Die Tops und Flops des ersten Bundesliga-Spieltags

Von am 21. September 2009 – 10.43 Uhr 43 Kommentare

Womensoccer blickt auf die positiven wie negativen Höhepunkte des ersten Spieltags der neuen Saison in der Frauenfußball-Bundesliga zurück. Im Mittelpunkt stehen Dzsenifer Marozsan, treffsichere Europameisterinnen und auswärtsstarke Teams, aber auch schwere Verletzungen, niedrige Zuschauerzahlen und ein Trauma.

Top 5

1. Marozsans Traumdebüt
30 Minuten lang ließ Frankfurts Trainer Günter Wegmann Neuzugang Dzsenifer Marozsan beim 3:2-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg spielen, und die 17-Jährige wurde gleich bei ihrem ersten Bundesligaeinsatz im Trikot der Hessinnen zur Matchwinnerin. Erst bereitete sie mit einer maßgerechten Flanke den 2:2-Ausgleich von Saskia Bartusiak vor, dann erzielte sie selbst neun Minuten vor Spielende das entscheidende Tor. Ein Auftakt nach Maß für eines der größten Talente im deutschen Frauenfußball.

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2. Bayern siegt auch ohne Zehn
Kennen Sie Christina Eckmann und Magdalena Mayr? Mit diesen und weiteren Nachwuchsspielerinnen wie Carina Wenniger und Annika Doppler gewann der FC Bayern München zum Saisonauftakt souverän mit 3:0 gegen die SG Essen-Schönebeck. Bayern-Trainer Günther Wörle musste gleich auf zehn Spielerinnen verzichten – Nina Aigner, Sylvie Banecki, Isabell Bachor, Stefanie Mirlach, Corinna Paukner, Ivana Rudelic, Viktoria Schnaderbeck, Katharina Würmseer, Vanessa Bürki, und Carolina Pini, die auf Krücken und mit Verdacht auf Bänderriss den Sieg ihres Teams verfolgte.

3. Europameisterinnen in Topform
Keine Spur von Müdigkeit: Die frisch gebackenen Frauenfußball-Europameisterinnen präsentierten sich zum Saisonauftakt in Torlaune. Beim 4:1-Sieg des FCR 2001 Duisburg gegen den Hamburger SV waren fünf Europameisterinnen für die Tore zuständig: Kim Kulig, Simone Laudehr, Annike Krahn und Inka Grings (2). Dazu trafen Birgit Prinz und Saskia Bartusiak für den 1. FFC Frankfurt, Anja Mittag und Babett Peter für den 1. FFC Turbine Potsdam, Melanie Behringer für den FC Bayern München und Célia Okoyino da Mbabi für den SC 07 Bad Neuenahr. 11 von 19 Toren gingen am ersten Spieltag somit auf das Konto der Europameisterinnen.

4. Doppelpacks
Ein Tor zu schießen ist schön, zwei Tore zu schießen ist besser: Wegen einer bei der EM erlittene Knieverletzung schien den Einsatz von Inka Grings beim Bundesligaauftakt lange Zeit gefährdet. Doch die Torschützenkönigin der vergangenen Saison biss auf die Zähne und tat das, was sie am besten kann. Tore schießen. Binnen zwei Minuten erzielte sie zwei Tore beim 4:1 gegen den HSV. Da wollte Wolfsburgs Shelley Thompson in nichts nachstehen. Erst vernaschte sie Gina Lewandowski, um den Ball dann perfekt um Nadine Angerer ins Tor zu zirkeln, beim zweiten Treffer hatte Frankfurts Neuzugang Sara Thunebro das Nachsehen. Doch es half nichts: Wolfsburg unterlag mit 2:3.

5. Auswärtsstärke
Der Heimvorteil erwies sich für fünf der sechs Bundesligateams am ersten Spieltag als Bumerang. Nur Vizemeister Bayern München konnte sein Heimspiel gegen die SG Essen-Schönebeck gewinnen. Für den Hamburger SV, VfL Wolfsburg, den SC Freiburg und die beiden Aufsteiger 1. FC Saarbrücken und Tennis Borussia Berlin setzte es Heimniederlagen. Die niederschmetternde Bilanz der Heimteams: Sechs Spiele, fünf Niederlagen, ein Sieg und 6:13-Tore.

