Deutschland nur Remis gegen Brasilien

Von am 22. April 2009 – 20.22 Uhr 3 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist auch im dritten Spiel in Folge ohne Sieg geblieben. Vor der europäischen Rekordkulisse von 44 825 Zuschauern trennte sich das Team von Trainerin Silvia Neid in der Frankfurter Commerzbank-Arena von Brasilien mit einem Unentschieden.

Anja Mittag brachte die DFB-Elf in der 24. Minute nach Vorarbeit von Linda Bresonik in Führung, doch nach einer Ecke erzielte Maurine mit einem Schuss unweit der Strafraumgrenze den 1:1-Ausgleich (35.), der auch den Endstand bedeutete.

In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeberinnen den müde wirkenden Südamerikanerinnen deutlich überlegen, dennoch gelang es dem Team nicht einen zweiten Treffer zu erzielen. Wermutstropfen war die Verletzung von Birgit Prinz, die bereits in den ersten 45 Minuten mit Verdacht auf Rippenbruch vom Feld musste.

Neid meinte nach der Partie: „Wir hätten das Spiel heute schon gerne gewonnen. In der ersten Halbzeit war die Partie von Taktik geprägt, in der zweiten Halbzeit lief es dann auch spielerisch besser. Das war auf jeden Fall schon eine Steigerung gegenüber dem Algarve Cup.“

Tags:

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • djane sagt:

    Nun ja, es war ja auch nicht schwer, sich gegenüber dem Algarve-Cup zu steigern…
    Die Mannschaftsleistung hat Mut gemacht für die EM, auch wenn der Gegner heute nicht in hochkarätiger Form war. Aber bis dahin sollte die Chancenverwertung optimiert werden, von daher geht das 1:1 für mich in Ordnung.

    (0)
  • Steffen sagt:

    Es war ein wirklich tolles Spiel. Das wir am Ende nicht gewonnen haben, daran sieht man, dass Fussball nicht planbar ist. Zumindest nicht das Ergebnis. Das Drumherum war perfekt geplant. Es war ein ganz anderes Spiel wie die 3 Spiele seit dem WM-Finale. Auf der einen Seite die deutschen Spielerinnen, die viel offensiver gespielt haben und sich mehr Chancen herausgespielt haben wie in den 3 Begegnungen davor. Auf der anderen Seite eine brasilianische Mannschaft mit einigen neuen Gesichtern. Erika, Maurine, Francielle um nur einige zu nennen. Die kommen ja von der U-20 und man hat schon gemerkt, dass da noch Luft nach oben ist. Von der Erfahrung natürlich auch. Und vorn die 2 Ausnahmespielerinnen, die wie ein Fremdkörper wirkten. Wo war eigentlich die 3., ich meine Daniela. Formiga war in der Abwehr beschäftigt, und deswegen hat man Cristiane und Marta nur gesehen, wenn sie sich den Ball aus dem Mittelfeld holten. Letztere mal wieder auch bei 2 Ausrastern, aber im Großen und Ganzen hat man gemerkt, das zwei Ausnahmespielerinnen keine Mannschaft ausmachen. Wirklich kein Vergleich zum WM-Finale, auch taktisch lagen Welten dazwischen. Mich freuts. Und vor allem deswegen, weil wir Brasilien dominierten und das Spiel nicht zerstören mussten, eben Fussball spielen konnten. Darin sieht man erstmal wie stark Brasilien im WM-Finale 2007 eigentlich war. Das ihre Stürmerinnen in der Luft hingen lag ja an ihrem schlechten Mittelfeld oder besser an unserem guten. Also prima Spiel von Kulig, Bresonik und auch dann später von Laudehr. Woran ich mich gerade noch erinnere ist, dass Kim Kulig so gut wie jedes Kopfballduell gewonnen hat.

    Darauf kann man auf jeden Fall aufbauen, und auch wenn wir keines der letzten 3 Spiele gewinnen konnten sehe ich den Spielen Japan und Russland positiv entgegen.

    (0)
  • suplo sagt:

    Und nicht zu vergessen, dass diese Kulisse heute mit fast 45.000 Zuschauern „saugeil“ und einfach herrlich war. 😉

    (0)

2 Pingbacks »

  • […] geknackt Bisher liegt der Rekord bei 44 825 Fans, die am 22. April 2009 das Länderspiel zwischen Deutschland und Brasilien in der Frankfurter WM-…. Die WM-Auftaktpartie auf deutschem Boden wird zudem die Zuschauerzahlen der vergangenen zwei […]

  • […] 2009 verfolgten 44 825 Zuschauer das 1:1 zwischen Deutschland und Brasilien in der Frankfurter Commerzbank-Arena, doch diese Marke dürfte am Samstag Geschichte sein.  Denn am Dienstag waren bereits 43 935 Tickets für die Partie zwischen Deutschland und Japan abgesetzt. […]