Titelkandidaten geben sich keine Blöße

Von am 18. April 2009 – 12.50 Uhr

Mit einem souveränen 5:1 (2:0)-Auswärtssieg beim SC Freiburg hat der FC Bayern München eindrucksvoll seine Ambitionen auf einen der ersten beiden Plätze in der Frauenfußball-Bundesliga untermauert, die in der kommenden Saison zur Teilnahme an der Champions League berechtigen.

Tabelle Frauenfußball-Bundesliga

Der 1. FFC Turbine Potsdam hatte mehr Mühe als erwartet, um Aufsteiger FF USV Jena in die Schranken zu verweisen. Der 1. FFC Frankfurt holte beim Hamburger SV drei wichtige Punkte, die Talfahrt von Aufsteiger Herforder SV setzte sich auch im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg fort. UEFA- und DFB-Pokalfinalist FCR 2001 Duisburg feierte einen Kantersieg gegen Bad Neuenahr. 

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In Freiburg brachte die österreichische Nationalspielerin Nina Aigner ihr Team vor 1 258 Zuschauern in der 23. Minute in Führung, noch vor der Pause erhöhte die Ex-Freiburgerin Melanie Behringer (44.) zum 2:0.

Martina Moser gelang zu Beginn der zweiten Halbzeit der Anschlusstreffer für die Gastgeberinnen (50.), doch Aigners zweiter Treffer (56.) sowie zwei weitere Tore von Vanessa Bürki (70. und 79.) sorgten für einen klaren Bayern-Sieg, der dem alle Chancen im Kampf um Meisterschaft und Champions-League-Teilnahme lässt.

Turbine knapper Sieger im Ost-Derby
Der 1. FFC Turbine Potsdam landete einen 3:2 (1:0)-Sieg gegen den tapfer kämpfenden Aufsteiger FF USV Jena. Kapitänin Jennifer Zietz (20.) und Tabea Kemme (49.) sorgten für eine 2:0-Führung, doch Sylvia Arnold ließ ihr Team noch einmal hoffen (59.). Viola Odebrecht sorgte dann für die Vorentscheidung (78.), Genoveva Anonmas neuerlicher Anschlusstreffer kam zu spät (85.).

Frankfurt hofft
Der 1. FFC Frankfurt darf dank des 2:0 (1:0)-Siegs beim Hamburger SV weiter auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben hoffen. Tore von Kerstin Garefrekes (9.) und ein verwandelter Foulelfmeter der eingewechselten Sarah Günther (85.) sorgten für einen wichtigen Dreier.

Duisburgs Tormaschine rollt
Der FCR 2001 Duisburg musste gegen den SC 07 Bad Neuenahr eine Schrecksekunde überstehen, denn die Gastgeberinnen gerieten auch im dritten Heimspiel in Folge früh in Rückstand, Yasmin Pietsch traf für die Gäste ins Schwarze (3.). Doch die erstmals wieder von Beginn an spielende Simone Laudehr sorgte schnell für den Ausgleich (13.), jeweils zwei Treffer von Marina Hegering (16. und 37.) und Femke Maes (45. und 47.) sowie ein verwandelter Foulelfmeter von Linda Bresonik sorgten am Ende für einen standesgemäßen 6:1 (4:1)-Sieg.

Herford geht die Luft aus
Aufsteiger Herforder SV kam im dritten Heimspiel in Folge unter die Räder. Nach dem 1:4 gegen den Hamburger SV und dem 0:6 gegen den FCR 2001 Duisburg verlor das Team von Trainer Björn Kenter mit 1:6 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg. Bereits in der ersten Minute gerieten die Gastgeberinnen durch einen Treffer von Stephanie Bunte in Rückstand.

Shelley Thompson erhöhte noch vor der Pause (41.). Bunte (46.) und Thompson (48.) sorgten kurz nach der Pause für die Entscheidung, Martina Müller (74.) und erneut Thompson (86.) machten das halbe Dutzend voll, Marie Pollmann hatte zwischenzeitlich den Ehrentreffer erzielt (70.).

Essen weiter gut in Schuss
Der TSV Crailsheim machte sich gegen die SG Essen-Schönebeck nach der frühen 1:0-Führung durch Annika Eberhardt (7.) Hoffnungen auf den ersten Heimsieg, doch die Gäste drehten den Spieß binnen weniger Minuten um. Daniela Löwenberg (22.), zwei Treffer von Sofia Nati (23. und 24.) sowie ein verwandelter Foulelfmeter von Melanie Hoffmann (32.) machten den Auswärtssieg der Gäste perfekt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.