Deutschland – Norwegen: die Spielerinnen in der Einzelkritik

Von am 8. September 2009 – 8.30 Uhr 30 Kommentare

Dank eines 3:1-Siegs gegen Norwegen hat die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Finnland am Donnerstag gegen England die Chance, zum fünften Mal in Folge den Titel zu holen. Womensoccer unterzieht die Spielerinnen einer individuellen Bewertung.

Nadine Angerer
Beim Gegentor sah die deutsche Torhüterin nicht gut aus, wurde aber von einer norwegischen Spielerin beim Versuch den Ball weg zu fausten geschickt geblockt. Wirkte nicht immer sicher, etwa bei einigen Standardsituationen, rettete in der zweiten Halbzeit aber erneut glänzend wie schon im Auftaktspiel bei einem Schuss von Cecilie Pedersen.

Note: 2,5

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Bianca Schmidt
Die junge Verteidigerin aus Potsdam, im bisherigen Turnierverlauf eine der Stützen im Team, erwischte keinen guten Tag. Mit häufigen Fehlpässen und nervösem Spiel war sie ein steter Unsicherheitsfaktor in der DFB-Elf, Bundestrainerin Silvia Neid nahm sie in der Pause zu Recht vom Platz.

Note: 5

Annike Krahn
Vor dem Spiel hatte die Duisburgerin betont, mit der durch die Verletzung von Ariane Hingst gestiegenen Verantwortung gut umgehen zu können, was sie auf dem Platz dann eindrucksvoll bestätigte. Umsichtig dirigierte sie ihre Abwehr und ließ bei ihrem bisher stärksten Turnierspiel nur wenig anbrennen und war meist zur Stelle, wenn es brenzlig wurde.

Note: 1,5

Saskia Bartusiak
Für manche Beobachter überraschend nahm Saskia Bartusiak anstelle von Sonja Fuss die Position von Hingst in der Innenverteidigung ein. Und die Frankfurterin machte ihren Job an der Seite von Krahn gut. Im Aufbauspiel fehlt es ihr aber noch gelegentlich am Blick für die besser postierten Mitspielerinnen.

Note: 2,5

Babett Peter
Die Potsdamerin Verteidigerin bot erneut eine gute Leistung. In der ersten Halbzeit gehörte sie zu den wenigen, die auch nach vorne versuchten, für Impulse zu sorgen. Über ihre Seite brannte auch in der zweiten Halbzeit bis auf seltene Ausnahmen nur wenig an.

Note: 2

Kim Kulig
In der ersten Halbzeit schien Kim Kulig wie auch der Rest des Teams nicht richtig ins Spiel zu finden, auch wenn sie bemüht war, mit ihrer Athletik und ihrem Kopfballspiel Präsenz zu zeigen. Durch die Umstellungen der zweiten Halbzeit fand auch sie besser in die Partie, insgesamt aber war sie unauffälliger als in den Spielen zuvor.

Note: 3,5

Linda Bresonik
Bis zur ihrer verletzungsbedingten Auswechslung kurz vor der Pause konnte auch Linda Bresonik nicht an die Leistungen der Spiele zuvor anknüpfen. Das Passspiel war zu ungenau und behäbig, bei den Zweikämpfen war auch sie oft einen Tick zu spät. Hofft, dass sie am Donnerstag im Finale gegen England wieder spielen kann.

Note: 4

Kerstin Garefrekes
Von den gefürchteten Vorstößen früherer Tage war von der Frankfurter Mittelfeldspielerin auch diesmal zunächst nur wenig zu sehen. In der zweiten Halbzeit wurde sie auf die ungewohnte rechte Außenverteidigerinnenposition zurückgezogen und überraschend schien sie sich dort sogar wohler zu fühlen. Steigerte sich dann auch im Spiel nach vorne.

Note: 3

Birgit Prinz
Zwar war der Frankfurterin erneut eine gewisse Verunsicherung anzumerken und sie traf auch diesmal trotz guter Chancen nicht ins Tor, doch vor allem in der zweiten Halbzeit war sie es, die ihr Team immer wieder mit nach vorne riss. Auch ohne Torerfolg war sie mit unermüdlichem Einsatz eine der Wegbereiterinnen dafür, dass die DFB-Elf noch ins Finale einzog.