Flop 5

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1. Schwere Verletzungen
Für Ally Krieger vom 1. FFC Frankfurt kam es knüppeldick. Nachdem sie weite Teile der vergangenen Saison mit einem Fußbruch pausieren musste und sich gerade wieder heran gekämpft hatte, zog sie sich in Wolfsburg die gleiche Verletzung erneut zu. Meister 1. FFC Turbine Potsdam freute sich mit einer sicheren 3:0-Führung im Rücken in Saarbrücken bereits über einen gelungenen Saisonauftakt, doch dann prallte Torhüterin Desirée Schumann unglücklich mit Saarbrückens Maike Trach zusammen. Schumann wurde im Gesicht getroffen und ging bewusstlos zu Boden. Nach mehrminütiger Behandlung kam sie wieder zu sich und wurde umgehend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Und in München wurde Melanie Behringer zur tragischen Heldin. Erst schoss sie per Foulelfmeter den ersten Treffer der neuen Saison, nach 16 Minuten musste sie vom Feld, weil eine alte Fersenverletzung wieder aufbrach. Eine längere Pause droht. Womensoccer wünscht allen Spielerinnen gute Besserung.

2. Carina Chojnacki sieht rot
Wegen Meckerns sah Essens Abwehrspielerin Carina Chojnacki von Schiedsrichterin Anja Kunick in der zweiten Halbzeit die Gelbe Karte, doch die 27-Jährige hatte ihre Emotionen nicht im Griff. Denn 60 Sekunden später meckerte sie erneut und Kunick griff erneut zum Karton – Gelb-Rote Karte. Trainer Ralf Agolli verschaffte seinem Unmut über die Unbeherrschtheit seines Schützlings deutlich Luft, Bayern Münchens Tanja Wörle und Nicole Banecki bedankten sich für die Schützenhilfe mit den Treffern zum 2:0 und 3:0.

3. Das Frankfurt-Trauma der Wölfinnen
Knapp vorbei ist auch daneben – für den VfL Wolfsburg und Trainer Ralf Kellermann gab es gegen den 1. FFC Frankfurt ein Déjà-vu der unangenehmen Art. In der vergangenen Saison führten die Niedersachsen gegen Frankfurt mit 2:0, am Ende gingen sie mit 2:3 als Verlierer vom Platz. Und auch diesmal gelang es den Gastgeberinnen nicht, eine Führung über die Zeit zu bringen.  Aus einer 2:1-Führung wurde am Ende erneut eine 2:3-Niederlage. Zumindest die Zuschauerzahl stimmte: 2 500.

4. Minuskulisse
Stell Dir vor, es ist Bundesliga, und keiner geht hin – ins Mommsenstadion von Berlin verirrten sich am Sonntagnachmittag zum Heimspieldebüt von Aufsteiger Tennis Borussia Berlin nach langjähriger Erstligaabstinenz gerade einmal 160 Zuschauer. Dabei gab es auf dem Platz in Célia Okoyino da Mbabi eine echte Europameisterin zu bewundern.  Die Berliner hatten für ihre Freizeitgestaltung an diesem Nachmittag offenbar andere Pläne, TeBe verlor mit 0:2.

5. Falsche Torschützinnen
Mit einem Liveticker versucht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Woche für Woche die Frauenfußball-Fans über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden zu halten. Musste man sich in der Vergangenheit bereits häufiger über falsche Ergebnisse, Torschützinnen  oder Aufstellungen ärgern, begann auch die neue Saison mit einigen Fauxpas. So wurde aus Freiburg zunächst Sylvie Arnold als Torschützin vermeldet, um den Treffer später Yvonne Hartmann zuzuschreiben. Und auch von Dzsenifer Marozsans Treffern schienen die Übermittler der Daten in Wolfsburg nichts mitbekommen zu haben. Dort hatte man zunächst Karolin Thomas als Torschützin identizifiert. Womensoccer fragt: Geht das nicht besser?

Was hat Euch am meisten beeindruckt, gefreut, geärgert oder gewundert?

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

43 Kommentare »

  • Traumfee99 sagt:

    Mit hat es diesmal verwundert, dass der Trainer Agolli so unbeherrscht reagiert hat und bei der Co-Trainerin (oder Betreuerin) war es genauso, dabei haben die Schiedsrichterinnen eine gute Leistsung gezeigt.

