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Duisburg heiß auf europäische Krone

Markus Juchem am 9 Kommentare
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Die Stimmung im Lager des FCR 2001 Duisburg ist vor dem Hinspiel im UEFA-Pokal-Finale am Samstag (ab 17.30 Uhr live auf Eurosport und im Womensoccer-Liveblogging) bei Zvezda-2005 von zurückhaltendem Optimismus geprägt. Erstmals, seit im vergangenen Herbst für die Löwinnen das Abenteuer Europa in der Ukraine begann, gilt das Team von Trainerin Martina Voss als Favorit. Doch können die Duisburgerinnen gegen den kompakten und mannschaftlich geschlossenen Gegner die eigene Offensivstärke ausspielen?

„Wir hatten als Neuling auch nichts zu verlieren und haben uns langsam als Mannschaft gefangen“, fasst Stürmerin Inka Grings gegenüber Womensoccer die bisherige UEFA-Pokal-Saison zusammen. Doch diesmal ist der Druck ungleich höher, denn mit dem Titelgewinn verbunden wäre ein automatischer Startplatz für die in der kommenden Saison erstmals ausgetragene Champions League. In der Bundesliga ist dies als Tabellendritter aus eigener Kraft zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr zu schaffen.

Ligastärke als Vorteil
Doch Grings ist zuversichtlich: „Ich denke, es ist ein Vorteil für uns, dass wir kontinuierlich über das ganze Jahr gefordert worden sind.“ Denn dadurch haben sich nicht nur die jungen Spielerinnen weiterentwickelt, sondern das ganze Team in puncto Selbstvertrauen noch einmal einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht. „Wir haben uns auf ein, zwei Positionen verstärkt und wir ernten jetzt die Früchte der Arbeit in den vergangenen Jahren“, so Grings, die im UEFA-Pokal bereits neun Tore erzielt hat.

Krahn setzt Signal
Die Vertragsverlängerung von Nationalspielerin Annike Krahn dürfte für einen zusätzlichen Schub sorgen. Dass die gerade in den entscheidenden Wochen im Hintergrund geführten Vertragsgespräche das Team ablenken könnten, glaubt Grings nicht. „Die Wechsel und eventuellen Verhandlungen sind im Team momentan kein Thema, deswegen irritiert das auch nicht. Es ist normal, dass Spielerinnen aus diversen Gründen wechseln.“

Viel Respekt
Trainerin Martina Voss setzt ganz auf die eigene Stärke: „Wir haben hohen Respekt vor Perm, diese Mannschaft ist gut eingespielt und seit zwei Jahren national ungeschlagen, aber auch wir wissen, was wir können.“ Zumindest mit einem Remis und im Optimalfall ohne Gegentreffer will man aus Russland zurückkehren.

Stand-by-Torhüterin Lehmann im Kader
Um dieses Ziel zu erreichen, kann Voss auf einen 19-er Kader zurückgreifen, zuhause bleiben mussten Ilka Pedersen, Ana Cristina Olivera Leite, Hasret Kayikci, Marith Prießen, Vanessa Martini, Stephanie Goddard, Corina Schröder und die dritte Torhüterin Anke Preuß. Im Tor wird Stammtorhüterin Kathrin Längert stehen, doch auch Stand-by-Lösung Kathrin Lehmann steht erneut im Duisburger Kader. Simone Laudehr hat zwar leichte Grippe und auch Krahn ist noch nicht vollständig wieder fit, doch Voss ist sich sicher: „Das bekommen wir bis Samstag fraglos hin.“

Zvezda sieht Chancen bei 50:50
Erst ein Saisonspiel hat Zvezda-2005 bestritten, das gewann man in der vergangenen Woche gegen Lada Togliatti auf überzeugende Art und Weise mit 10:1. Trainer Aleksandr Grigoryan ist zwiegespalten: „Ich denke, die Chancen stehen bei 50:50. Wir haben tolle Spielerinnen, aber wir müssen unsere Liga verbessern“, sieht er das größte Manko in der fehlenden Klasse der russischen Liga. Mit hoch intensiven Trainingseinheiten hat er zweimal pro Woche versucht, sein Team auf das bevorstehende Finalduell vorzubereiten.

16 000-er-Marke geknackt
Duisburgs Vorstandsvorsitzender Guido Lutz erklärt: „Die Mannschaft jedenfalls wird im Hinspiel alles geben, um gute sportliche Voraussetzungen für das Rückspiel zu schaffen.“ Denn nur sechs Tage später soll dann in der MSV-Arena im Rückspiel eine große Frauenfußball-Party steigen – schon jetzt wurden mehr als 16 000 Tickets verkauft.

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Markus Juchem (46) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ und Kicker.

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9 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Erhalt FCR mehr als 27,640 zuschauer rekord in der MSV Arena ?

  • labrys sagt:

    @laasee: Ich denke ausschlaggebend ist das Hinspiel, bei einer guten Ausgangslage werden sicher noch der eine oder andere mehr beim Spiel sein. Ich wünsche dem FCR ein volles Haus und eine geile Party :-)

  • laasee sagt:

    Hi labrys. Ja, das ist gut. Und auch mit Inka tor, Inka tor und mehr Inka tor.

