SC Freiburg startet mit Last-Minute-Sieg

Von am 1. August 2009 – 11.41 Uhr

Der SC Freiburg ist mit einem Sieg im ersten Testspiel in die neue Saison gestartet. Gegen den Schweizer Erstligisten SC Kriens feierten die Spielerinnen von Trainer Günter Rommel nach Rückstand noch einen knappen Erfolg. Den entscheidenden Treffer erzielte ein Neuzugang erst in den Schlusssekunden.

Beim 3:2 (2:1)-Sieg erzielte die von Bundesliga-Absteiger TSV Crailsheim in den Breisgau gewechselte Romina Kuffner in der 90. Minute mit einem Schuss aus kurzer Distanz den Siegtreffer. Zuvor hatten Martina Moser (21.) und Susanne Hartel (38.) den 0:1-Rückstand durch Lara Keller (17.) in eine 2:1-Pausenführung verwandelt. Lourenco Da Silva hatte Mitte der zweiten Halbzeit für die Schweizerinnen ausgeglichen (65.).

Startformation mit drei Neuen
Trainer Rommel setzte anfangs auf Bewährtes und brachte zunächst nur drei Neuzugänge, Laura Benkarth im Tor und auf den offensiven Außenbahnen Annika Eberhardt und Selina Nowak. Ansonsten liefen in der Viererkette Verena Faißt, Jana Linke, Valeria Kleiner und Julia Zirnstein auf, die Doppel-Sechs wurde von Kerstin Boschert und Myriam Krüger besetzt, davor Moser im offensiven Mittelfeld und als einzige Spitze die erfolgreichste Torschützin der vergangenen Saison, Susanne Hartel.

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Es ging zäh los, obwohl auf Freiburger Seite eigentlich eine eingespielte Mannschaft auf dem Platz stand, lief nicht viel zusammen, „wir haben uns das Leben selber schwer gemacht“, konstatierte Rommel denn auch nach dem Spiel, der mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden war. In den zweiten 45 Minuten wechselte Rommel fast komplett durch. Nur Benkarth durfte weiterhin das Tor hüten und Faißt besetzte weiterhin die linke Defensivseite.

Positives Fazit
In der Innenverteidigung kamen jetzt Isabella Schmid und Danique Stein zum Einsatz, flankiert von Stéphanie Wendlinger auf rechts. Die Doppel-Sechs wurde von Jeanne Haag und Merza Julevic besetzt, die Offensivraute von Sinah Amann, Tatjana Hummel, Anja Maike Hegenauer und Romina Kuffner gebildet.

Martina Moser setzt sich vor der Freiburger Bank gegen eine Gegenspielerin durch (Bild: Peter Clesle)

Das Spiel der Freiburgerinnen lief nun flüssiger, so dass das Gesamtfazit positiv ausfiel: „Wir haben in der Breite auf jeden Fall an Qualität gewonnen.“ Kriens‘ Trainer Markus Kummer war trotz der späten Niederlage zufrieden: „Das Spiel war für ein Vorbereitungsspiel gut, das defensive Konzept ist aufgegangen, am Ende hat uns aber die Kraft gefehlt.“

SC Freiburg – SC Kriens 3:2 (2:1)

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Aufstellung SC Freiburg
1. Halbzeit: Benkarth,  Zirnstein, Linke, Kleiner, Faißt,  Boschert, Krüger  Moser, Eberhardt, Nowack, Hartel
2. Halbzeit: Benkarth,  Wendlinger, Stein, Schmid, Faißt,  Haag, Julevic,  Hegenauer, T. Hummel, Amann, Kuffner

Tore: 0:1 Keller (17.), 1:1 Moser (21.), 2:1 Hartel (38.), 2:2 Da Silva (65.), 3:2 Kuffner (90.)

Bildnachweis: Martina Moser setzt sich vor der Freiburger Bank gegen eine Gegenspielerin durch (Peter Clesle)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.