Note: 2

Melanie Behringer
Melanie Behringer sorgte in der ersten Halbzeit mit einer direkten Ecke auf die Latte für einen der wenigen positiven Momente, in der zweiten Halbzeit holte sie den Eckball heraus, in dessen Folge sie mit einer perfekten Flanke den Ausgleich von Simone Laudehr vorbereitete. Wirkte aber insgesamt ein wenig müde und überspielt und entwickelte weniger Druck als sonst.

Note: 3

Inka Grings
Die Duisburgerin schoss zwar an diesem Tag keine Tore, rackerte und ackerte aber gewaltig. Ende der ersten Halbzeit wäre ihr mit einer schönen Einzelleistung fast der Ausgleich gelungen. Steigerte sich zudem in der zweiten Halbzeit wie der Rest der Mannschaft, hatte gelegentlich Pech im Abschluss.

Note: 2,5

Fatmire Bajramaj
Mir ihrer Jokerrolle will sich die Potsdamerin auf Dauer nicht zufrieden geben, doch als Einwechselspielerin gelang ihr bereits ihr dritter Turniertreffer, so dass sie sogar noch EM-Torschützenkönigin werden könnte. Sorgte für Schwung nach vorne, auch wenn sie sich gelegentlich verzettelte und nicht immer ein gutes Auge bewies.

Note: 2

Simone Laudehr
Die Duisburgerin zeigte eindrucksvoll, dass sie ihre Knieverletzung aus dem Russland-Spiel vor der EM überstanden hat. Sie schoss das wichtige Tor zum 1:1 und bereitete kurz darauf das 2:1 vor und war auch sonst ein steter Unruheherd. Sie überzeugte mit klugen Pässen offensiv als auch mit aggressiver Defensivarbeit.

Note: 1

Célia Okoyino da Mbabi
Auch die Spielerin des SC 07 Bad Neuenahr gehörte in der zweiten Halbzeit zu den Gewinnerinnen. Ihr kraftvolles Kopfballtor brachte Deutschland auf die Siegerstraße, sie fand schnell Bindung zum Spiel, obwohl sie zunächst auf ungewohnter Position agierte. Auch sonst sorgte sie mit ihrer Dynamik für viel Schwung im Spiel nach vorne.

Note: 1

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • Dirk sagt:

    da sage ich jetzt mal besser nichts zu…

    *Kopfschüttel*

    Dirk

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  • Dirk sagt:

    @ Marcus

    Ich war bisher wirklich ein Freund Deiner Analysen, Kommentare und Berichte…

    Aber dieses Mal bin ich mir wirklich nicht sicher, ob wir das gleiche Spiel gesehen haben.

    Und bevor mir hier wieder jemand mit der Turbine – Nummer kommt, ich meine nicht die Bewertung von Bianca, der stimme ich voll zu und sie ist zurecht raus (obwohl, wer hätte das nach dieser ersten Halbzeit nicht verdient gehabt?)…

    Ich stelle gerade fest, dass ich besser aufhöre zu schreiben, sonst rege ich mich hier echt noch auf.

    Schau Dir doch das Spiel (besonders das Deiner zwei Heldinnen aus der Stadt am Main) bitte nochmal an…)

    Ohne Worte…

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  • Matti sagt:

    Im Großen und Ganzen einverstanden, nur Prinz finde ich mit einer 2 doch sehr viel zu gut bewertet. Von unserer einstigen Topscorerin ist im Moment nichts mehr übrig, und allmählich kann sie noch nicht mal mehr Gegnerinnen binden, weil die immer mehr die Angst vor ihr verlieren. Drang nach vorne und Bemühen alleine reicht nicht – eine beliebige Regionalligaspielerin würde sich vermutlich ebenso bemühen. War es in früheren Tagen so, dass eine mit dem Ball aufs Tor zustürmende Birgit Prinz eine fast fünfzigprozentige Torwahrscheinlichkeit bedeutete, so ist diese Wahrscheinlichkeit mittlerweile fast gegen null gesunken. Dass Birgit bei dieser EM noch nicht gescort (und dieses Jahr überhaupt erst ein einziges Tor für die Natio erzielt) hat, liegt zum Teil sicher auch daran, dass sie von Inka kaum in Szene gesetzt wird, wie gestern Mitte der 2. HZ deutlich zu sehen war, als Inka mit Gewalt in kurze Eck schießen wollte, anstatt auf die viel besser postierte Birgit zu passen. Hier sehe ich also auch ein Harmonieproblem. Doch das ist sicher nicht der einzige Grund. Gewiss, Hjelmseth ist eine klasse Torfrau, doch es gab Zeiten, da hat Birgit jede Torfrau dieser Welt ausgespielt. Aber wie sie gestern versucht hat, freistehend vor Hjelmseth zu scoren, so würde das wohl auch eine Zweit- oder Drittligaspielerin versuchen. Ihr Bemühen in Ehren, aber mehr als 3,5 für das gestrige Spiel ist von meiner Seite nicht drin.