  • Max Diderot sagt:

    Irgendwie beschleicht mich der Eindruck, und der obige Atikel verschafft mir da auch keine Abhilfe, als nähmen die Duisburgerinnen die Partien gegen ihre Kontrahentinnen aus Perm als reinen Selbstläufer. Wird schon nix passieren und überhaupt kümmern wir uns zuerst einmal um einen (möglichen) neuen Zuschauerrekord. Die Damen aus Perm weisen in der aktuellen europäischen Bilanz eine eindrucksvolle Bilanz aus (u.a. ein 1:0 Erfolg gegen den FFC Frankfurt auf neutralem Terrain sowie das Unentschieden in Umea), und es erscheint mir verwegen oder hochnäsig, den FCR in die Favoritenrolle zu positionieren.

  • Jarmusch sagt:

    Max Diderot schrieb: “Irgendwie beschleicht mich der Eindruck, und der obige Atikel verschafft mir da auch keine Abhilfe, als nähmen die Duisburgerinnen die Partien gegen ihre Kontrahentinnen aus Perm als reinen Selbstläufer. Wird schon nix passieren und überhaupt kümmern wir uns zuerst einmal um einen (möglichen) neuen Zuschauerrekord.”

    @Max Diderot
    Diesen Eindruck habe ich gerade NICHT!
    Einzig die wohl von Linda Bresonik getroffene Aussage, nach einem Videostudium des Gegners, lässt diesen Schluss zu.
    Martina Voss und die anderen Verantwortlichen haben jedoch stets zu Vorsicht und Wachsamkeit gemahnt.

  • Markus Juchem sagt:

    @Max: Also ein Selbstläufer wird es mit Sicherheit nicht werden. Aber so wie sich Duisburg im bisherigen Verlauf des UEFA-Pokals präsentiert hat, sehe ich sie schon über zwei Finalspiele hinweg als das favorisierte Team.

    Richtig ist sicherlich, dass man nicht durch Zufall und Glück das UEFA-Pokal-Finale erreicht. Trotzdem muss man Perms Erfolge ein wenig relativieren, gegen eine damals bereits stark ersatzgeschwächte Frankfurter Mannschaft war es ein glücklicher 1:0-Sieg, Umeå war zu dieser Zeit gerade erst in die neue Saison gestartet, und hat auch dort einen etwas holprigen Start gehabt und gleich im dritten Spiel die erste Niederlage kassiert. Duisburg hat zweimal gegen Frankfurt gewonnen, Lyon eindrucksvoll aus dem Wettbewerb geworfen und zu Beginn auch die Meister aus Spanien, Dänemark und der Ukraine geschlagen.

    Für Perm ist wohl eines der größten Probleme, wie auch ihr Trainer einräumt, dass sie in der heimischen Liga nur selten gefordert werden (wie auch Lyon in Frankreich) und regelmäßige Spiele auf derart hohem Niveau nicht gewohnt sind. Und das könnte sich als Pluspunkt für die Duisburgerinnen erweisen. Ich denke schon, dass es derzeit schwer ist für welche Mannschaft auch immer, gegen Duisburg nach zwei Spielen die Nase vorn zu haben, wenn es den Duisburgerinnen gelingt, hoch konzentriert zu Werke zu gehen und keine Nervosität aufkommt.

  • Pinguin sagt:

    @Max Diderot: Ich denke, Martina Voss nimmt den Gegner sehr ernst, vgl. das Interview bei dfb.de (http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1showUid=18215&tx_dfbnews_pi4cat=187).

    Perms Trainer versucht allerdings, dem FCR mit aller Macht die Favoritenrolle zuzuschreiben … (http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/duisburg/2009/5/15/news-119910122/detail.html)

    Ich habe aber bei einigen Fans hierzulande den Eindruck, dass sie Perm komplett unterschätzen und sehr enttäuscht sein werden, dass das überhaupt kein Selbstläufer sein wird …

  • laasee sagt:

    Im Fussball liefern die grossen Spieler auf den grossten Moment. FCR hat Laudehr, Bresonik, Fuss, Krahn und ist vor allem Inka Grings. Grosser Respekt fur Zvezda aber Vertrauen in FCR.

    Alles is gut.

  • djane sagt:

    Also wer als Fan glaubt, daß das Spiel wird ein Selbstäufer wird, ist auch selber Schuld und muß mit eventuellen Enttäuschungen leben. Ich kannte Perm zuvor auch nicht sonderlich gut, aber spätestens seitdem Umea rausgeworfen wurde (was mir den Verlust einer Wette beschert hat, ich war mir so sicher, das die Schwedinnen das noch drehen), bin ich wirklich gewarnt.
    Generell finde ich den UEFA-Cup dieses Jahr unglaublich schwer einzuschätzen. Der Titelverteidiger schied auch dank einer langen Verletztenliste früh aus, Umea, die einige Abgänge zu verzeichnen hatten, Lyon, das trotz einiger Abwanderinnen ebenfalls weitaus unter seinen Möglichkeiten spielte (ich glaube, mit einer Bompastor wäre es seeehr eng für den FCR geworden)… daher bin ich gespannt, was die russische Natio aka Perm heute so auf die Beine stellt !