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  • eisbär sagt:

    Mich hat es verwundert, dass Maroszan als 1. genannt wurde. Nicht das sie es nicht verdient hätte, ich habe mich deshalb gewundert, weil ich bis gerade nicht mal wusste, dass sie überhaupt gespielt hat. Habe gestern auf dem Live-Ticker vom DFB die Spiele verfolgt und nichts von Maroszan gelesen. Also dickes Minus für den Liveticker vom DFB. Schade, dass man sich darauf nicht verlassen kann. 🙁

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  • Jarmusch sagt:

    Eine Anmerkung zum DFB-Live-Ticker:
    Ich denke hier tut man dem DFB ausnahmsweise mal unrecht. So wie ich das in Leverkusen am Rande einer Zweitligapartie mal beobachtet habe werden alle Facts (Torschützen, Einwechslungen, Karten, Zuschauerzahlen) via Mobiltelefon von einem Beauftragten am Spielfeldrand (wohl ein Funktionsträger des Heimvereins) gemeldet und dann vermutlich von einem DFB-Mitarbeiter zentral in den Live-Ticker des DFB eingepflegt.
    Schnelligkeit und somit Aktualität sind sicher das wichtigste Kriterium bei einem Ticker. Und da werden im Eifer des Gefechts sicher auch mal falsche Infos weitergegeben, aber ich denke die Fehler entstehen an der Quelle und nicht beim DFB.

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  • Jarmusch sagt:

    Markus Juchem schrieb: ‚Stell Dir vor, es ist Bundesliga, und keiner geht hin – ins Mommsenstadion von Berlin verirrten sich am Sonntagnachmittag zum Heimspieldebüt von Aufsteiger Tennis Borussia Berlin nach langjähriger Erstligaabstinenz gerade einmal 160 Zuschauer. Dabei gab es auf dem Platz in Célia Okoyino da Mbabi eine echte Europameisterin zu bewundern. Die Berliner hatten für ihre Freizeitgestaltung an diesem Nachmittag offenbar andere Pläne, TeBe verlor mit 0:2.‘

    Wenn man bedenkt, dass an jenem Sonntag um 16:00 Uhr der Handball-Zweitligist BVB Füchse Berlin (Gruppe Nord Frauen) mehr als doppelt so viele Zuschauer, nämlich 400, mobilisieren konnte, muss die Frage nach dem Warum schon erlaubt sein.
    Hoffentlich nutzt TeBe die 180.000 € vom DFB um das Produkt Erstligafußball mit TeBe bei der Bevölkerung interessanter zu machen.

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  • Cookie sagt:

    Wenn die Anstoßzeiten mal überdacht würden, würde sich das vielleicht auch auf die Zuschauerbeteiligung auswirken… Sonntags haben nun mal die meisten, die auch Fußball spielen, keine Zeit, sich noch ein Spiel anzusehen.

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  • GrisSouris sagt:

    Seit Stunden suche ich auf der Seite von Turbine Potsdam vergeblich nach einem Hinweis, wie es der verletzten Torhüterin Desirée Schumann geht…

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  • GrisSouris sagt:

    Das hat sich wohl zeitlich überschnitten…
    Ganz herzliche Genesungswünsche für Desirée Schumann!

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  • Dirk sagt:

    Desi hatte Glück im Unglück, ist nur eine leichte Gehirnerschütterung und eine Platzwunde am Kinn…

    Hier wird es noch weitere Untersuchungen geben, um alles Risiken komplett auszuschliessen…

    Puh, Schwein gehabt…

    Alles Gute, Desi!!!

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  • Dirk sagt:

    das „Alles Gute“ gilt natürlich auch allen anderen verletzten Mädels!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Jarmusch: Die Kritik richtete sich ja nicht an den DFB, sondern an die Vereine, die offenbar nicht in der Lage sind, dem DFB korrekte Daten zu übermitteln.

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  • Jarmusch sagt:

    @Markus Juchem

    Alles klar.

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  • mrx sagt:

    Aber – egal wo und wie stark Kritik am Liveticker aufkam – war der DFB immer (!) der Sündenbock. Die Handhabe ist zwar laut Liveticker-Copyright an den sid vergeben, aber in Wirklichkeit pflegt die MSPW aus Gelsenkirchen (als Sub-Unternehmer?) die Daten ein.

