U17-EM: Starkes deutsches Team holt den Titel

Von am 25. Juni 2009 – 16.18 Uhr 2 Kommentare

Mit einer starken Leistung hat die deutsche U17-Nationalmannschaft ihren Europameistertitel aus dem Jahr 2008 verteidigt. Tore von Nicole Rolser, fünf Treffer der überragenden Kyra Malinowski und ein Elfmetertor von Johanna Elsig sorgten für einen fulminanten 7:0-Sieg des deutschen Teams gegen Spanien.

Zur Matchwinnerin avancierte einmal mehr Kyra Malinowski, die nach ihren drei Treffern im Halbfinale gegen Frankreich nun im Finale gar fünf Tore gegen Spanien erzielte, davon ein lupenreiner Hattrick binnen acht Minuten anfangs der zweiten Halbzeit.

Sarholz verhindert Rückstand
Dabei sah es am Anfang alles andere als nach einer leichten Aufgabe aus, denn es waren gerade einmal ein paar Sekunden gespielt, da klärte Torhüterin Anna Felicitas Sarholz per Fuß einen Schuss von Esther González aus 16 Metern – wer weiß, wie sich der Nachmittag bei einem frühen Rückstand entwickelt hätte.

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Doch so war den DFB-Mädchen klar, dass von Beginn an Konzentration gefragt war. Und eine Standardsituation führte schnell zur Führung. Nach einem Eckball von Ramona Petzelberger prallte Lynn Mesters Torversuch noch von der Latte zurück, Nicole Rolser hatte aber keine Probleme abzustauben (3.).

Überlegene DFB-Elf
Schnell fanden die deutschen Spielerinnen zu einem dermaßen flüssigen Kombinationsspiel, dass die keineswegs schwachen Spanierinnen zumeist nur hilflos die Aktionen des DFB-Teams bewundern konnten. So etwa in der 17. Minute, als Malinowski nach maßgerechter Vorarbeit von Rolser keine Mühe hatte, auf 2:0 zu erhöhen.

Der Ball zirkulierten nun immer besser durch die deutschen Reihen, sehenswert die Aktion, als Petzelberger einen Pass der starken Annika Doppler für Mester durchließ, die mit ihrem Versuch genauso scheiterte wie Petzelberger im Nachschuss, doch der Beifall des Publikums war dem deutschen Team sicher.

Hattrick binnen acht Minuten
Malinowski und Petzelberger ließen zunächst weitere gute Chancen aus, ehe die Neu-Essenerin anfangs der zweiten Halbzeit ganz großes Kino bot. Zwischen der 42. und der 50. Minute schraubte die 16-Jährige die Führung der deutschen Elf schnell auf 5:0, eine weitere gute Chance zwischen dem 4:0 und 5:0 wurde von der spanischen Torhüterin gerade noch zunichte gemacht.

Die Messen waren nun gesungen, Elsig verwandelte einen an Rolser verursachten Foulelfmeter sicher zum 6:0 (67.), ehe Malinowski in der Schlussminute der regulären Spielzeit ihre sagenhafte Leistung mit dem fünften Treffer krönte (80.).

Zufriedener Peter
Deutschlands Trainer Ralf Peter meinte: „Wir müssen ehrlich sein – Spanien hatte ganz früh eine Riesenchance, die unsere Torhüterin brillant gehalten hat. Hätten sie getroffen, hätte sich das Spiel möglicherweise anders entwickelt. Doch wir haben nach und nach die Kontrolle übernommen und ausgezeichneten Fußball gezeigt, vor allem in der Vorwärtsbewegung. Wir haben uns tolle Chancen erarbeitet und einige davon verwertet. Wir sind sehr zufrieden, denn wir haben heute den Fußball gezeigt, den man sehen will. Ich hoffe, man wird einige dieser Spielerinnen in Zukunft noch in anderen Auswahlmannschaften sehen, einige von ihnen können es in die A-Nationalmannschaft schaffen, wenn sie hart arbeiten.“

Spaniens TrainerÁngel Vilda erklärte: „Wir müssen akzeptieren, dass Deutschland klar das bessere Team war. Wir haben uns physisch und mental gegen Norwegen ziemlich verausgabt und die ersten beiden Gegentreffer waren heute ganz schlecht für uns. Natürlich werden die Spielerinnen daraus lernen und die gewonnene Erfahrung wird ihnen in Zukunft helfen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    Text ergänzt, Stimmen zum Spiel.

    (0)
  • Ralf sagt:

    Grüezi miteinand!

    /: Rätätä:/
    Morgen han’mer Schädelweh‘,
    /: rätätä :/
    Schädelweh‘ isch scheeh!

    NARRI NARRO

    (0)