John Terry rettet Chelsea Ladies

Von am 19. Oktober 2009 – 16.45 Uhr 5 Kommentare

Seit fünf Jahren wird bei beim englischen Top-Club Chelsea FC erfolgreich Frauenfußball gespielt, nun wurde der Abteilung vom finanzstarken Hauptverein das Budget gekürzt. Dass der Tabellendritte der vergangenen Saison dennoch weiter mit der gleichen Summe arbeiten kann, hat er dem Einsatz der männlichen Starspieler zu verdanken.

Außenverteidigerin Casey Stoney, Spielführerin bei Chelsea, sprach mit einem Freund über die finanzielle Situation der Frauenabteilung, glücklicherweise war der auch mit John Terry bekannt.

Terry greift in eigene Tasche
Als der Nationalverteidiger von Chelsea von den Problemen der Frauen hörte, „suchte er mich im Training auf und fragte, ob er helfen könne“, so Stoney. Terry griff in seine eigene Tasche, ermunterte einige seiner Mannschaftskameraden, das gleiche zu tun. „Jetzt können wir auf der gleichen Grundlage arbeiten, wie in der vergangenen Saison.“

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Ehrgeizige Ziele
Das Geld hat die Frauenabteilung bitter nötig, die Mannschaft ist gespickt mit Nationalspielerinnen. Neben Stoney stehen mit Siobhan Chamberlain und Lianne Sanderson zwei weitere Spielerinnen im Kader, die im September mit der Nationalmannschaft den Vize-Europameistertitel gewannen. Dazu kommen Danni Buet und Claire Rafferty, beide auf dem Sprung in die Mannschaft von Nationaltrainerin Hope Powell.

Dementsprechend ehrgeizig sind die Ziele bei Chelsea. „Wir wollen uns im Vergleich zur letzten Saison um mindestens einen Rang verbessern“, so Stoney. Damals waren sie dritter, die Londonerinnen wollen an der Vormachtstellung von Meister Arsenal und Vize Everton kratzen.

Terry neuer Präsident
Nach der finanziellen Hilfe durch John Terry, hat der Nationalspieler darüber hinaus die Präsidentschaft der Frauenabteilung übernommen. „Er zeigt wirkliches Interesse“, freut sich Stoney über das Engagement ihres Kollegen, der mit seiner Familie auch schon bei Spielen der Frauen im Stadion war.

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5 Kommentare »

  • schmiddi sagt:

    Ob Ballack auch seine Schatulle aufgemacht hat? 😉

    Ich finde die Handlungsweise von Terry absolut bewundernswert!

    Meine Hochachtung, es gibt auch noch Fußballmillionäre mit hoher sozialer Kompetenz!

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  • Kay sagt:

    Da bleibt mir nur noch zu sagen, Chapeau!

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  • SCW sagt:

    Kann mich euch nur anschließen und sagen: Top! So wird sinnvoll Geld ausgegeben.

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  • Kay sagt:

    Noch ein kleines Nachwort, weil ich vorhin dafür keine Zeit mehr hatte. Also wie geschrieben Chapeau John Terry und all den anderen die etwas dazu gegeben haben, zum Erhalt der Frauenabteilung.

    Auf der anderen Seite ist es komplett unverständlich das ein Verein wie Chelsea FC der mehrere 100 Millionen Euro schwer ist nicht Ein oder Zwei Millionen für die Frauenmannschaft abzwacken kann, nein lieber werden Millionen für neue Spieler ausgegeben die dann vieleicht nur auf der Bank sitzen und dazu noch hunderte Tausend, oder Millionen an Gehalt bekommen. Einfach nur absurt

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  • Fuxi sagt:

    @Kay
    Unverständlich – aus unserem Blickwinkel ja. Aber verwunderlich?
    Was meinst Du wohl, wozu Frauen da sind – zumindest wenn sie auf der Yacht von Herrn Abramovich mitschippern? Verwundert es da wirklich, dass…?
    Und noch etwas sachlicher analysiert: Durch die Finanzkrise hat Abramovich ein paar Milliarden Dollar verloren. Und dieses Geld fehlt Chelsea bei den Kerlen.
    Ich find’s ja auch gut, wie John Terry da reagiert hat. Aber soll keiner behaupten, die Chelsea-Stammspieler hätten mit solchen Spenden ein Finanzproblem. Die Top 15 bei den Blues verdienen binnen zwei Wochen mehr als was TeBe Berlin und der 1.FC Saarbrücken als Saisonetat haben… Dass er aber die Frauen derart auf dem Zettel hat und sich so engagiert, ist allein genommen respektabler als die Spende selbst. Den Artikel sollte mal einer an HSV-Stürmer Paolo Guerrero schicken…

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