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Real Valladolid steigt in den Frauenfußball ein

Von am 17. Juni 2009 – 16.49 Uhr

Der Frauenfußball in Spanien wird in Zukunft um einen klangvollen Namen bereichert werden. Real Valladolid gab heute bekannt, eine Frauenfußball-Mannschaft zu gründen und somit ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte aufzuschlagen.

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„Nachdem Real Valladolid diesen Schritt nach vorne beschlossen hat, ist es an der Zeit, das neue Frauen-Team zu gründen“, heißt es auf der Vereins-Website. Der Beschluss sei zustande gekommen, weil „der Frauen-Anteil unter den Fans im eigenen sowie auch in anderen Vereinen immer größer werde.“ Darüber hinaus trägt er der Entwicklung Rechnung, dass der spanische Fußballverband (RFEF) die höchste Frauenfußball-Liga im Land auf professionellere Beine stellen will.

Reform der Meisterschaft
So soll anstelle der aktuell 16 Teams umfassenden Superliga ab der kommenden Saison (6. September) übergangsweise für zwei Jahre in zwei Staffeln à 12 Teams gespielt werden, die sich nach regionalen Gesichtspunkten zusammensetzen.

So sollen in jeder Staffel acht Teams der derzeitigen Superliga antreten, dazu vier weitere, die aus der zweiten und dritten Liga kommen oder neu gegründete Vereine sind, die vom RFEF zur Teilnahme eingeladen wurden. Die beiden besten Teams jeder Gruppe sollen dann am Ende in einem Play-off den Titel unter sich ausspielen.

Klangvolle Namen
In den ersten beiden Jahren soll es weder Auf- noch Absteiger geben, in der Saison 2011/12 sollen die beiden Gruppen dann wieder in eine nationale Liga mit 16 Mannschaften überführt werden. Neben Teams wie Barcelona, Athletic Club, Atlético Madrid und Espanyol wird zukünftig neben Valladolid auch Sevilla ins Geschehen eingreifen. Für die neuen Teams wird es nun darum gehen, schnell einen wettbewerbsfähigen Kader zusammen zu stellen.

Bereits in den kommenden Tagen will man bei Valladolid alle Detailfragen klären, wie Budget, Spielort, Trainerstab und natürlich auch den Spielerinnenkader. Damit will man für das „neue und aufregende Abenteuer“ gerüstet sein. Für die Spielerinnen sei es eine „unglaubliche Gelegenheit, ihre fußballerischen Träume Realität werden zu lassen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.