Schul-WM: Wieder Silber für Eliteschülerinnen

Von am 12. April 2009 – 17.46 Uhr 1 Kommentar

Puh, was war das spannend. Chinas Schulfußballerinnen lieferten bei der Schul-WM im türkische Antalya im Finale dem Potsdamer Eliteinternat Friedrich Ludwig Jahn einen hochdramatischen Kampf, der erst im Penalty-Schießen entschieden wurde.

Nach 3:3 (1:2) im Spiel hieß es im Entscheidungsschießen 5:3 für die Kickerinnen aus dem Reich der Mitte. Auf der Abschlussfeier am Abend gab es die Silbermedaillen. Beim Penalty-Schießen dribbelt eine Spielerin von der Mitte und versucht 1:1 die gegnerische Torhüterin zu überwinden. Das gelang den Chinesinnen jeweils im Nachsetzen. Denn Friederike Mehring war an jedem der Erstversuche dran.

Nachsehen im Penalty-Schießen
Potsdam konnte die ersten zwei Versuche erfolgreich durch Sandra Wiegand und Jalila Dalaf abschließen. Sandra Starke war dann im dritten Paar der Unglücksrabe. Ausgerechnet die Torjägerin brachte ihren Ball nicht ins Ziel. Starke und Mehring heulten um die Wette angesichts dieser Vorentscheidung. Im vierten Paar traf zwar Jennifer Cramer noch, aber das fünfte Paar brauchte nicht mehr beendet werden. Aus der Traum. Kollektive Tränen. Silber ist gut, aber Gold ist besser. Jeder weiß das. Aber dieser Triumph blieb ihnen am Ende knapp verwehrt.

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Schon im Spiel deuteten die Chinesinnen an, dass ein Finale noch einmal besondere Kräfte freisetzen kann. Das deutsche 3:0 aus dem Gruppenspiel war nichts mehr wert. Im Spiel hatte Lyn Meyer ihre Elf zunächst in Führung gebracht (5.). Die Chinesinnen gingen jedoch mit 2:1 in die Pause. Judith Bast konnte ausgleichen (40.). Der Gegner ging erneut in Führung (49.), aber Cramer (53.) schaffte den erneuten Ausgleich, der alle Hoffnungen auf das Penalty-Schießen lenkte. Platz drei ging mit 2:0 über Frankreich an Finnland.

Positives Turnierfazit
Keine Frage: Das Silber 2009 schimmert golden. Selten lag eine Mannschaft so enttäuscht am Boden wie die Mädels von Lehrertrainer Jürgen Theuerkorn in diesem Jahr nach so knappem Finale mit zuvor so bravourösem Turnierverlauf. „Wir haben ein klasse Turnier gespielt und auch im Finale gekämpft bis zum Umfallen. Immerhin haben die Mädels zweimal einen Rückstand aufgeholt“, lobte Betreuerin Bettina Stoof.

Wie zuvor schon Theuerkorn fand auch Stoof herbe Kritik am Finalstadion und an einer unangemessen schlechten Turnierorganisation. „Wir sind lieber ungeduscht ins Hotel gefahren, denn die angebotenen Umkleiden waren Karnickel-Buchten“, kritisierte Stoof. Mehring wurde noch deutlicher: „Das waren turnierunwürdige Dreckställe.“

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1 Kommentar »

  • Jalila sagt:

    ..Es werden Helden gesucht“ und ich denke es wurden helden gefunden!
    Jetzt wartet die deutsche meisterschaft auf uns!!!!!!

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