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  • Rainer sagt:

    Ich teile die Bewertungen weitgehend. Lira Bajramaj war jedoch viel zu eigensinnig und sollte unbedingt von ihrer Trainerin darauf hingewiesen werden, dass sie einfach mal abspielen sollte. Sie wirkt zwar ungemein frisch und spritzig, aber blieb jedes Mal in der norwegischen Verteidigung hängen.

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  • Rainer sagt:

    Birgit Prinz hebt sich ihr Tor fürs Finale auf…

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  • Markus Juchem sagt:

    @Dirk: Es ist doch vollkommen ok und auch ganz normal, dass man Leistungen von Spielerinnen unterschiedlich bewertet, gewichtet und einschätzt.

    Zu den Frankfurter Spielerinnen:

    Ich weiß, manche hören das nicht so gerne und ist es in diesen Tagen schick, auf Birgit Prinz rumzuhacken. Aber ihre Leistung in der zweiten Halbzeit war außerordentlich stark, ich lasse mich da nicht wie viel andere dadurch blenden, dass sie kein Tor erzielt hat. Natürlich merkt man die Verunsicherung und die Verkrampfung, unbedingt treffen zu wollen. Doch ohne Prinz hätte Deutschland das Spiel gestern nicht gedreht, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Zu den anderen: Nadine Angerer hat sicherlich eine Teilschuld am Gegentreffer, allerdings hatte sie wenig Möglichkeiten, an den Ball zu kommen, wenn man sich nochmal die Aufzeichnung ansieht. Saskia Bartusiak hat eine ordentliche Partie gespielt, KG hat sich in der zweiten Halbzeit gesteigert.

    Dann erkläre doch einfach, welches Spiel Du gesehen hast, dann können wir weiter diskutieren!

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  • Matti sagt:

    @Rainer: Ja, ich sehe auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Birgit im Endspiel scort – weil die Engländerinnen sie wahrscheinlich kaum noch für voll nehmen werden. 😛

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  • Matti sagt:

    @Markus: Also bei mir hat das wirklich nichts mit ’schick‘ zu tun. Bis vorgestern habe ich mich jeglicher Kritik an Birgit enthalten, weil sie bei mir eben doch noch einen gewissen Bonus hatte. Doch dieser Bonus ist seit dem gestrigen Spiel einfach aufgebraucht.

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  • Dirk sagt:

    @Matti

    Danke, ich dachte schon, ich wäre komplett blind…

    Ich wollte eigentlich das Gleiche schreiben. War es am Anfang noch das „Gegner binden“, welches man als Stärke der BP ausgemacht hat, ist es nun also ihr Einsatz. Aha, ich dahcte, das könne man voraussetzen…

    Wenn hier gestern jemand Gegenspieler gebunden hat, war das Inka Grings, die zum Teil 4 Norwegerinnen auf den Füßen stehen hatte.

    Und ja, unsere Gegner schauen sich unsere Spiele an und stellen offensichtlich fest, dass BP nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Da ist jeglicher Respekt verloren gegangen. Und das nur zurecht.

    Was ist so schlimm daran, zu erkennen, das eine große Karriere zu Ende geht? Sie ist nicht mehr, was sie mal war. Ich fand es gestern zum Teil grottig und einer BP nicht mehr würdig. Fehlpässe am Laufenden Band, kaum mal ein gewonnener Zweikampf, stümperhafter Abschluss. Aber stimmt, sie hat gekämpft, das ist ja mal was… Reicht offensichtich für verklärte Blicke einiger Weniger, die mittlereile krampfhaft versuchen, ihrem Spiel was positives abzugewinnen…

    Viel Spaß bei der Denkmalpflege…

    Noch was zum Thema Harmonieproblem. Vielleicht haben auch ihre Mitspielerinnen schon gemerkt, dass BP an Qualität verloren hat und das Vertrauen in sie abhanden kommt…?

