Linköpings FC holt schwedischen Pokal

Von am 14. Oktober 2009 – 9.21 Uhr

2006, 2008, 2009 – zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren hat sich Linköpings FC, Gegner von UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg im Achtelfinale der UEFA Women’s Champions League, den schwedischen Pokalsieg geholt.

Im Finale bezwang man vor 1 086 Zuschauern im Folkungavallen Umeå IK mit 2:0 (1:0). Der Gast aus Nordschweden war zwar in der ersten Halbzeit Spiel bestimmend, doch Tore von Caroline Seger (17.) und Jessica Landström (48.) machten den Sieg für die Gastgeberinnen perfekt, die verletzungsbedingt ohne Kosovare Asllani auskommen mussten.

Starke Kapitänin
Neben Seger und Landström zeigte auch die wieder genesene Kapitänin Charlotte Rohlin eine starke Partie. „Am Anfang haben wir uns schwer getan, aber wir hatten einen starken Willen und Teamgeist heute“, so Rohlin. Seger hob die starke Defensive hervor und meinte: „Noch sind wir nicht die Besten, dazu müssen wir auch die Liga gewinnen.“

Anzeige

Oberschenkelverletzung von Bachmann
Umeås Mittelfeldmotor Mami Yamaguchi wurde von den in einem 4-5-1-System agierenden und taktisch gut eingestellten Gastgeberinnen geschickt in ihrer Entfaltung behindert und dann musste auch noch bereits nach 21 Minuten die Schweizer Nationalspielerin Ramona Bachmann mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld. Bereits im letzten Ligaspiel beim 1:0-Sieg gegen LdB FC Malmö war sie zur Pause ausgewechselt worden.

Landström sorgt für Entscheidung
Ohne Yamaguchi und Bachmann fehlt es dem Spiel des Teams von Mika Sankala am nötigen Biss. Nach dem schnellen 2:0 in der zweiten Halbzeit durch Landström versuchte Umeå zwar noch einmal in die Partie zurückzufinden, doch Linköpings starke Hintermannschaft konnte einen Gegentreffer verhindern. Bereits bei den Siegen 2006 und 2008 (3:2 und 1:0 nach Verlängerung) hatte man sich jeweils gegen Umeå durchgesetzt.

Linköping will nun das Double
Linköpings Trainer Magnus Wikman war zufrieden: „Wir waren insgesamt das bessere Team, und das war ein gutes Spiel. Aber jetzt wartet am Sonntag Malmö auf uns“, blickte er bereits auf das nächste Ligaspiel, das bei drei Punkten Vorsprung auf Umeå drei Spieltage vor Schluss eine wichtige Weichenstellung in Richtung Meistertitel bringen könnte.

Mangelnde Aggressivität
Umeås Trainer Sankala meinte: „Zehn Minuten haben wir gut gespielt, dann einfach nicht mehr unser bestes Niveau abgerufen. Uns fehlte heute die nötige Aggressivität und wir waren zu unpräzise im Passspiel.“

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.