    Um eine höhere Qualität des Livetickers zu gewährleisten, muss man als Heimverein anfangen und auch notfalls mit den Auswärtsteam zusammenarbeiten oder zu Rate ziehen. Aus eigener Erfahrung von der letzten Saison kann ich sagen, dies hat besonders in Frankfurt und Wattenscheid ausgesprochen gut geklappt.

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  • Ralf sagt:

    @ mrx

    Is‘ scho recht! Mir han’s verstanden! 😉

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  • mrx sagt:

    Wenn man die Fanszene beobachtet, könnte man anders darüber denken. Aber vielleicht lehrt uns die Zukunft etwas mehr Expertise, auch auf diesem Gebiet.

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  • Ralf sagt:

    ‚Schmetterlinge‘ sollten zuerst um die eigene Milch herumflattern – und aufpassen, dass sie nicht sauer wird! 🙂

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  • mrx sagt:

    Die Milch macht’s. Wart’s ab.

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  • Ralf sagt:

    Jo mei! Schau’n mer mal!?

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  • Stefan sagt:

    Thema ist Tops und Flops.

    Megaflop: Keine Minute im öffentlich rechtlichen TV. Die Liga ist gespickt mit Weltmeisterinnen und Europameisterinnen aber Spiele des ersten Spieltages zu zeigen lohnt sich offenbar nicht. Peinlich für ARD und ZDF.

    MEGATOP: Für mich das größte Talent weltweit. (Leider spielt sie nicht für Duisburg). Wegen ihr wird Frankfurt diese Saison Meister. 2011 wird sie Weltmeisterin. Mein Respekt an Jenny Maroszan !

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  • Ralf sagt:

    @Stefan

    Im „erweiterten“ Sinne sind wir schon beim Thema. 🙂 & 😉

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  • blickit sagt:

    Ich finde Kim Kulig ist einfach ein Wahnsinnstalent

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  • Dirk sagt:

    @Stefan

    lasssen wir die Mädels doch erst mal etwas Fussball spielen, bevor wir sie zu deutschen Meistern und Weltmeistern machen 🙂

    Ich glaube nicht, dass bei der Masse an Qualität, die die Bundesliga mittlerweile hat, eine einzige Spielerin eine Meisterschaft alleine entscheiden kann…

    Hoffen wir erst einmal, dass sie gesund bleibt und beweisen kann, dass sie konstant auf einem hohen Niveau spielen kann.

    Jahrhunderttalente gab es schon viele in Fussballdeutschland…

    Wir gönnen es ihr, sollten aber den Ball erst einmal etwas flacher halten…

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  • Dirk sagt:

    @all

    Mir liegt es fern, hier den DFB oder das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Schutz zu nehmen.

    Aber eine Liga, die es, trotz zahlloser Welt- und Europameisterinnen nicht schafft, in ihrer Gesamtheit mehr als 6000 Zuschauer in die Stadien zu locken, und das gefühlte 10 Tage nach diesem Wahnsinns EM Finale, ist leider ein deutlicher Beweis dafür, wie wenig Interesse an unserer Lieblingssportart besteht.

    Da kann man schon verstehen, dass für eine absolute Minderheiten Sportart keine Sendezeit vergeben wird…

    Da sehe ich die Pflicht eher bei den Privaten. Aber die zeigen lieber Ultimate Fighting, Dart-WM, Pokern oder Strippoker ab Mitternacht…

    Soviel zum Thema „Deutsches Sport Fernsehen“!!!

    Der Sport muss sich entwickeln und eine breitere Masse ansprechen, dann kommt das Medieninteresse von alleine.