    Aber Frau Neid wird weiterhin weiter auf sie setzen…

    Das hat ja schon fast fanatische Züge, mit aller Macht durchzuprügeln, eine BP zu stützen…

    Wie schon gesagt, ihc wüsste gerne, welchen Spiessrutenlauf Herr Löw mitmachen müsste, würde er sich ähnlich verhalten. Mario Gomez lässt grüßen, allerdings ist der 23 und steht am Anfang einer großen Karriere…

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  • Dirk sagt:

    @Marcus

    „ohne Prinz hätten wir das Spiel nicht gedreht“? Meine Erklärung zum Spiel habe ich gerade zeitgleich mit Dir geschrieben…

    Ich schätze Dich sehr, lieber Marcus, obwohl ich Dich ja gar nicht kenne. Aber jetzt machst Du Dich gerade wirklich unglaubwürdig.

    Sei Dir sicher, ob sie trifft oder nicht, hat mit meiner persönlichen Bewertung gar nichts zu tun. Da habe ich glaube ich, nach langer Zeit im bezahlten Männerfussball, genug „Kompetenz“ um einen Spieler nicht nur danach zu bewerten.

    Aber sie war grottig gestern, wie schon im gesamten Velauf der EM (der Saison?) Und da gab es gestern genügend andere, die das Spiel gedreht haben, BP gehört da leider nicht zu.

    Wie gesagt, ich schätze Dich für Deine Kmpetenz, aber schau es Dir nochmal an, nimm die BP Brille ab und ich bin mir sicher, dass Du vieles anders sehen wirst 🙂

    Liebe Grüße,

    Dirk

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  • dobremarush sagt:

    Ich denke schon dass wir das Spiel ohne Prinz auch gedreht hätten.Da war jede menge Wut im Bauch.Aber Prinz eine grottenschlechte Leistung zu bescheinigen ist auch übertrieben.Prinz ist sicherlich nicht mehr die Jüngste.Vorallem weil sie schon seit 1994 in der Nationalelf spielt.Das geht an ihr auch nicht spurlos vorbei.Ich denke schon dass die Gegnerinnen noch Respekt haben vor Prinz.Aber Grings ist genause Weltklasse.Die ist nur ein schwierigerer Typ als Prinz.Prinz kommt ja mit allen gut klar,bis auf die Journalisten und Medien.

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  • Andrea sagt:

    Nadine Angerer war für mich ein großer Unsicherheitsfaktor und konnte wenig überzeuegn. Saskia Bartusiak hat mich dagegen wirklich positiv überrascht. BP war für mich in der 1. HZ ein Totalausfall und wäre von jedem anderen Trainer ausgewechselt worden. Man muss ihr aber zu gute halten, dass sie sich in der 2. HZ wirklich gesteigert hat und über Kampf versucht hat etwas zu bewegen. Lira ist für mich eine wenig überbewertet, da sie oft zu eigensinnig war.

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  • Traumfee99 sagt:

    Es wäre vielleicht mal an der Zeit, dass die Bundestrainierin noch mehr junge Spielerinnen ins Team einbaut und auch mal öfter eine Stammspielerin auswechselt wenn diese mal nicht so gut spielt.
    Andere Mannschaften haben das erkannt und die jungen Teams wie Norwgen haben mir sehr gut gefallen.

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  • Rebecca sagt:

    Klar war BP nicht gut, aber dass jetzt jeder auf Ihr rumhackt, ist auch nicht gut. An Ihre Leistung von den letzten Jahren ist Sie schon welten entfernt. Aber was ich mich auch Frage wie kommt Melanie Behringer zu einer 3 und Kim Kulig 3,5? Meiner Meinung nach Totalausfälle gestern, da gin ja in der 1 Halbzeit überhaupt nichts.

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  • Stefan Prinz sagt:

