Ralf Peter: „Ich weiß, welche Qualitäten mein Team hat“

Von am 19. Juni 2009 – 11.31 Uhr

Am kommenden Montag, 22. Juni, startet die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft Nyon in das Unternehmen Titelverteidigung. Und Trainer Ralf Peter ist optimistisch, dass die Erfolgssträhne dort anhalten wird.

In einem Interview mit uefa.com erklärt er: „Ich arbeite jetzt seit rund drei Jahren mit dieser Mannschaft und weiß, welche Qualitäten mein Team hat. Wir haben das klare Ziel, in Nyon unseren Titel zu verteidigen!“

Souveräne Qualifikation
In der ersten und zweiten Qualifikationsrunde waren die DFB-Spielerinnen eine Klasse für sich. In sechs Spielen gab es sechs Siege bei einem Torverhältnis von 46:0. Dennoch erwartet Peter ein schwieriges Halbfinale.

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„Frankreich hat eine sehr starke Mannschaft mit einem hohen Niveau. Ich bin sicher, dass uns der Gegner im Halbfinale alles abverlangen wird. Es ist ja unser Finalgegner aus dem letzten Jahr. Damals konnten wir mit 3:0 gewinnen und ich hoffe natürlich, dass uns auch am kommenden Montag wieder ein Erfolg gelingt.“ Vor allem taktische Feinheiten sollen bis zum Spiel noch besprochen werden.

EM als wichtige Erfahrung
Die Bedeutung der Europameisterschaft schätzt Peter hoch ein. „Die Mädchen können tolle Erfahrungen sammeln, sie werden auf hohem Niveau gefordert, sie müssen lernen mit Drucksituationen umzugehen und werden so an die nächsten Aufgaben herangeführt.“

Den Erfolgsdruck auf die eigene Person hält er für überschaubar. „Ich sehe mich eher in der Ausbildungssituation. Meine Aufgabe ist es, die talentierten Spielerinnen auf höhere Aufgaben vorzubereiten und sie für die U19- oder A-Nationalmannschaft auszubilden. Deshalb stehe ich nicht unter einem enormen Druck, aber natürlich will ich auch Erfolge feiern, dafür arbeiten wir hart und Titel zu gewinnen, ist immer schön und auch mein Ziel.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.