Mit Krafttraining zu mehr Explosivität

Von am 18. September 2009 – 11.35 Uhr

Um ein guter Fußballer zu sein, braucht man heutzutage viele Fähigkeiten: unter anderem Technik, Übersicht, Robustheit und – nicht zu vergessen – Explosivität. Doch wie wird man schnell? Sind es allein die Gene, oder würde eine simple Trainingsumstellung schon sichtbare Erfolge bringen?

na_alleswas_dunkel_200x62Das müssen Zeiten gewesen sein, als man im Fußball als behäbiger Stehgeiger allein mit ein bisschen Esprit im Fuß noch etwas ausrichten konnte. Doch spätestens seit ballorientiertes Verschieben im internationalen Spitzenfußball Einzug gehalten hat, machen andere Attribute einen guten Fußballer aus: Laufbereitschaft und Explosivität sind mittlerweile gefordert. Während Ersteres vorwiegend eine Frage der Einstellung ist, müssen die meisten Kicker an der Explosivität lange und gezielt arbeiten. Norwegische Wissenschaftler haben nun in einer Studie nachgewiesen, wie es schneller gehen könnte.

Studie: Krafttraining macht Fußballern Beine
In einer im Jahre 2008 durchgeführten Studie ging es darum herauszufinden, welche Trainingsform für die Schnell- und Sprungkraftentwicklung bei Fußballern effektiver ist: kombiniertes Kraft- und Plyometrietraining oder ausschließliches Krafttraining als Ergänzung zum „normalen“ Training. Hierzu teilten die Wissenschaftler ihre kickenden Probanden in drei Gruppen ein: eine Kontrollgruppe, die wöchentlich sechs Einheiten mit Ball bestritten, sowie zwei weitere Gruppen, die darüber hinaus noch Kraft- bzw. kombiniertes Kraft- und Plyometrietraining absolvierten.

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Das Resultat: Sowohl die Krafttrainings- als auch die Kombi-Gruppe machte deutliche Fortschritte in ihrer Sprint- und Sprungfähigkeit – allerdings, ohne dass zwischen diesen beiden Gruppen ein signifikanter Unterschied auszumachen wäre. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, bei der nur das runde Leder im Vordergrund stand, waren die Unterschiede jedoch eklatant.

Erkenntnis: Krafttraining jeder Art bringt Fortschritte

Festzuhalten ist, dass es für einen Trainer keine Rolle spielt, ob er ergänzend auf reines Krafttraining setzt oder seine Spieler zusätzlich mit plyometrischen Elementen bedenkt: Schnelligkeit und Sprungkraft lassen sich allein durch herkömmliches (Ball-)Training kaum verbessern.

Marco Heibel
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