    Eigentlich wollte ich hier in diesem Forum nichts mehr kommentieren,aber heute muß ich es doch noch einmal : Denn, was heute wieder so von manchen geäußert wird, zeugt von absoluter Unwissenheit ,Unsachlichkeit ,Inkompetenz und ich will es bewußt äußern , von Böswilligkeit. Diese Äußerungen sind allerunterste Dummheit und absolut unseriös.
    Ich kann mir nicht vorstellen , daß einige Kritiker in diesem Forum selbst jemals Fußball gespielt haben bzw. Mannschaften geführt und trainiert haben.
    Wie hier mit manchen Spielerinnen umgegangen wird, ist unterste Schublade und hat mit sachlicher und kompetenter Kritik absolut nichts mehr zu tun. Das ist das sich zur Schau stellen von irgendwelchen Wichtigtuern.
    Marcus Juchem beziehe ich ausdrücklich nicht mit ein ! Seine Sichtweise und Kommentierung ist fachkompetent , ausgesprochen sachlich und zeugt von hohem Fußball- Sachverstand.Er hat Ahnung von der Materie und muß wohl sein EGO nicht mehr unbedingt in den Vordergrund stellen.
    Ich freue mich auf jeden Fall, daß sich unsere Mannschaft nach einer grottenschlechten 1.Hz so steigern konnte, daß sie das Endspiel erreichen konnte. Und daran waren alle beteiligt !

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  • Dirk sagt:

    @Stefan Prinz

    wer hier wie und was gespielt, trainiert oder was auch immer hat, solltest Du hier nicht so anzweifeln oder in frage stellen, denn Du weisst ich nicht. Die, die hier schreiben, dagegen schon, zumindest von sich…

    Es tut mir leid, dass deine Namensvetterin hier einstecken muss, das müsste sie nciht, würde die LEISTUNG STIMMEN…

    Du machst es Dir etwas leicht, alle die, die BP hier kritisieren, als unseriös, böswillig und unwissend abzustempeln. Aber schön, dass Du zu ihr stehst, und das meine ich ernst.

    Hast Du sie gestern gut gesehen?

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  • eurologist sagt:

    Die urspruenglichen Wertungen sind meiner Ansicht nach ungefaehr OK.

    Birgit hat sich behaupted und gesteigert.

    Garefrekes hat unermuedlich gearbeited, und hat wieder einmal ihre Flexibilitaet und Staerke in der Abwehrposition gezeigt.

    Alle drei Eingewechselten haben dazu beigetragen das Spiel umzudrehen und haben ihre anderen wesentlichen ideosyncratischen Staerken gezeigt.

    In der Abwehr wurde Ariane klar vermisst, was sowohl Nadine betroffen hat als auch die gesamte weitere Abwehr: das Stellungsspiel bei beiden Ecken war nicht wie sonst von Ariane dirigiert. Hoffentlich lernen einige daraus was diese wirklich ins Spiel bringt…

    Das naechste Spiel gegen England koennte und sollte lockerer beginnen – nicht nur wegen des Gegners, aber auch weil mehrere der Ersatzspielerinnen in Wirklichkeit viel besser sind als was sonst so in Europa oder in der Welt da ist – und hoffentlich sind sie dessen bewusst.

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  • Conny68 sagt:

    Markus – wie meistens – eine gute Analyse, aber ich finde, man muss beide Halbzeiten bewerten.

    Meine Anmerkungen:

    Annike Krahn – in der Tat – Defensiv/Stellungsspiel überragend. Aber – diese Befreiungsschläge Richtung Tribüne – nicht ganz so hoch und weit bolzen in höchster Not unsere Kreisklassenkickerinnen. Und an ihrem Aufbauspiel sollte Annike doch dringend arbeiten…Aber sie ist ja noch sehr jung und lernfähig…

    Linda Bresonik – habe ich – im Gegensatz zu Dir – wirklich stark gesehen. Sie hat in einem schwierigen Spiel immer wieder versucht, Akzente zu setzen und dagegen zu halten. Ich würde ihr eine 2,5 geben – für mich neben Krahn und Peters die einzige Spielerin mit Normalform in Halbzeit 1.

    Melanie Behringer: Ich finde, das ist insgesamt leider nicht ihre EM. Ich sah sie in diesem Spiel eine Note schlechter.

    Inka Grings: Oh ja, sie hat gerackert. Aber sie war diesmal so etwas von eigensinnig, dass ich ihr dafür eine Glatte 4 geben würde. Als Stürmerin muss man eine Portion Egoismus mitbringen, aber das waren in diesem Spiel mindestens zwei Portionen zu viel.

    Fatmire Bajramaj: Brachte viel Schwung in die Partie – aber wenn sie einen Konter einleitet, verliert sie leider total die Übersicht. Schade. Eine 5:2 Situation sollte man als Nationalspielerin besser lösen können.

    Birgit Prinz: 1. Halbzeit 5,5 – 2. Halbzeit = 1,5 – Nahe dran an der „alten“ Birgit Prinz (auch ohne Tor. Schade, dass Inka Grings ihr den Ball in entscheidenen Situationen nicht zuspielte).
    Zur Diskussion: Wie schon mal jemand schrieb – Wahrscheinlich wird man ihren Wert erst richtig einschätzen, wenn sie nicht mehr aufläuft.