    Ich denke, es gibt Sportarten, die weitaus mehr Menschen mobilisieren, in die Stadien zu gehen, die ebenfalls nicht in den Genuss öffentlich-rechtlicher TV Bilder kommen…

    Solange mehr Menschen das Training des FC Bayern oder von Schalke 04 besuchen, als ein Spitzenspiel der 1 Frauen Bundesliga, gibt es noch eine Menge zu tun…

    Aber auch das ist nur meine ganz bescheidene Meinung…:-)

    Dirk

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  • Ulf sagt:

    Da muß sich der Frauenfußball mal an die eigene Nase fassen mit den angeblich über 1 Mio. Spielerinnen:
    selbst in Randsportarten ohne Fernsehpräsenz (außer MDR) wie Handball und Volleyball gibt es bessere Besucherzahlen: so hat die 1.Volleyballbundesliga der Frauen in der letzten Saison einen Schnitt von 967 Zuschauern gehabt, der aktuelle Schnitt in der 1.Handballbundesliga der Frauen liegt bei 954 Besuchern. Vielleicht sollten die Fußballerinnen auch in der Halle spielen…es liegt vielleicht am Regen. Und weder im Handball noch im Volleyball sind die deutschen Frauen Europa- oder gar Weltmeister.
    Der DFB schrieb in den News gestern „Treffsichere EM-Heldinnen und gut gefüllt Zuschauerränge“, und das bei 963 Besuchern im Schnitt am 1. Spieltag direkt nach dem EM-Gewinn.

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  • Dirk sagt:

    es ist ganz interessant und kam mir gerade in den Sinn, als ich die 1 Mio Spielerinnen beim Ulf gelesen habe…

    Ich kenne keinen aktiven Fussballer (bei den Herren), der sich nicht für die Bundesliga interessiert und auch dort ab und zu ins Stadion geht. Ich kenne aber eine ganze Reihe Fussballerinnen, denen die Frauen Bundesliga und auch die Männerbundesliga total egal sind.
    Frei nach dem Motto: selber spielen ist cool, der Rest ist mir aber total egal…

    Doch ein geschlechterspezifischer Unterschied?

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  • Dirk sagt:

    @Ulf

    nicht über die Aussage des DFBb bezüglich der Zuschauerzahlen wundern. Dort schaut man doch immer nur nach dem Frankfurt Spiel, und das war ganz gut besucht 🙂

    Kleiner Spaß 🙂

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  • schmiddi sagt:

    @ Stefan

    Ich muß hier Dirk uneingeschränkt recht geben!

    Mir fallen auf Anhieb rund ein Dutzend Spielerinnen in der Liga ein, die sicherlich in diesem Alter bereits die selben Qualitäten mitbringen!

    Unterschied: Die einen werden gnadenlos gehyped, die anderen verrichten ihre „Pflicht“ mit stillschweigender Selbstverständlichkeit!

    Zweifel? Besorg dir einfach mal ein paar Statistikwerte (Einsätze, Spielzeiten, Tore…). Ich empfehle da:http://www.soccermagazin.de/index.php

    Und die nächste ist dann Malinowski! Sie wurde in einem Forum schon als „torgefährlichste Mittelfeldspielerin Europas tituliert 😉

    Schauen wir mal, wen Hr.Peter als nächstes auf die „10“ stellt. Auch diese Spielerin wird dann wieder zu Lebzeiten in den Olymp gelobt.

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  • Detlef sagt:

    FLOP,
    Als MEGAFLOP würde ich die Entlassung des TeBe-Urgesteins Gaby Wahnschaffe bezeichnen!!! Sollte der senile Vorstand des Fördervereins wirklich damit durchkommen, dürfte sich das Thema FF bei den Borussinnen bald erledigt haben!!!
    So ganz möchte ich ARD und ZDF nicht aus der Verantwortung lassen!!! Sie haben ja das Übertragungsmonopol, was es für private Sender sehr schwer macht, Berichte zu senden!!!
    Im Gegensatz zu Handball (kommt zumindest bei den Herren immer mehr), und Volleyball, ist Fußball der Massensport schlechthim in Deutschland!!!
    Und da ist es so kurz vor der WM im eigenen Land fast eine Pflicht, etwas mehr FF im TV zu zeigen!!!
    Die Sendung Sportplatz im RBB, dauerte 45 min!!! Davon war der Beitrag über TURBINE gerade einmal handgestoppte 38 Sekunden lang!!! Das dafür überhaupt ein Kamerateam losgezogen ist, nenne ich Verschwendung von Gebührengeldern!!! Aber es war ja viel interessanter, die Loser von Hertha und Energie fast 40 min mit Interviews zu quälen!!!
    Gleich drei, zum Teil schwer verletzte Spielerinnen in einer Begegnung, dass erlebt man sehr selten im FF!!! Dabei war das Spiel FCS gegen TURBINE nicht mal übermäßig hart!!! Dazu kommen noch Pechvogel Ali Krieger (erinnert schmerzlich an das Schicksal von unserer ESSI SAINIO), und wieder eine Verletzte bei den Bayern-Ladies, MelB wird dort sehr schwer zu ersetzen sein!!!
    TOP,
    Jenas Sieg in Freiburg, ist sowohl die Fortführung der tollen Rückrunde, und sicher der Auftakt einer soliden Leistung in 2009!!!
    Der FC Saarbrücken erwies sich als durchaus erstligareif, und wird sicher einigen Abstiegskontrahenten das Leben richtig schwer machen!!!
    Wolfsburg machte ein gutes Spiel, und endlich bekommt das auch mal jemand mit!!!
    Zuschauerzahlen jenseits der tausend, sind in der Autostadt so selten wie Schnee in der Sahara!!! Da lässt der Auftakt mit sensationellen 2500 Zuschauern ja hoffen, dass sich nun öfter mal ein paar mehr Leute an den Elsterweg „verirren“!!!

