Strafen für Australien und China

Von am 6. August 2009 – 12.34 Uhr

Bei der U19-Asienmeisterschaft in Wuhan kam es zwischen China und Australien am vergangenen Montag nach dem 2:1-Sieg der Chinesinnen zu einem wüsten Handgemenge. Jetzt verhängte der Disziplinarausschuss des asiatischen Fußballverbands (AFC) Strafen gegen beide Teams und Verbände.

Die Australierinnen hatten sich daran erzürnt, dass sie in der Schlussphase einen Elfmeter nicht zugesprochen bekamen. Der australische Verband muss nun wegen einer ganze Reihe von Disziplinarverstößen 4 000 Dollar Strafe zahlen, darunter unter anderem den Wurf von Flaschen in die Zuschauerränge.

Hitziger Trainer
„Der Cheftrainer hat sich darüber hinaus in der Pressekonferenz nach dem Spiel ungebührlich verhalten“, heißt es in einer Stellungnahme des asiatischen Fußballverbands AFC. Australiens Trainer Alen Stajcic hatte erklärt: „Ich würde mich nach diesem Spiel schämen, wenn ich der Veranstalter dieses Turniers wäre. Ihr alle habt gesehen, was hier passiert ist. Das ist beschämend.“

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Vier Spiele Sperre für Seaman
Die australische Spielerin Jessica Seaman muss nach ihrem Platzverweis 3 000 Dollar Strafe zahlen und wird für vier Spiele gesperrt. Der chinesische Verband muss wegen des „Versagens, die Zuschauer zu kontrollieren“ 2 000 Dollar zahlen, die chinesische U19-Auswahl muss für ihre Beteiligung am Handgemenge 3 000 Dollar bezahlen. Beide Teams wurden darüber hinaus vor wiederholten Verfehlungen gewarnt.

Australien widerspricht
Tom Sermanni, Trainer der australischen A-Nationalmannschaft, hat der Darstellung des AFC widersprochen. „Die Strafe ist nicht fair. Man hat den einfachen Weg gewählt und die Dinge unter den Tisch gekehrt.“ Eine Spielerin habe „aus Frust“ eine Wasserflasche Richtung Spielfeld gekickt, nicht aber in die Zuschauerränge geworfen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.