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FCR 2001 Duisburg erreicht DFB-Pokalfinale

Von am 11. April 2009 – 13.54 Uhr 5 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg hat sechs Tage nach dem Einzug ins UEFA-Pokal-Finale sein zweites Endspiel erreicht. Nach dem hart erkämpften 3:1 (1:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg stehen die Duisburgerinnen als erster Finalist für das DFB-Pokalendspiel am 30. Mai in Berlin fest.

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Die belgische Nationalspielerin Femke Maes brachte ihr Team vor 1 720 Zuschauern Mitte der ersten Halbzeit in Führung (24.), als ihr Schuss nach Vorarbeit von Fatmire Bajramaj und Jennifer Oster an die Latte ging und vom Rücken der Wolfsburger Torhüterin Nadine Richter ins Tor rollte. Shelley Thompson glich für die Gäste jedoch postwendend mit einem Schlenzer aus 16 Metern aus (26.).

Duisburgs Mittelfeldspielerin Marina Hegering krönte ihre derzeit starke Form mit dem Treffer zur erneuten Führung (70.), eine Bogenlampe aus fast 30 Metern fand den Weg ins Tor. Bei den Niedersachsen vermisste man nun den unbedingten Siegeswillen, Maes zerstreute mit ihrem zweiten Treffer in der Schlussminute die letzten Zweifel (90.), per Kopf traf sie nach Vorarbeit von Linda Bresonik.

Im Lager der Duisburgerinnen freute man sich über den Finaleinzug, beklagte sich aber zum wiederholten Mal in dieser Saison über die Terminansetzungen. „Das, was wir hier gerade erleben in punkto Terminansetzungen darf man mit einem Verein einfach nicht machen“, beschwerte sich Duisburgs Trainerin Martina Voss.

Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann war mit der Leistung seiner Elf nicht zufrieden. „Ich kann die vielen Komplimente für meine Mannschaft nur teilweise annehmen; in der 2.Halbzeit spielte nämlich nur der FCR – Kompliment zum verdienten Sieg.“

FCR 2001 Duisburg – VfL Wolfsburg 3:1 (1:1)

Duisburg: Längert – Oster (80. Hartmann), Fuss, Krahn, Popp – Maes, Hegering, Kiesel, Bresonik  – Knaak (60. Laudehr), Bajramaj (84. Ioannidou)

Wolfsburg: Richter – Eichholz, Höfler, Ende, Smith – Omilade, Blässe (61. Bunte), Wilkens, Brendel (77. Nokso-Koivisto) – Thompson, M. Müller

Tore: 1:0 Maes (24.), 1:1 Thompson (26.), 2:1 Hegering (70.), 3:1 Maes (90.)

Schiedsrichter: Wozniak (Herne)

Zuschauer: 1 720

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Zwei Finals – JA, JA, JA !!!

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  • Jarmusch sagt:

    Bei sonnigen 24,5°C ein mühsamer Sieg für den FCR.
    Duisburg trat ohne echte Mittelstürmerin an (Grings verletzt, Hartmann und Kayikci auf der Bank, Goddard nicht mal im Kader). Voss überraschte mit Bajramaj und Maes, die abwechselnd in die vorderste zentrale Spitze stießen. Der Schachzug gelang, denn Maes erzielte gleich zwei Treffer.
    Duisburg war permanent bemüht nach vorne zu spielen, es fehlte jedoch häufig an Kreativität und Passgenauigkeit. Dazu kamen unzählige Abseitsstellungen.
    Wolfsburg war auf Konter ausgerichtet, lange Bälle nach vorne erreichten die Stürmerinnen jedoch kaum. Die Duisburger Abwehr räumte per Kopfball so ziemlich alles ab.

    Beste Duisburgerinnen: Femke Maes, nicht nur wegen der zwei Tore; Alexandra Popp, schaltete Martina Müller klar aus; Linda Bresonik, kämpferisch und technisch stark; Annemieke Kiesel und Marina Hegering, die als Doppel-Sechs gut abräumten.
    Bei Wolfsburg brachten allenfalls Eichholz, Omilade und Smith eine akzeptable Leistung. Für eine Mannschaft, die nach dem Ticket für das Finale in Berlin greifen kann, fehlte irgendwie der letzte Biss.

    Im Stadion gesichtet:
    Birgit Prinz, Silvia Neid, die Damen-Mannschaft der SG Wattenscheid 09 (die wohl morgen Richtung Potsdam aufbricht – viel Glück!)

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  • kaerf sagt:

    Hallo Markus,
    die Wolfsburger Torhüterin heisst aber Nadine Richter, Lisa Eichholz ist Abwehrspielerin.

    Die FCR-Frauen haben sich wacker geschlagen und das trotz ihrer Ausfälle und den vielen Spielerinnen, die angeschlagen oder geschwächt ins Spiel gegangen sind. Besonders in der zweiten Halbzeit waren sie haushoch überlegen, Kathrin Längert in ihrem Kasten war nämlich arbeitslos, da die Wolfsburgerinnen gar nicht mehr vor ihr Tor kamen.
    Super Leistung! Glückwunsch! Und diesmal wird der Pott nach Duisburg geholt! Viel Glück für den 30.Mai und eine bessere Chancenverwertung, dann klappt das schon!

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  • Markus Juchem sagt:

    Ja, klar, danke, ist korrigiert. 😉 Das haben die Wolfsburgerinnen auch selber so gesehen, dass sie vor allem in der zweiten Halbzeit das Nachsehen hatten. Zwei Finals sind erreicht, das ist schon einmal aller Ehren wert.

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  • Max Diderot sagt:

    Jarmusch, eine wunderbare Zusammenfassung, die das Spiel für jene, die nicht dabei waren, noch einmal ablaufen lässt. Besten Dank.

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