    Kompliment an Silvia Neid (obwohl ich nicht gerade zu ihren Fans zähle): Alles richtig gemacht. Garefreekes nach hinten gezogen, wo sie eine klasse Partie ablieferte und alle Einwechselspielerinnen trafen nicht nur, sondern boten sich mit ihrer Leistung auch für das Endspiel an.

    Ansonsten beschleicht mich oft das Gefühl, dass hier Diskussionen geführt werden, die sich an die Vereinszugehörigkeit der Spielerinnen orientieren.
    Klar hat Duisburg eine überragende Saison hinter sich und Frankfurt für ihre Verhältnisse eine ziemliche bescheidene…. Aber für das Spielen in der Nationalmannschaft sind letztlich auch andere Faktoren ausschlaggebend – und da kann man bei den bisherigen Abschneiden der Deutschen Nationalmannschaft sicherlich nicht sagen, dass die Bundestrainerin mit ihren Aufstellungen daneben lag.

    Insgesamt finde ich das Niveau dieses Turniers im übrigen sehr enttäuschend, vor allem, was die meisten Vorrundenspiele betraf.
    Es wurde wenig kombiniert und es gab auch wenige technische Kabinettstücken. Ich meine nicht, dass man hier zaubern muss, aber irgendwie fehlen so besondere Momente in den Spielen.

    Ich hoffe, das wir am Donnerstag noch ein richtig tolles Endspiel erleben.

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  • uwe sagt:

    @ conny68
    Ich find es toll das wir mit A.Krahn eine Spielerin haben die sich nicht zu schade ist den Ball einfach mal wegzuhauen. Das schont die Nerven,jedenfalls meine. Spielerinnen die ein Spiel aufbauen können haben wir genug.

    Note 2,5 für Nadine Angerer ist ein bisschen zu viel des guten,hatte nicht ihren besten Tag.
    B.Prinz in der ersten Halbzeit ohne Kommentar, zweite Halbzeit beste Partie von ihr während der EM.

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  • Conny68 sagt:

    @Uwe
    Da habe ich wohl eine andere Spielphilosophie. Meiner Meinung nach gehört zu einem modernen Spielsystem, dass die Abwehrspielerinnen den Spielaufbau einleiten können. In höchster Not kann man den Ball durchaus mal mit einem Befreiunggschlag aus der Gefahrenzone bringen. Aber zu diesem Mittel greift Annike zu häufig. Als Nationalspielerin sollte sie das Potential haben, solche Situationen auch spielerisch lösen zu können.

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  • Rainer sagt:

    Das Niveau des Turniers finde ich insgesamt gut. Allerdings hat der Modus dazu geführt, dass schon im zweiten Gruppenspiel auf Ergebnis gespielt wurde, markantestes Beispiel als die Holländerinnen gegen Finnland das 1:2 halten sollten und konnten…

    Womit ich Schwierigkeiten habe? Wer kriegt den Golden Player Award und wird Nachfolgerin von Anne Mäkinen?

    Keine Spielerin hat der EM ihren Stempel aufgesetzt. Keine Kelly Smith, die gegen Finnland von Anne Mäkinen abgemeldet wurde, dann aber wieder toll gegen Holland spielte. Keine Birgit Prinz (siehe Diskussion oben). Auch nicht Inka Grings trotz ihrer vier Tore.

    Beeindruckend die Eleganz von Laura Kalmari, aber das reicht auch nicht. Beeindruckend die zahllosen Paraden von Ingrid Hjelmseth, aber Torhüterinnen gewinnen sowas selten.

    Hat jemand von euch eine Idee für den Golden Player?

