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Steffi Jones besucht Mädchenfußball-Talente

Von am 9. April 2009 – 0.13 Uhr

Im Freiburger Schönbergstadion veranstaltete die Frauenfußball-Abteilung des SC Freiburg am Dienstag und Mittwoch die diesjährigen Sichtungstage des Mädchenfußballs für die Jahrgänge 1994-1997. Höhepunkt war der Besuch von WM-OK-Präsidentin Steffi Jones.

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Schönes Wetter war den Mädchen vergönnt, als sie am Dienstagmorgen auf den Platz gingen, um zu zeigen, ob sie das Zeug haben, in Freiburg zu Bundesligaspielerinnen zu reifen. Auch dieses Mal waren zahlreiche Spielerinnen aus der Bundes- und Oberligamannschaft und viele Jugendspielerinnen zugegen, um das mehrköpfige Trainerteam, darunter Bundesliga-Trainer Günter Rommel, bei der Talentsichtung zu unterstützen.

80 Teilnehmerinnen
An mehreren Stationen konnten jeweils rund 80 angemeldete Nachwuchstalente an beiden Tagen ihr Können demonstrieren, bevor am Nachmittag bei einem Fünf-gegen-Fünf-Turnier Fußball gespielt wurde. „Ich bin mit dem Zuspruch der Mädels sehr zufrieden“, erklärte der federführende Trainer Lutz Riemenschnitter, der normalerweise die U15 betreut.

„Das Niveau ist deutlich höher als in den letzten Jahren, einige haben weite Wege auf sich genommen, um hier teilnehmen zu können.“ Ein Umstand, den der A-Lizenzinhaber darauf zurückführt, dass sich die gute Jugendarbeit rumgesprochen hat.

Star zum Anfassen
Ein Highlight war der Besuch von WM-OK-Präsidentin Steffi Jones. Nach dem die Weltmeisterin von 2003 zunächst die Freiburger Fußballschule, deren Förderin sie ist, und den Olympiastützpunkt besichtigte, stellte sie sich nach dem gemeinsamen Mittagessen den Fragen der Mädchen. Als Star zum Anfassen präsentierte sich die 36-Jährige, die auch Fragen mit einem Lächeln beantwortete, ob es stimme, dass sie früher so breit wie hoch war. Mit einem Augenzwinkern bestätigte sie diesen Umstand – der allerdings nur im zarten Alter von sechs Wochen der Wahrheit entsprach.

Und natürlich war es ihr eine Herzensangelegenheit, auf die WM 2011 im eigenen Land und die ein Jahr davor stattfindende U20-WM hinzuweisen, für deren Organisation sie die Verantwortung trägt. „Klar bin ich ständig unterwegs und habe ich viel zu tun, aber wir haben ein tolles Team und die viele Arbeit die wir haben zeigt das große Interesse an den beiden Großveranstaltungen.“

Gute Infrastruktur
Steffi Jones weckte Begeisterung, die Birgit Bauer stellvertretend für viele so formulierte: „Ihr Besuch war ein tolles Erlebnis allen voran für die Mädels, die in Steffi Jones einen ‚Star zum Anfassen‘ erlebt haben, aber auch für mich persönlich war es schön zu erleben, dass Steffi immer noch so geerdet ist, wie ich sie vor vielen Jahren schon kennen lernen durfte.“

Und die Abteilungsleiterin Frauenfußball des SC Freiburg ergänzte: „Ich bin froh, dass wir ihr unsere Strukturen mit Internat, Partnerschulen, Olympiastützpunkt und Trainingsgelände am Schönbergstadion präsentieren konnten, hinter denen wir uns im Ligavergleich sicher nicht zu verstecken brauchen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.