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  • Detlef sagt:

    Ach so, hätte ich doch fast vergessen, (Asche auf mein Haupt)
    zu TOP,
    TURBINE POTSDAM startet mit einer soliden Leistung und 3 Punkten in die neue Saison!!! Das ist durchaus nicht selbstverständlich, denn das haben wir leider auch schon mal ganz anders gesehen!!!
    zu FLOP,
    leider scheint sich aber an den Schiedsrichterleistungen nix geändert zu haben!!!
    Frau Storch-Schäfer und ihr Assi-Team belegten mal wieder deutlich, wie weit die Leistungen der DFB-Referees ,, hinter denen der Spielerinnen hinterherhinken!!!

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  • tebe sagt:

    Hatte mir für das Spiel im Mommse auch etwas mehr Zuschauer erwartet, wobei es im Stadion deutlich voller wirkte (die meisten in unserer Gruppe schätzten auf knapp 400, aber vielleicht kamen viele von denen umsonst rein, da beispielsweise viele Jugendteams von TeBe im Stadion waren).

    Für Nichtberliner muss vielleicht noch angemerkt werden, dass die meisten S-Bahn-Linien derzeit nicht fahren und das Mommse derzeit nur sehr umständlich erreichbar ist. Hat vermutlich einige Zuschauer gekostet, wie auch die Konkurrenz durch den Marathon und die daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen.

    Als das schwerwiegendendste Problem sehe ich aber die geringe Medienresonanz. Wird über Frauenfußball generell wenig berichtet, so hat TeBe beim rbb traditionell einen besonders schweren Stand. Sowohl in dessen TV-Sendungen als auch im inforadio wurde deren Bundesliga-Premiere komplett unterschlagen – im Gegensatz zum Spiel von Turbine. Nun kann man hier noch damit argumentieren, dass Turbine eine andere Hausnummer ist, jedoch war es sogar in der abgelaufenen Zweitligaspielzeit so, dass die Ergebnisse von Union im Sportteil von inforadio erwähnt wurden, von TeBe aber nicht. TeBe kann sicher noch einiges tun, um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern, da liegt derzeit vieles im Argen. Aber bei gewissen Redaktionen in ihrer derzeitigen Zusammensetzung wird man nur schwer ein Bein auf den Boden bekommen, die warten wohl eher darauf, dass Lübars (Hertha) aufsteigt.

    Aber naja, momentan gibt es drängendere Fragen bei TeBe…

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Wir haben ja die Diskussion schon häufiger geführt in der Vergangenheit. Wie gesagt, nicht der Fußball ist Massensport in Deutschland, sondern der Männerfußball. Ich finde, Dirk hat den Nagel schon auf den Kopf getroffen: „Aber eine Liga, die es, trotz zahlloser Welt- und Europameisterinnen nicht schafft, in ihrer Gesamtheit mehr als 6000 Zuschauer in die Stadien zu locken, und das gefühlte 10 Tage nach diesem Wahnsinns EM Finale, ist leider ein deutlicher Beweis dafür, wie wenig Interesse an unserer Lieblingssportart besteht.“

    Der Markt funktioniert nun einmal so, dass das öffentliche Interesse die Voraussetzung für Medienberichterstattung ist, nicht umgekehrt. Daran gemessen ist der FF in den Medien gut repräsentiert.

