Champions League: Deutsches Trio zu stark für die Konkurrenz?

Von am 30. September 2009 – 10.32 Uhr 46 Kommentare

Am heutigen Mittwoch startet die neue UEFA Women’s Champions League in die K.-o.-Runde. 32 Mannschaften kämpfen in Hin- und Rückspielen um den Einzug in das Achtelfinale. Mit dabei sind auch UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg, Meister 1. FFC Turbine Potsdam und Vizemeister FC Bayern München. Und alle drei sind gewillt, bereits in der frühen Phase des Wettbewerbs einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Im Vorfeld der heutigen Spiele wählten die Verantwortlichen der drei Vereine eher zurückhaltende Worte, wohl wissend, dass in dieser Phase des Wettbewerbs bei konzentrierter Spielweise nur wenig Ungemach drohen dürfte.

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Zu stark sind die Topvereine aus Deutschland, als dass sie sich durch die Konkurrenz aus Weißrussland, Ungarn und Finnland ernsthafter Gefahr ausgesetzt sehen dürften, die erste K.-o.-Runde nicht zu überstehen. Selbst über den vermeintlich stärksten Konkurrenten, den finnischen Meister FC Honka Espoo, meint Turbine-Trainer Bernd Schröder unumwunden: „Wir werden die Finninnen nicht unterschätzen, aber sie gehören nicht zur europäischen Spitze.“ Duisburgs Trainerin Martina Voss erklärt: „Spielerisch sind wir sicher besser, aber Vitebsk wird alles in die Waagschale werfen, um kämpferisch gegenzuhalten.“ Und auch Bayern-Trainer Günther Wörle ist trotz Verletzungssorgen optimistisch, die Hausaufgabe fehlerfrei meistern zu können. „Wir sollten in der Lage sein, das Hinspiel gewinnen zu können.“

Zunächst auswärts
Anders als beim früheren UEFA-Pokal, wo die K.-o.-Phase erst ab dem Viertelfinale begann, muss man diesmal schon in der Runde der letzten 32 hoch konzentriert zu Werke gehen, denn echte Patzer darf man sich nicht leisten, will man nicht vorzeitig die Segel streichen. Alle gesetzten Vereine, darunter auch die drei deutschen Vertreter, dürfen zunächst auswärts antreten. Der FCR 2001 Duisburg muss in Weißrussland bei WFC Universitetet Vitebsk antreten, der FC Bayern München reist nach Ungarn zu Viktória FC Szombathely und der 1. FFC Turbine Potsdam hat vor den Toren der finnischen Hauptstadt Helsinki im FC Honka Espoo die vermeintlich schwerste Aufgabe.

Interessante Duelle
Der Schweizer Meister FC Zürich Frauen dürfte im schwedischen Vizemeister Linköpings FC eine zu hohe Hürde vorfinden, Österreichs Titelträger SV Neulengbach sollte den mit Nationalspielerinnen gespickten polnischen Meister RTP ‚Unia‘ Racibórz nicht auf die leichte Schulter nehmen. Weitere interessante Duelle stehen auf dem Programm, so unter anderem ASD Torres Calcio gegen Valur Reykjavík, AZ Alkmaar gegen Brøndby IF, Rayo Vallecano de Madrid gegen WFC Rossiyanka, Fortuna Hjørring gegen ASD CF Bardolino Verona und die vielleicht interessanteste Partie zwischen Røa IL und Everton LFC.

Achtelfinale im November
Die Rückspiele finden eine Woche später, am Mittwoch, 7. Oktober, statt. Die Partien des Achtelfinales, das am 4. und 11. November ausgetragen wird, wurden bereits ausgelost. Im Erfolgsfall würde es der FCR 2001 Duisburg mit dem Sieger der Partie Zürich gegen Linköping zu tun bekommen, Bayern München träfe auf den Gewinner des Duells Standard Fémina de Liège gegen Montpellier Hérault SC und Potsdam träfe entweder auf Alkmaar oder erneut Brøndby, mit denen man in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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