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Deutschland gegen Brasilien: Appetithappen für die WM 2011

Von am 22. April 2009 – 10.17 Uhr 1 Kommentar

Gut zwei Jahre vor der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland ist die Frankfurter Commerzbank-Arena heute (ab 18.15 Uhr live im ZDF und Womensoccer-Liveblogging) Schauplatz des Testspiels Deutschland gegen Brasilien. Vor der europäischen Rekordkulisse von über 40 000 Zuschauern will sich die DFB-Elf für die 1:4-Schlappe im Halbfinale der Olympischen Spiele revanchieren und einen ersten Vorgeschmack auf die WM im eigenen Land liefern.

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Vier Monate vor der Europameisterschaft in Finnland wollen die DFB-Spielerinnen nach dem durchwachsenen Algarve Cup Bundestrainerin Silvia Neid zeigen, dass die Fitnesskurve nach oben zeigt. „Wir haben noch etwas gut zu machen“, verspricht Torhüterin Nadine Angerer, dass die Spielerinnen hoch motiviert in das Duell mit Brasiliens Topkickerinnen gehen werden, die extra für die Partie gegen Deutschland und ein weiteres Testspiel gegen Schweden drei Tage später zur Einweihung des neuen Stadions in Göteborg den Trip über den Atlantik gemacht haben.

Rückkehrerin Zietz
Das deutsche Team kann allerdings wie schon beim Algarve Cup erneut nicht in Bestbesetzung antreten. So fehlen in der Viererkette nach wie vor Kerstin Stegemann und Ariane Hingst, zudem muss Neid auch auf die verletzte Stürmerin Inka Grings verzichten, die nach ihrem Comeback in Portugal wegen einer Wadenverletzung passen muss.

Erstmals seit dem Länderspiel in Belgien im Vorjahr steht auch Turbine Potsdams Kapitänin Jennifer Zietz wieder im deutschen Kader, die sich ihren Einsatz aufgrund starker Leistungen im Verein schon lange verdient hat. „So ein Spiel nimmt man gerne mit, das ist eine tolle Erfahrung. Ich habe bisher nur in Nachwuchsteams gegen Brasilien gespielt“, freut sie sich auf das Duell mit dem Südamerikanerinnen.

Deutschland Favorit
Gegen die brasilianische Elf ist Deutschland trotz einiger fehlender Spielerinnen Favorit, hat der Gegner doch seit den Olympischen Spielen keine Partie mehr bestritten und tritt zudem erstmals unter dem neuen Trainer Kleiton Lima an, der zuvor die U20-Auswahl seines Landes betreute. „Dass wir diesmal in Deutschland spielen, ist eine besondere Herausforderung. Wir werden unsere Fans nicht enttäuschen“, verspricht er, dass seine Elf, auch ohne eingespielt zu sein und trotz Jetlag eine gute Leistung abliefern wird.

Vor der Partie berief Lima die Hälfte seines Kaders in ein knapp zweiwöchiges Trainingslager nach Granja Comary ein, bei dem die in der US-Profiliga WPS unter Vertrag stehenden Spielerinnen jedoch fehlten. Vor allem taktische Varianten und der schnelle Wechsel von einer 3-5-2-  auf eine 3-4-3-Formation wurden getestet, ein Testspiel gegen eine Auswahl von Vasco gewann man 5:1.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Pinguin sagt:

    Ich find nicht gerade, dass die DFB-Frauen Favorit sind, weil viele wichtige Spielerinnen wie Grings, Hingst, Stege fehlen (die Defensive also nur durch Krahn ein Plus gegenüber dem Algarve-Kader), und bei anderen wie Prinz und Laudehr hinter der Fitness ein deutliches Fragezeichen steht.

    Ich seh‘ eher die Gefahr, dass es heute ausgerechnet vor so einer Riesenkulisse arg in die Hose geht.
    Aber vielleicht ist das wieder der typisch dt. Pessimismus …

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