U17 nur noch ein Remis von der EM entfernt

Von am 11. April 2009 – 22.58 Uhr 2 Kommentare

Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft hat gute Aussichten, die Endrunde der Europameisterschaft zu erreichen. Nach dem 4:0-Sieg gegen Russland feierte das Team im zweiten Spiel einen ungefährdeten 6:0-Sieg gegen Gastgeber Ungarn. Dank des besseren Torverhältnisses reicht dem Team von Trainer Ralf Peter zum Abschluss gegen die Schweiz am Dienstag bereits ein Remis zur erfolgreichen Qualifikation für die Endrunde vom 22. bis 25. Juni in Nyon.

„Ich bin vor allem mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden, da haben wir gut kombiniert. Danach haben wir einen Gang zurückgeschaltet und das Spiel verwaltet, ein etwas höheres Resultat wäre durchaus noch möglich gewesen“, so Peter, dessen Zwischenfazit positiv ausfällt: „Dennoch bin ich mit dem bisherigen Turnierverlauf bei 10:0 Toren und zwei klaren Siegen zufrieden.“

Petzelberger trifft erneut
Nach anfänglichen Unsicherheiten ging die deutsche Mannschaft in der elften Minute durch einen Treffer von Nicole Rolser in Führung. Nur wenige Minuten später konnte sich Ramona Petzelberger wie schon im Auftaktspiel als Torschützin auszeichnen (17.). Lynn Mester sorgte nur drei Minuten später für die Vorentscheidung (20.).

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Laura Vetterlein mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 22 Metern (23.) und Kyra Malinowski (26.) schraubten das Resultat nach nicht einmal einer halben Stunde gegen überforderte Gastgeberinnen auf 5:0. Malinowski stellte mit ihrem zweiten Treffer des Tages eine gute Viertelstunde vor Schluss den Endstand her (72.).

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Schweiz nicht unterschätzen
„Wir freuen uns auf das Endspiel gegen die Schweiz und wollen die Qualifikation klar machen“, so Peter, der aber vor dem starken Gegner warnt: „Die Schweizerinnen haben in der vergangenen Zeit eine gute Entwicklung vollzogen und konnten sich permanent steigern. Zudem ist das eine sehr eingespielte Mannschaft“. Die Schweiz hat bisher ebenfalls die ersten beiden Spiele gewonnen, 1:0 gegen Ungarn und 2:1 gegen Russland.

Dennoch gilt die deutsche Auswahl, die im vergangenen Jahr Europameister wurde und den dritten Platz bei der U17-WM in Neuseeland belegte, als Favorit. Noch sieben Spielerinnen aus dem WM-Kader sind mit dabei: Anna Felicitas Sarholz (1. FFC Turbine Potsdam), Leonie Maier (VfL Sindelfingen), Carolin Simon (TSV Jahn Calden), Claudia Götte (SG Wattenscheid 09), Lynn Mester (SV Westfalia Osterwick), Nicole Rolser (VfL Sindelfingen) und Ivana Rudelic (FC Bayern München).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • Sebastian Ostermann sagt:

    Möchte nur anmerken, dass Claudia Götte nicht mehr, wie im Text erwähnt für die Westfalia Scherfede/Rimbeck spielt, sondern mittlerweile zur SG Wattenscheid 09 gewechselt ist.

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  • Markus Juchem sagt:

    Vielen Dank, Sebastian. Ich habe es korrigiert, nachdem ich es falsch von der DFB-Website übernommen hatte.

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