DFB-Kader gegen Brasilien mit Überraschungen

Von am 7. April 2009 – 12.26 Uhr 10 Kommentare

Bundestrainerin Silvia Neid hat den Kader der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Brasilien am Mittwoch, 22. April, in Frankfurt benannt. In das 20 Spielerinnen umfassenden Angebot kehren die beim Algarve Cup fehlenden Birgit Prinz, Annike Krahn und Simone Laudehr zurück. Nominiert wurden auch Jennifer Zietz vom 1. FFC Turbine Potsdam und Martina Müller vom VfL Wolfsburg, die zuletzt nur auf Abruf im Kader standen.

Ebenfalls mit dabei ist Sonja Fuss,  die beim Turnier in Portugal nur in den Kader gerutscht war, weil sich ihre Teamkollegin Krahn kurzfristig verletzt hatte.

Nur eine Bayern-Spielerin
Der FC Bayern München stellt in Melanie Behringer nur eine Nationalspielerin, Bianca Rech steht erneut nur auf Abruf genauso wie Katharina Baunach und die ab der kommenden Saison in München spielende Isabell Bachor.

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Silvia Neid benennt Brasilien-Kader (Video)

Nicht im Kader steht Bayern-Stürmerin Nicole Banecki. Weiterhin verzichten muss Neid auf die verletzten Kerstin Stegemann und Ariane Hingst sowie auf die erkrankte Célia Okoyino da Mbabi.

 „Ich denke, mit diesem Kader sind wir sehr gut für diese Begegnung aufgestellt“, so  Neid. Die Partie gegen Brasilien soll als weitere Standortbestimmung für die vom 23. August bis 10. September in Finnland stattfinden Europameisterschaft dienen.

Volle Konzentration
„Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren dreimal gegen Brasilien gespielt, insofern kennen wir deren Qualitäten sehr genau. Sie haben Weltklasse-Spielerinnen in ihren Reihen, die,  jede für sich, ein Spiel allein entscheiden können. Gegen so einen Gegner darf man sich keine Fehler erlauben und muss mit höchster Konzentration über 90 Minuten spielen“, erläutert Neid.

Das Spiel soll dazu dienen, Mängel im deutschen Spiel aufzudecken, die es bis zum Sommer noch zu beseitigen gilt. „Grundsätzlich sind Spiele gegen starke Gegner wichtig für die Weiterentwicklung jeder einzelnen Spielerin. erklärt die Bundestrainerin. „Jeder kann sich jederzeit verbessern“, betont Neid.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Pinguin sagt:

    Schade, dass die Bundestrainerin immer so sehr lange braucht, bis sie Spielerinnen, die in der BL tolle Leistungen bringen, endlich mal beruft. Meint sie, es sei Zufall, dass die Bayerinnen derzeit die besten Titelchancen haben? (- gut, in den Big-Matches gegen Turbine, FFC und FCR hatten sie schon richtig Glück, aber das steht auf einem anderen Blatt). Das liegt doch vielmehr auch auch der individuellen Klasse von Rech, Baunach, Banecki etc. …

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  • Conny68 sagt:

    In der Tat ist es erstaunlich, dass nur eine Spielerin des FC Bayern im Kader vertreten ist.
    Dabei frage ich mich schon, wie SN die Rolle von Bianca Rech zukünftig sieht. Rech ist inzwischen 28 Jahre und konnte bisher noch bei keinem großen Turnier dabeisein. Entweder hatte sie Pech mit Verletzungen oder sie ist vor einem Turnier wieder aus dem Kader gestrichen worden.
    Bianca Rech spielt eine starke Saison und ich meine, sie hätte jetzt noch mal eine echte Chance verdient. In diesem „Fußballalter“ will man sicherlich nicht mehr nur die Ergänzungsspielerin auf Abruf sein.