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  • Dirk sagt:

    Jenny Zietz, die hat im Laufe des Turniers keinen einzigen Fehler gemacht 🙂

    Sorry, wollte auch mal witzig sein und nicht immer nur streiten 🙂

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  • Ute sagt:

    @Stefan Prinz: Dies ist ein Forum zum Diskutieren, hier speziell über Leistungsbewertungen, was naturgegeben immer subjektiv und emotional gefärbt ist… sicher macht dabei auch der Ton die Musik, aber angegriffen brauchen Sie sich und die Spielerinnen erst recht nicht durch manche emotionale „Ausreißer“ zu fühlen… das übernehmen schon die Medien für uns, worin m.M.n. eher das Problem liegt: Deutschland kann 10:0 gegen USA gewinnen (ich träume jetzt mal :-))) und die Medien sehen immer noch irgendwo Probleme zum hochpuschen… Da finde ich es auch nur richtig und notwendig, dass sich Frau Neid schützend vor Birgit Prinz stellt, da es sich leider auf sie konzentriert. Fussball ist immer noch ein Mannschaftssport und das ist auch gut so! und wir sind aufgrund einer geschlossenen Leistungssteigerung der 2. Halbzeit verdient ins Finale eingezogen und nicht aufgrund einzelner „Auferstehungen“ 😉

    dass Dirk über Markus‘ Bewertung angesäuert ist kann ich genauso nachvollziehen, da hat Matti wunderbar „vermittelt“ 😉

    Zum Forum generell: Als Turbine- UND Birgit Prinz Fan- sowie der gesamten Natio finde ich, dass es KEINE reine objetiv Bewertung der einzelnen Spielerinnen geben kann – es andererseits schade ist, dass viele Beiträge nicht beim Thema bleiben (siehe Statements zum England-Einzug ins Finale, die letztendlich wieder nur zum Aufstellungs-BP-Neid-Streit abdrifteten).

    Jeder hat seinen eigenen Fussball-Erfahrungshorizont, seine Wunsch-Elf und ideales Spielsystem vom modernen Fussball im Kopf… an dem er seine Bewertungen anlegt.

    Darüber brauchen wir nicht streiten…ich orientiere mich an den Höchstleistungen die die einzelnen Spielerinnen jemals in Ihrer fussballerischen Karriere zeigen konnten und nicht daran, was gemessen an der aktuellen Form maximal zu erwarten gewesen wäre und frage mich, was davon konnten sie in DIESEM Spiel zeigen. Deshalb sieht meine Bewertung so aus:

    Nadine Angerer eher 3, da unsicherer als sonst, die gemeinte Parade gegen Ende des Spieles? den Ball hätte sie in Normalform auch gefangen statt showmäßig zu fausten…

    Marcus Bewertungen von Bianca Schmidt, Saskia Bartusiak, Babett Peter, Kertin Garefrekes, Inka Grings, Simone Laudehr und Celia Okoyino da Mbabi und Bajramai stimme ich in der Benotung überein.

    Annike Krahn eher 2,5 da war mehr nach vorne drin. Kim Kulig 4 und Melanie Behringer 4, da zu eigensinnig und oft fest gespielt. Linda Bresonik habe ich besser gesehen, 2,5 und last but not least unser Captain Birgit Prinz mit 3.

    Und Punkt. (alles andere wissen die Spielerinnen und Sylvia Neid) eh selber – wen interessiert schon was wir hier schreiben ;-)))

    P.S. @ markus: vielleicht sollten wir hier ein spezielles Forum einrichten zum Thema Aufstellung der Natio… quo vadis …hinsichtlich WM 2011, „Vereinsbrillen“ etc. .. nach der EM natürlich, das scheint bei fast allen Beteiligten hier ja mehr oder weniger bewusst das Hauptthema zu sein…. wäre schade, wenn es sich nach der EM im Sande verlaufen würde, denn ich finde es auch toll, dass sich hier ausländische Fans von unserer Natio hier äußern.. vielen Dank für diese Bereicherung – den wichtigen Blick von außen…… ist nur ein Vorschlag… 🙂

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  • Ute sagt:

    P.S. mich hat gewundert, dass die ARD so eine hohe Einschaltquote hatte, der Kommentar war weniger als Kreisklassenverdächtig… gähn…

    Auf Eurosport war es um Längen besser, wenn auch nicht umwerfend, das absolute Hightlight war für mich der herzerfrischende Kommentar von STEFFi JONES, dem auch der Moderator nur ehrfürchtig hinterherlauschen konnte, kein Wunder, dass er sie gar nicht mehr weglassen wollte… – ich auch nicht!!!! 😉

    Macht sie hoffentlich auch im Finale, die Steffi ?!???? Hätte auch nix dagegen, wenn sie das mal hauptberuflich für Eurosport machen würde – zumindest für den Frauenfussball. Dann bekäme der TV-Auftritt des Frauenfussballs meilenweit mehr Niveau…

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  • laasee sagt:

    @Rainer

    Grings oder Smith.