    Jenas Auswärtssieg ist sicherlich ein Top, mit der kleinen Einschränkung, dass Freiburg ohne seine Schweizer Nationalspielerinnen auskommen musste, das war sicherlich ein Handicap, ohne Jenas Sieg schmälern zu wollen.

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  • Frank sagt:

    Bei den Zuschauerzahlen muß man aber auch bedenken, daß die Teams, die in den letzten Jahren gut besucht waren alle auswärts ran mußten am 1. Spieltag.

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  • hilene sagt:

    Ein Flop ist übrigens auch, wenn der DFB in seiner Berichterstattung von „gut gefüllten Zuschauerrängen“ schreibt, während in Berlin Aufsteiger Tebe mit 160 Zuschauern die Minus-Rekordkulisse der Liga geknackt hat.

    Der DFB sollte endlich aufhören, immer alles schönzuschreiben, dann könnte man die Texte auf deren Seite auch endlich mal ernst nehmen.

    Dirk schrieb: „Aber eine Liga, die es, trotz zahlloser Welt- und Europameisterinnen nicht schafft, in ihrer Gesamtheit mehr als 6000 Zuschauer in die Stadien zu locken, und das gefühlte 10 Tage nach diesem Wahnsinns EM Finale, ist leider ein deutlicher Beweis dafür, wie wenig Interesse an unserer Lieblingssportart besteht.“

    Dem ist leider kaum etwas hinzuzufügen. Hier muss sich noch viel tun.

    Ich bin gespannt, wie die Zuschauerzahlen am kommenden Sonntag aussehen, wenn Frankfurt, Duisburg und Potsdam zu Hause spielen.

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Da sind wir halt unterschiedlicher Meinung, was das Verhältnis der Medien zum FF angeht!!! Vor allem was die ÖR-Monopolanstalten betrifft!!!
    @hilene,
    Das Schöngerede vom DFB, ist für mich mittlerweile nur noch Galgenhumor!!! Einige Mitarbeiter meinen wohl, dass sie nur mit rosaroter Berichterstattung ihren Job auf Dauer sichern können!!!

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  • Marcel sagt:

    Zu den Zuschauerzahlen: jetzt mal ehrlich hat wirklich jemand geglaubt das der EM-Sieg daran was ändert ? Seit 2003 oder spätestens 2007 sollte man doch wissen das sowas marginal Einfluss hat auf die Liga ,die sollte endlich mal anfangen sich selbst zu verkaufen statt sich auf die Natio und die WM2011 zu verlassen.

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  • Detlef sagt:

    @Marcel,
    Eine nette Idee, die Liga soll sich selbst vermarkten!!!
    Zunächst müßte sich mal eine Frauenligavereinigung gründen!!!
    Dafür braucht sie aber Geld, um Werbung zu schalten, Merchandising zu betreiben, usw!!!
    Dafür braucht es einige Sponsoren, die ihr Engagement, zumindest anfangs noch kaum vergolten bekommen!!!
    Hierzu müßte auf alle Sponsoren der FF-Klubs zurückgegriffen werden, plus eines gehörigen Bonusbetrages des DFB, um die Kosten stemmen zu können!!!
    Die Idee ist aber wohl nur eine Seifenblase, dazu fehlt einfach der gute Wille!!!

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  • Marcel sagt:

    @Detlef

    So hab ich das eigentlich nicht gemeint ich find nur Vereinsfussball und Nationalmannschaft sind zweierlei paar Schuh.
    Die Vereine sind selber gefordert wenn sie mehr Zuschauer haben wollen, wie sagt man ja auch so schön man ist seines Glückes eigener Schmied und darf sich da nicht auf Verbände oder spekulative Wirkungen eines Grossereignisses verlassen.Die können höchstens die Rahmenbedingungen verbessern aber das bringt ja nur was wenn man auch weiss wie man das für sich nutzen kann und da haperts wohl bei den meisten Vereinen.

