll ein Event für die ganze Familie sein. Also ist auch unsere gesamte Ticket-Konzeption überaus familienfreundlich“, resümiert Steffi Jones. Eine Besonderheit ist die getroffene Regelung, dass für Familien die Ermäßigung auf Karten für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren nicht nur auf bestimmte Stadion-Bereiche („Familienblock“) beschränkt ist. So gelten die attraktiven Rabatte bis zu 50 Prozent für alle Plätze, die ausgewählt werden, also auch auf den Tribünen der Haupt- oder Gegengeraden. “Ich bin überzeugt, dass wir den Fans bei der ersten Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland nicht nur beim Verkaufsstart, sondern während aller Ticketing-Phasen ein gleichermaßen interessantes wie verlockendes Angebot präsentieren”, sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.

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Ebenfalls äußerst fan- und familienfreundlich ist die Möglichkeit zur Weitergabe der Tickets. Die Idee dahinter: Beim Kauf von jeweils einer Erwachsenen- und einer ermäßigten Städte-Serie kommen bis zu acht Personen zu ihrem WM-Erlebnis. Das erste Spiel sehen der Vater gemeinsam mit der Tochter, Spiel zwei die Mutter mit dem Sohn. Zum dritten Spiel gehen Großvater und Enkel, zum vierten Tante und Nichte. Die wohl attraktivste Städte-Serie Frankfurt, die ein Gruppenspiel mit deutscher Beteiligung, ein weiteres Gruppenspiel, ein Halbfinale und das große Finale beinhaltet, kostet in Kategorie vier für Erwachsene 120 Euro, für Kinder/Jugendliche 56 Euro. Für den Durchschnittspreis von 22 Euro können somit ein Elternpaar gemeinsam mit seinen zwei Kindern bei allen vier WM-Spielen live dabei sein.

Bestellung per Internet und Hotline
Neben dem offiziellen Ticketing-Online-Portal können Karten auch per Hotline unter 01805 / 06 2011 (0,14 €Cent / min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) bestellt werden. Im Maximalfall pro Besteller jeweils sechs Städte-Serien und 20 Einzeltickets. Alle Preise sind inklusive Mehrwertsteuer, Vorverkaufs- und Ticketgebühr und berechtigen am Spieltag zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Sloan sagt:

    Da bin ich wirklich gespannt, wie der Ticketverkauf anlaufen wird. Ehrlich gesagt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es heute – knapp zwei Jahre vorher – eine besonders große Nachfrage geben wird.

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  • Jennifer sagt:

    Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: Wie kommt man denn an ein Ticket für das Eröffnungsspiel? In Berlin findet m. E. nur ein Spiel statt. Oder würde das Ticket fürs Eröffnungsspiel dann in den späteren Verkauf für Einzeltickets fliessen?

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  • Jennifer sagt:

    Ach, habe den Artikel nochmal gelesen und habe es jetzt kapiert. Danke!

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  • icke sagt:

    und die tickets für spiele von panama, serbien, kolumbien und wer da auch immer dabei sein sollte, gibts dann beim kauf eines happy meals bei MC gratis dazu. kauft doch keiner.
    die wm 2006 sollte man damit nicht vergleichen.

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  • till sagt:

    Das ist wohl nur zu wahr. Der Frauenfussball hat ja schon sehr große Schritte in die richtige Richtung gemacht, aber es gibt nach wie vor noch einige ziemlich unattraktive Spiele – aber wahrscheinlich gibt es genau dafür die Städteserien …

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  • Barbara sagt:

    Weiß jemand, ob auch Teamserien angeboten werden?

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  • Markus Juchem sagt:

    Allein von Donnerstagabend bis Freitagmorgen gingen bereits 15 000 Bestellungen für Städtepässe ein, das entspricht also bereits fast 60 000 verkauften Tickets. Chapeau!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Barbara: Da bin ich momentan überfragt, aber ich kann mich nicht explizit daran erinnern, dass das mal thematisiert wurde.

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1 Pingbacks »

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