Wird auch Japan kein echter Gradmesser?

Von am 29. Juli 2009 – 9.54 Uhr 5 Kommentare

Nach dem spielerisch leicht herausgespielten 6:0-Sieg gegen die Niederlande am vergangenen Samstag erhofft sich die DFB-Elf heute im Spiel gegen Japan in Mannheim (ab 16.00 Uhr live im ZDF) mehr Gegenwehr. Doch es bleibt abzuwarten, ob die Japanerinnen ein echter Prüfstein werden, denn die besten Spielerinnen fehlen.

„Ich bin ein kleiner Fan der Japanerinnen. Sie spielen sehr diszipliniert, sind kombinationssicher und spielen einen intelligenten Fußball“, so Nationalspielerin Linda Bresonik, die glaubt: „Es wird ein sportlich interessanteres Spiel im Vergleich zur Partie gegen die Niederlande, denn so viele Chancen wie die Japanerinnen bei Olympia ausgelassen haben, werden sie diesmal nicht liegenlassen.“

Topspielerinnen fehlen
Doch die japanische Elf hat mit der, die die deutsche Mannschaft im Spiel um Platz 3 beim Olympischen Fußballturnier bei der 0:2-Niederlage stark forderte, nur noch wenig gemein. 20 Spielerinnen haben die Reise nach Europa angetreten, doch die besten und bekanntesten Spielerinnen fehlen. Denn die in der US-Profiliga WPS tätigen Spielerinnen Homare Sawa (Washington Freedom), Aya Miyama (Los Angeles Sol) und Eriko Arakawa (FC Gold Pride) haben alle darauf verzichtet, im Länderspiel gegen Deutschland und den beiden Duellen gegen Frankreich am 1. und 2. August anzutreten.

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In erster Linie wurden Spielerinnen ausgewählt, die in Japan aktiv sind. Eine Ausnahme bildet Mami Yamaguchi von Umeå IK. Sieben Spielerinnen von Nippon TV Beleza stehen im Kader, vier neue Gesichter von INAC Kobe Leonessa erhielten eine Nominierung. Nach der geplatzten US-Tour im Mai ist man in Reihen der Japanerinnen dennoch froh, sich mit starker Konkurrenz zu messen. Denn im nächsten Jahr beginnen die WM-Qualifikationsspiele für die WM 2011 in Deutschland.

Japan ohne Trainer Sasaki
Doch nicht nur die besten Spielerinnen fehlen, auch Trainer Norio Sasaki ist nicht mit dabei, da er zeitgleich die japanische U19-Auswahl betreut, die vom 1. bis 12. August bei der U19-Asien-Meisterschaft in China um ein Ticket für die U20-WM in Deutschland kämpfen wird.

Anstelle von Sasaki wird das Team von Assistenztrainer Satoru Mochizuki betreut. Auch wenn nur ein Rumpfkader die Testspiele in Europa bestreiten wird, hofft man, dass man eine schlagkräftige Truppe aufbieten kann. „Auch wenn das Team mit dem bei Olympia nicht mehr viel gemein hat, hoffe ich, dass wir sowohl offensiv wie auch defensiv guten Fußball zeigen und gute Resultate erzielen können“, so Sasaki.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • GrisSouris sagt:

    Nein! Kein Gradmesser! Denn: Silv Neid – ich darf das sagen, ichbin vor 1983 geboren – eine Trainerin kann das Team bereits von dem Turnier kaputt spielen!
    Und das geschieht gerade!
    Wenn ich sehe, wie die ehemals spritzigen Deutschen über den Rasen schleichen – eine Inka einbegriffen – dann werden wir wohl als Nummer 4 aus der Gruppenphase nach Hause gehen.

    Aber mit den fitesten Werten!

    Danke!

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  • Ralf sagt:

    @GrisSouris

    Goeden dag!/Bonjour!
    Kannst Du das mal bitte argumentativ präziser definieren: ‚Kaputt spielen‘!?

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  • uwe sagt:

    Dafür das die Mädels bis zuletzt intensivste Trainingseinheiten absolviert haben,war das ein gutes Spiel. Was allerdings auch an Japanerinnen lag.
    Ausserdem sollte man nicht vergessen, das da unten auf dem Platz bestimmt an die35 Grad waren.

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  • Ralf sagt:

    Ich denke, unsere Damen brauchen jetzt mal ein bisschen ’ne andere Musikrichtung:

    Hoffentlich klappt das auch!?

    http://www.youtube.com/watch?v=qDuW3NvjqJY&feature=PlayList&p=A36EE06E1ACA78D8&index=0&playnext=1

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  • labrys sagt:

    Naja, heute lief alles schief, was schief laufen konnte. Sassi mal wieder in der IV, wo sie nix verloren hat, aber auch Ari, Stegemann und Annike machten nicht gerade einen guten Eindruck. Auf der Aussenbahn waren Schmidt und Peter in der 2.HZ besser als in der ersten.
    Das Mittelfeld war in der 1.HZ ein reines Chaoszentrum, viele Fehlpässe, zu ballverliebt (vorallem Simone und Lira), der Pass (wenn er kam) viel zu spät… und das Sturmduo hatte einige gute Szenen, aber es fehlt noch die Feinabstimmung. Beide Torhüterinnen waren auf jeden fall die besten Spielerinnne beider Teams.
    Viele Spielerinnen wirkten müde (z.b KG). Man hat die intensiven Trainingseinheiten gemerkt. Naja, das Fräulein sollte nicht mit der gleichen Methode vorgehen wie Schröder vor dem Pokalfinale (mit den 10x 500/1000m läufen)…..das ergebnis (0:7) kennen wir ja.

    Schade, das wieder nicht richtig getestet wurde. Hätte gerne noch Zietz gesehen, und eine 3.Torhüterin. Toll das Sonni auf den Platz durfte, aber zu kurz. Omilade hat wohl auch schlechte Karten. Zum Glück war es nur ein Testspiel und daraus solte man nun die Schlüsse ziehen

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