Gehörlosen-Nationalelf holt Silber bei Deaflympics

Von am 15. September 2009 – 19.10 Uhr

Die Gehörlosen-Frauenfußball-Nationalmannschaft hat bei den Deaflympics 2009 in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh die Silbermedaille geholt. Im Endspiel musste man sich deutlich den USA geschlagen geben.

Trotz der 0:4-Niederlage gegen die Amerikanerinnen kann die DFB-Auswahl nach ihrer ersten Teilnahme hoch zufrieden die Heimreise antreten, hatte man doch im Halbfinale Russland nach einem 0:3-Rückstand noch mit 4:3 bezwungen.

Déjà-vu
Bereits im ersten Gruppenspiel hatte man bei starkem Regen gegen die US-Auswahl ebenfalls mit 0:4 verloren und somit die höchste Niederlage in der zweijährigen Geschichte seit Bestehen der Nationalelf kassiert.

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Im zweiten Aufeinandertreffen hielt die DFB-Auswahl bis zur 63. Minute ein 0:0, doch Mittelfeldspielerin Liza Offreda brach mit einem Heber den Bann. Die taktische Umstellung von einem 4-5-1 auf ein 3-5-2 in der zweiten Halbzeit sollte weitere Früchte tragen.

15-Jährige sorgt für Entscheidung
Der Druck der Amerikanerinnen wurde mit der Führung im Rücken immer größer, Stürmerin Felicia Schroeder erhöhte in der 76. Minute aus dem Getümmel auf 2:0. Die erst 15-jährige Katie Ward sorgte in der 82. Minute mit einem 35-Meter-Schuss für die Entscheidung, Schroeder stellte mit ihrem zweiten Treffer, dem achten im Turnier, per Kopf den Endstand her (86.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.