Leipzigs Fluch mit Oldesloe

Von am 28. September 2009 – 13.15 Uhr

Der FSV Gütersloh und der 1. FC Lok Leipzig – ohne Frage fest etablierte Vereine in der Zweiten Bundesliga Nord, die mittelfristig höhere Ambitionen haben. Doch die neue Saison hat für beide Mannschaften einen bitteren Beginn genommen.

Diskussionsbedarf in Leipzig. Noch läuft nicht alles rund.

Diskussionsbedarf in Leipzig. Noch läuft nicht alles rund.

Es war der dritte Auftritt des 1. FFC Oldesloe in Leipzig, und die Weste blieb weiß. Noch nie haben die Norddeutschen bei Lok verloren. Trotz früher Führung konnten die Gastgeberinnen keinen Punkt einfahren und finden sich nach zwei Spieltagen ohne Punkte und einem Torverhältnis von 1:5 auf dem neunten Tabellenrang wieder. Bereits nach fünf Minuten brachte Zdenka Skupnikova die Sächsinnen in Führung. „Wir waren in der ersten Hälfte überhaupt nicht präsent auf dem Platz“, kritisierte FFC-Trainer Michael Clausen, der seine Schützlinge erst in den zweiten 45 Minuten ins Spiel kommen sah. „Ab der 55. Minute waren wir die eindeutig bessere Mannschaft.“ Nach einer Stunde erzielte Zunker den Ausgleich, sieben Minuten später Lippert die Führung. „Wir hatten auch danach noch zwei, drei richtig gute Chancen und hätten den Sack zumachen müssen“, so Clausen, der stattdessen noch einmal zittern musste, da Leipzig zum Ausgleich kam. Schiedsrichterin Sinem Turac entschied jedoch auf Stürmerfoul. Es blieb beim zweiten Erfolg für die Oldesloerinnen in dieser Saison. Noch ist die Tabelle wenig aussagekräftig, doch in Oldesloe möchte man den Erfolg aus der Vorsaison gerne wiederholen. „Der sechste Platz war der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Es wäre ein Riesenerfolg, wenn wir daran anknüpfen könnten“, sagt der Trainer des Vereins mit dem nach eigenen Angaben zweitkleinsten Etat der Liga.

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Kometenstart in Magdeburg
Einen noch schwächeren Start als Leipzig legte der FSV Gütersloh hin. Auch im zweiten Saisonspiel mussten die Ostwestfälinnen eine hohe Niederlage einstecken. Ging es in der vergangenen Woche noch gegen die konstant starken Potsdamerinnen, wartete gestern Aufsteiger Magdeburg – die einzige Mannschaft, die bislang noch keinen Gegentreffer kassiert hat und den FSV gestern mit 4:0 nach Hause schickte. Doch die sechs Punkte betrachtet Trainer Steffen Rau sachlich. „Das sind für uns sechs Punkte für den Klassenerhalt – nicht mehr. Je eher wir die aber einfahren, umso besser.“ Mit der Leistung gegen den FSV war Rau hochzufrieden, gerade in der ersten Halbzeit „haben wir sehr stark gespielt.“

Der Herforder SV kann aufatmen, der Saisonstart ist geglückt

Der Herforder SV kann aufatmen, der Saisonstart ist geglückt.

Alles nach Plan in Herford
Während man sich in Gütersloh in einer unbekannten Tabellenregion wieder findet, läuft beim Nachbarn aus Herford alles wie geplant. Nach dem 3:0 gegen Leipzig zum Auftakt ließen die Herforderinnen beim SV Victoria Gersten ein 4:1 folgen. Bereits nach zwölf Minuten führten die Gäste durch Marie Pollmann und Jennifer Ninaus mit 2:0. Nach einer knappen halben Stunde musste der Neuzugang aus Wattenscheid, der vor dem Spiel als Torschützenkönigin der vergangenen Saison geehrt worden war, mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. Nach einer längerfristigen Verletzung sieht es jedoch nicht aus.

Tabellenführer Potsdam
Die Tabellenführung hat zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht der Herforder SV inne, sondern der 1. FFC Turbine Potsdam II. Die Brandenburgerinnen gewannen gegen die SG Wattenscheid mit 5:0. Um die Gefährlichkeit des Turbine-Angriffs weiß man auch in Herford – Trainerin Tanja Schulte entsandte einen Beobachter nach Potsdam, der mit einer wichtigen Information für das am Sonntag anstehende Spitzenspiel der beiden Clubs zurück kehrte. „Potsdam macht gegen Wattenscheid vier von fünf Toren nach Eckbällen“, so Schulte auf der HSV-Homepage.

Erster Punkt für Werder
Die ersten Tore, und damit auch der erste Punkt nach dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga, gelangen dem SV Werder Bremen. Obwohl der Hamburger SV II zur Halbzeit noch mit 2:0 geführt hatte, gelang den Werderanerinnen in der zweiten Hälfte der Ausgleich. Beide Tore erzielte Doreen Nabwire. Über den Neuzugang aus Kenia lief in Deutschland vor knapp einem Jahr bereits eine Dokumentation im WDR-Fernsehen, auch Herbert Ostwald hat die kenianische Ausnahmefußballerin portraitiert.

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