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Bayern München siegt zweistellig – Torres bereits durch

Von am 2. August 2009 – 12.38 Uhr 4 Kommentare

Mit einem 19:0 (10:0)-Sieg gegen den FC Norchi Dinamoeli Tbilisi bleibt der FC Bayern München weiter auf Kurs K.-o.-Runde der UEFA Women’s Champions League. Ein Verein aus Italien hat dies bereits nach dem zweiten Spieltag geschafft.

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Die Schweizer Nationalspielerin Vanessa Bürki war mit sechs Treffern die erfolgreichste Torschützin ihres Teams, doch auch Katharina Würmseer (5) und Julia Simic (4) fackelten an diesem Nachmittag nicht lange gegen einen bemitleidenswerten Gegner, der ab der 38. Minute nach einer Roten Karte sogar ohne Torhüterin Tamar Nadirashvili auskommen musste. Die weiteren Münchner Treffer erzielten Melanie Behringer (2), Bianca Rech sowie die Georgierin Natia Skhirtladze mit einem Eigentor.

Kein Spaß am Sieg
„So macht Fußball keinen Spaß“, lautete das Fazit von Bayerns Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner. „Unser Spieltempo war für Norchi einfach zu hoch.“ Im anderen Spiel der Gruppe A gewann Glasgow City LFC durch Tore von Ruesha Littlejohn und Jane Ross in der zweiten Halbzeit mit 2:0 gegen Gintra Universitetas, so dass den Bayern nach dem 5:2-Auftaktsieg gegen Glasgow zum Abschluss am Dienstag bereits ein Remis gegen den Gastgeber zum Weiterkommen reicht.

Montpellier reicht Remis
Auch Montpellier Hérault SC reicht in Gruppe B zum Abschluss ein Remis gegen FC NSA Sofia zum Weiterkommen, nachdem beide Teams nach zwei Spielen sechs Punkte auf der Habenseite aufweisen. Die Französinnen schlugen ihren mazedonischen Gastgeber ZFK Tikvesanka 7:1, Sofia machte gegen den Meister der Färöer-Inseln, KÍ Klaksvík, aus einem 0:1-Rückstand einen 2:1-Erfolg, Einwechselspielerin Andriana Boyanova erzielte in der Schlussphase den Siegtreffer.

Endspiel zwischen Brøndby und 1° Dezembro
In Gruppe C kämpfen am Dienstag Gastgeber Brøndby IF und SU 1° Dezembro aus Portugal um den Einzug in die Runde der letzten 32 Teams. Die Portugiesinnen gewannen ihr zweites Spiel mit 3:0 gegen Cardiff City LFC, Brøndby gewann gegen Maltas Birkirkara FC mit 6:0. Dank der mehr erzielten Tore würde 1° Dezembro gegen die Däninnen bereits ein Unentschieden zum Aufstieg reichen.

Torres bereits in der K.-o.-Runde
In Gruppe D ist die Entscheidung bereits vor dem letzten Spieltag gefallen. ASD Torres Calcio sicherte sich mit einem 9:0-Sieg gegen Trabzonspor bereits vorzeitig die Qualifikation, da sich im zweiten Gruppenspiel Gastgeber ŽNK Krka und FK Slovan Duslo Šal’a mit 2:2 trennten. Torres und Trabzonspor hatten ihre Auftaktspiele gewonnen. Neuverpflichtung Patrizia Panico brachte ihr italienisches Team früh auf die Siegerstraße.

Linköping mit guter Ausgangsposition
Gastgeber Linköpings FC hat nach dem 3:0-Sieg gegen Glentoran Belfast United die besten Karten, die Tore fielen allerdings erst in der zweiten Halbzeit, als Ida Brännström, Kosovare Asllani und Maria Karlsson II trafen. CFC Clujana gewann mit 9:0 gegen FC Roma Calfa, doch den Schwedinnen reicht am Dienstag ein Remis im direkten Duell zum Weiterkommen.

Holon hofft auf Überraschung
WFC Rossiyanka hat nach dem 1:0-Sieg gegen Gastgeber Apollon Limassol LFC die besten Voraussetzungen zum Aufstieg, denn die Russinnen haben drei Punkte Vorsprung auf Maccabi Holon FC, den Gegner am kommenden Dienstag. Doch mit einem Sieg könnte das Team aus Israel den Spieß am Dienstag noch umdrehen.

Showdown zwischen Everton und Strømmen
In Gruppe G haben die beiden Favoriten Everton LFC und Team Strømmen FK ihre beiden ersten Spiele jeweils gewonnen, so dass es am Dienstag im direkten Duell um die Qualifikation geht. Die Norwegerinnen haben vor dem letzten Spieltag das bessere Torverhältnis. Everton gewann gegen FC Levadia Tallinn 7:0, doch Strømmen katapultierte sich mit einem 9:0 gegen Gastgeber WFC Osijek an die Tabellenspitze.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • Hullu poro sagt:

    Die UEFA sollte den Modus dringend überdenken. Nach den vielen zweistelligen Siegen sollten die Vizemeister nicht in die Qualifikation müssen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Die Erfahrung der ersten CL-Qualifikationsrunde wird man nach den Miniturnieren sicherlich geflissentlich auswerten. Ich könnte mir persönlich gut vorstellen, dass die Vizemeister ab der kommenden Saison nicht mehr durch die Qualifikation für das Hauptfeld müssen.

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  • Ralf sagt:

    Mit dem Quali-Modus kann ich mich noch anfreunden, dass wird wohl schon seinen tieferen Sinn haben!
    Ich kann mir das nur mit Terminproblemen erklären – alle europäischen Ligen eben irgendwie unter einen Hut zu bekommen.

    Was mir aber ‚Spanisch‘ vorkommt, dass ist die UEFA-Regel, die u.a. unseren Juniorinnen bei der EM in Weißrussland das Weiterkommen verhagelt hat.

    So – und einen hab‘ ich doch noch, kann’s halt nicht lassen:

    Die EU-Gesundheitsminister warnen:
    Übermäßiger Genuss von Wikipedia kann süchtig machen!

    PS: Das war ein Scherz, keine Ironie! 🙂

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  • Hullu poro sagt:

    @ Ralf:

    Sicher ist der direkte Vergleich als erstes Kriterium zweifelhaft. Allerdings hat sich die deutsche U-19 das Ausscheiden selbst zuzuschreiben. Wer sich Chancen um Chancen erspielt, aber nicht trifft, muss sich nicht wundern, dass man frühzeitig nach Hause darf.

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