Annika Eberhardt und Romina Kuffner wechseln zum SC Freiburg

Von am 21. Juni 2009 – 9.31 Uhr 1 Kommentar

Mit der Vermeldung von gleich fünf Neuverpflichtungen warteten die Frauen des SC Freiburg am Wochenende auf. Auf der Suche nach neuen Talenten sind die Breisgauerinnen dabei im Süden der Republik gleich bei zwei Vereinen doppelt fündig geworden.

Vom VfL Munderkingen kommt mit Tatjana Hummel die Schwester der bereits beim SC spielenden Larissa und Anja Maike Hegenauer.

Crailsheimerinnen Eberhard und Kuffner kommen
Vom Bundesligaabsteiger TSV Crailsheim kommen Annika Eberhardt und Romina Kuffner, beide mit Bundesligaerfahrung und Juniorinnen-Nationalspielerinnen, in den Breisgau. Darüber hinaus verpflichteten die SC-Frauen Selina Nowack vom VfL Sindelfingen, die bereits auf sieben Einsätze in der deutschen U17-Auswahl zurückblicken kann.

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„Es passt zu unseren Vorstellungen und zu unserem Profil, mit jungen Leuten zu arbeiten, weshalb wir uns entschieden haben, nach hoffnungsvollen Talenten im Süden zu suchen und an den SC zu binden“, erklärte Trainer Günter Rommel zur Verpflichtung der Jungtalente.

Stolze Freiburger
„Die Strukturen haben überzeugt, weshalb auch alle relativ schnell zugesagt haben“, plauderte der Trainer aus dem Nähkästchen und man hört dabei einen gewissen Stolz, wenn er nachschiebt: „wohlgemerkt die Strukturen, nicht die finanziellen Aspekte. Ich finde es erfreulich, dass sich der gute Ruf des SC langsam auszahlt, die Spielerinnen hatten allesamt auch Angebote von anderen Vereinen.“

Zu den Perspektiven der Talente gibt sich der Übungsleiter verhalten optimistisch: „Meiner Einschätzung nach stimmt die Einstellung bei allen, aber wir müssen Abwarten, wie sie mit dem Wechsel zurecht kommen, ich hoffe natürlich, dass sie einschlagen. Aber bei so jungen Talenten weiss man nie genau, ob die Entwicklung geradlinig verläuft.“

Qualitative Verbesserung nötig
Zur generellen strategischen Ausrichtung erklärte Rommel: „Der Kader muss in der Breite besser werden, wir hatten in der vergangenen Saison öfter das Problem, wenn wir ein paar Verletzte hatten, dass die Trainingsqualität gelitten hat, beispielsweise war ein Elf-gegen-Elf oft gar nicht möglich und der Konkurrenzkampf blieb ein wenig auf der Strecke.“

Das wird sich jetzt ändern, stehen den zwei Abgängen Nicole Söder und Kristina Kober bislang sieben neue Spielerinnen gegenüber. Neben den eben Verpflichteten hat der Verein das Torhütertalent Laura Benkarth unter Vertrag genommen und gab bereits im Februar die Verpflichtung von Isabella Schmid bekannt, beide sind ebenfalls Juniorinnennationalspielerinnen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Jarmusch sagt:

    Der VfL Munderkingen scheint ja eine echte Talentschmiede zu sein. Letztes Jahr die Rolser-Geschwister zum VfL Sindelfingen, jetzt zwei Spielerinnen in die 1.Liga.
    Respekt für diese Jugendarbeit!
    Schade nur, dass sich Munderkingen dafür nichts kaufen kann. In der abgelaufenen Saison reichte es in der Oberliga BW nur zu Rang 3 hinter Hoffenheim und dem Hegauer FV, womit der Aufstieg in die Regionalliga Süd verpasst wurde.

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