    Wer hat das beste Spiel am Donnerstag.

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  • Felix sagt:

    Nur ein paar hoffentlich kurze Anmerkungen.
    Zum Thema Ballwegschlagen und der vermeintlichen Sicherheit: Vor dem Gegentor schlug zunächst A.Krahn den Ball ins Aus, wo ein Pass zu S.Bartusiak die Situation auch gelöst hätte. Dann schlug S.Fuss den Ball ins Toraus statt die Situation spielerisch zu lösen. Und dann kam diese vermaledeite Ecke, von der ich bis heute nicht weiß, wie das Gegentor fallen konnte.
    Immerhin haben sie sich darauf in der zweiten Halbzeit eingestellt gehabt und aus jeder Norwegischen Ecke wurde ein gefährlicher deutscher Konter, den L.Bajramaj dann aber in schöner Regelmäßigkeit verstolperte.
    Und noch eine Frage.. im Herrenfußball würde so etwas (5 Gegner im 5-Meterraum) sofort als Torwartbehinderung abgepfiffen, wird das im Frauenfußball nicht gemacht?
    Und jetzt noch zum Thema pfeifen: Die Schiedsrichterin fand ich überhaupt nicht souverän, ich hatte manchmal gar den Eindruck, sie würde auf Zuruf pfeifen, etwa als ein Handspiel von I.Grings erst nach gefühlten 10 Sekunden zurückgepfiffen wurde.

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  • eisbär sagt:

    @Felix
    S.Fuss hat im Halbfinale nicht gespielt, deshalb kann sie den Ball auch nicht ins Aus gesclagen haben 😉 Ich finde insgesamt die Schiedsrichterleistungen in diesem Turnier nicht glücklich. Sie lassen m.M.n. zu viel durchgehen, vor allem bei Eckbällen.

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  • Felix sagt:

    Hm… wie komm ich dazu Fuss zu schreiben? Ich meinte natürlich Bianca Schmidt. Mea culpa.
    Meine Meinung zum Ball wegschlagen ändert sich dadurch jedoch nicht. 😉

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  • eisbär sagt:

    Mit dem Ballwegschlagen gebe ich dir auch vollkmmen Recht. Das war einfach zu häufig.

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  • moya sagt:

    Wie die Auswahl der Schiris getroffen wurde, erschließt sich mir auch gar nicht. Ist das wirklich das beste, was Europa an Schiedsrichterinnen zu bieten hat? Die Finnin war leider in jeder Partie, die ich sehen konnte, unsouverän. Sie hat über weite Strecken einfach gar nichts gepfiffen und dann erst wieder als praktisch alles zu Gunsten einer Mannschaft entschieden war. Genauso die Ungarin Gaal. Nach ihrem ersten Spiel Ukraine-Dänemark hab ich geschrieben, die pfeift sicherlich kein Finale, wenn da Beobachter zugekuckt haben. Ja Pustekuchen, natürlich setzt man sie im Halbfinale ein und je länger der Abend wurde, desto mehr Schrott hat sie (nicht) gepfiffen. Es geht ja nicht darum, ne Abseitssituation zu verkennen oder nen Einwurf falschrum zu pfeifen. Es sind Handbälle im Strafraum, taktische Fouls im Mittelfeld, Entscheidungen die Konsequenzen hätten, und da wird dann lieber gar nicht gepfiffen. Dazu kommt allgemein der Eindruck von Zögerlichkeit und Unsouveränität, wenn bei jedem Einwurf Schiri und Linienrichter jeweils die Entscheidung des anderen abwarten, oftmals die Handzeichen nicht ordentlich sind (z.B. beim Reinwinken von Betreuern) etc. Da können einige von Glück sagen, dass sich die Spielerinnen allgemein sehr fair verhalten, die Ergebnisse meist nicht entscheidend beeinflusst wurden und es im Frauenfußball noch nicht so Mode ist, Schiris zu kritisieren.
    Ausnahmen wie immer Steinhaus (die z.B. die Spielchen der Italienerinnen zumindest beim zweiten Spiel mit konsequenter Nichtachtung und gelben Karten gestraft hat) und Palmqvist (bei der es einfach Spaß macht zuzukucken und man auch weit oben unterm Dach des Olympiastadions noch erkennt, was Sache ist).
    Ich bin jetzt mal gespannt auf Damkova, aber beim Finale werden sie hoffentlich gut gewählt haben.

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