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  • sisyphos sagt:

    Also, ich halte eine Nominierung von Katha Baunach und Jay für wesentlich gerechtfertigter als die einer Saskia Bartusiak oder Navina Omilade …

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  • Neid Neindanke sagt:

    Ja wo sind denn die Überraschungen ? Ich kann keine finden, sondern sehe immer dieselben Gesichter aus Frankfurt, Duisburg, Potsdam und (noch) Bad Neuenahr. Selbst Spielerinnen wie Annike Krahn oder Simone Laudehr, die wohl kaum wieder vollständig fit sind, werden anderen einsatzfähigen Spielerinnen vorgezogen. Wenn Stege wenigstens humpeln könnte, würde auch sie sofort wieder berufen. Einfallsloser und ignoranter geht es kaum noch.

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  • Brandy74 sagt:

    Die Größten Überraschungen bei der Nominierung sind für mich Bartusiak und Omilade…….Meine Lieblingsspielerin J. Zietz wird wahrscheinlich mal wieder nur Lückenfüller spielen.
    @ NeidNeundanke (schöner Nick): von der Schnelligkeit und vieleciht auch von der Kondition her wird Laudehr relativ gut dabei sein, durch die Schulterverletzung konnte sie da ja schnell wieder mit spezeillem Training anfangen, deutlich eher ehe als bei ner Knie- oder Fußverletzung.

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  • sisyphos sagt:

    Also, bei Simon konnte man schon sehen, dass sie schon auf einem sehr guten Stand ist. Ihre Sprints haben das u.a. bewiesen. Dass es für ein komplettes Spiel wahrscheinlich noch nicht reicht – ich denke, man wird in der nächsten Woche sehen wie es geht. Dennoch halte ich insgesamt eine Nominierung für verfrüht – nicht, weil ich Simon nicht in der Natio sehen will, sondern weil SN auch mal was ausprobieren sollte.
    Und Überraschungen – ja gut, negative sind einige dabei … was mich jedoch wundert: dass Sonni trotz der Genesung von Annike noch im Kader steht. Sollte SN wirklich einmal etwas mitbekommen haben?

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  • SCW sagt:

    Wieso Banecki nicht mit dabei ist, kann man ja vermuten.
    Jay ist mir allerdings wiedermal ein Rätsel! Klar war sie längere Zeit verletzt und läuft noch nicht ganz rund, aber trotzdem gehört sie in meinen Augen berufen!
    Aber das ist wie mit Inka… da kann Jay nur auf einen Meinungswechsel von Frau Neid in den nächsten 5 Jahren hoffen *Achtung Ironie*. Ich reg mich schon gar nicht mehr auf, ist doch immer das Selbe.

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  • SCW sagt:

    Achja, und Ommel… Die gehört für mich einfach nicht in die Natio. Sie bringt nicht die erforderliche Leistung (ebenso wenig wie Kollegin Bartusiak, welche viel zu unbeständig ist!) – weder in der Natio noch im Verein. Wieso Neid sie immer wieder beruft bleibt mir ein Rätsel. Wenn einer die „Neidsche“Logik durschaut darf er mich gerne aufklären. xD

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  • Max Diderot sagt:

    Mit dem Brasilien-Match sind es insgesamt drei Partien, die die DFB-Damen zur Vorbereitung für die kommende EM haben werden. Von daher ist es für mich schon nachvollziehbar, dass die Bundestrainerin primär auf ihr angestammtes Personal setzt.
    Ich würde auch weniger das Personaltableau als mehr die „Spielkultur“ der jüngeren Vergangenheit kritisieren wollen. Und da stehen die Vereine ebenso in der Verantwortung wie der diesbezügliche Trainerstab des DFB. Ob Mimi, Mausi oder wie sie alle heißen mögen, drei Attribute sind notwendig: Technik, Taktik und Ausdauervermögen.

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  • Rattlay sagt:

    Conny68:Ich schließe mich Deiner Meinung total an!

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