DFB würdigt Mädchenfußball-Initiative

Von am 25. September 2009 – 9.22 Uhr

Vor einem Jahr rief der Pharmagroßhändler Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) seine bundesweite Initiative zur Förderung des Mädchenfußballs ins Leben. Auf der Internationalen Pharmazeutischen Fachmesse Expopharm in Düsseldorf würdigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Engagement der ANZAG und sicherte aktive Unterstützung zu.

Unter dem Namen ANZAG GIRLS CUP veranstaltet das Unternehmen zusammen mit renommierten Bundesligavereinen Fußballturniere für Mädchenmannschaften. Im Februar 2009 richtete es gemeinsam mit dem SC Freiburg und Apothekern in Freiburg den ersten ANZAG GIRLS CUP aus – auf Anhieb das größte Mädchenfußballturnier in Südbaden.

Unterstützung durch DFB
„Wir möchten den Mädchen eine Plattform bieten, auf der ihre sportlichen Leistungen anerkannt wird“, erklärt Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender der ANZAG. „Unsere Kooperation mit dem DFB verleiht den Turnieren zusätzliche Aufmerksamkeit. Und vielleicht können wir dadurch noch mehr Mädchen und Frauen vom aktiven Fußball begeistern.“ Mit verschiedenen Kommunikations- und Vermarktungsmaßnahmen wird der DFB den GIRLS CUP der ANZAG künftig aktiv unterstützen. So schickt der DFB zu jedem Turnier eine WM-Botschafterin, er informiert die Vereine über die Initiative der ANZAG und wirbt im Rahmen der Turniere für die kommende Weltmeisterschaft in Deutschland.

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Nicht zurücklehnen
„Wir sind Europameisterinnen bei den Frauen und haben die EM auch bei den U17-Juniorinnen gewonnen“, so DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg, die als Mitglied im WM-Organisationskomitee an der Vorbereitung der Frauenfußball-WM 2011 beteiligt ist. „Natürlich bin ich stolz auf diese Erfolge, aber wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen. Wir müssen an die Zukunft denken und junge Talente fördern. Das gilt nicht nur für den Spitzen-, sondern auch für den Breitensport. Als professionell ausgerichtetes Turnier ist der ANZAG GIRLS CUP dafür beispielhaft.“ Für die sportliche Organisation der Turniere sucht sich die ANZAG Partnervereine aus der ersten und zweiten Bundesliga aus der jeweiligen Region.

Möglichkeiten schaffen
Fußball ist in Deutschland der Sport mit der größten Fangemeinde. Bei der aktiven Förderung steht der weibliche Nachwuchs oftmals noch hinten an. „Sechs von zehn Mädchen würden gerne Fußball spielen. Es sind aber nur zwei von zehn, die dies dann auch tatsächlich tun“, beruft sich Ratzeburg auf eine Jugendstudie des Bundes. „Mehr Angebote für fußballbegeisterte Mädchen schaffen – das ist das Ziel des DFB. Wir begrüßen das Engagement von Unternehmen, wie der ANZAG, die sich für den Mädchenfußball einsetzen. Denn dank solcher Aktionen erhält der weibliche Fußball den nötigen Auftrieb.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.