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  • Jarmusch sagt:

    Markus Juchem schrieb: ‚3. Europameisterinnen in Topform
    Keine Spur von Müdigkeit: Die frisch gebackenen Frauenfußball-Europameisterinnen präsentierten sich zum Saisonauftakt in Torlaune. Dazu trafen…..Célia Okoyino da Mbabi für den SC 07 Bad Neuenahr.‘

    Zum Thema Müdigkeit: Celia Okoyino da Mbabi zieht gegen 1 Uhr nachts im Aktuellen Sportstudio (gerade einmal 13 Stunden vor dem wichtigen Spiel ihres Vereins Bad Neuenahr gegen Wolfsburg) die Lose zum DFB-Pokal-Achtelfinale der Herren.
    Professionalität sieht für mich anders aus.

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  • eisbär sagt:

    Scheint ihr nicht geschadet zu haben, hat immerhin den Siegtreffer erzielt (wenn der DFB-Ticker stimmt) 😉

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  • Jarmusch sagt:

    Hehe…hab‘ ich auch gedacht.
    Vielleicht hat sie ihr schlechtes Torwandschießen (0 Treffer) im Aktuellen-Sportstudio zusätzlich motiviert, oder die 4 Treffer von Oliver Bierhoff haben sie angespornt.

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  • Ralf sagt:

    Ja, sowas nennt man unheimlich ausgeschlafen, ’s Maidli! 🙂
    In der Schwyz tät mer sage: „Tip Top Parat! Oder!?

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  • Ralf sagt:

    Eines der Probleme ist, daß der DFB weiterhin seine Basisarbeit vernachlässigt. Wieso haben wir in Hessen immer noch keine Verbandsliga bei den B-Juniorinnen zwischen Hessenliga und Gruppenliga ? Das Fundament muß stimmen. Mannschaften, die aus der Hessenliga absteigen, sind i.d.R. absolut unterfordert in der Gruppenliga. Davon haben die Talente nichts. Wenn wir mehr Mannschaften haben, die lokal eine gute Rolle spielen, kommen auch automatisch mehr Zuschauer, das wirkt sich auch auf die oberen Ligen aus, da die besten Talente in diesen Teams spielen und früher oder später aus diesen Teams zu den Topvereinen gehen. Aber 6000 im Schnitt in der Bundesliga zu erreichen, ist schwer. Zu den Zeiten der 70er hatten wir nicht das breite Freizeitangebot wie heute, und die Konkurrenz ist groß. Zudem kann man sich nicht mit der Popularität und Tradition des Männerfussballs vergleichen. Lange waren auch in der Gesellschaft große Vorbehalte gegen Frauen- und Mädchenfussball. Für mich nie nachvollziehbar, da Frauen und Mädchen auch sehr gut fussballspielen können und Mädchen sich auch erfolgreich in Jungenteams auf Gruppen- oder Verbandsebene durchsetzen und Führungsspielerinnen sind. Das kann man mir sicherlich vielfach bestätigen.
    Männerhandball ist neben Fußball auch ein Zuschauermagnet. Es ist und bliebt schwer, auf eine hohe Zuschauernachfrage in der Bundesliga zu kommen, aber wenn man bedenkt, wie verwaist die Plätze noch Anfang der 90er Jahre waren, hat sich doch schon viel getan. Es ist einfach so, daß sich die meisten Fussballhänger des Männerfussballs nicht für Frauen- und Mädchenfussball begeistern können und/oder wollen. Es ist schade, doch es ist fakt. Es wird viel gemacht im Vorfeld der WM 2011, doch in einem Land, in dem der Männerfussball diese immense Tradition hat und auch lange mit Händen und Klauen verteidigt wurde, selbst vom DFB selbst, der Frauenfußball bis 1970 sogar offiziell verboten hat, ist man doch in den letzten 20 Jahren, seit dem ersten Gewinn der Europameisterschaft, je nach Standpunkt relativ weit gekommen.

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  • Ralf sagt:

    Noch’n Ralf??? 😉 Wie unheimlich!!!

    Jetzt müssen wir aber aufpassen, dass wir zwei Beide argumentationstechnisch NICHT verwechselt werden!

    @Markus

    It’s your part!

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  • Ralf sagt:

    Hey, FCRler, – hier werden Fans ‚gedraftet‘! 🙂
    Hat was von Kim-Kulig-Show; mit grenzwertigem Verhalten abwerben! … tzz, tzz, tzz!
    Das funktioniert so nicht … hihihi! Nüüt mit mir!

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