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Umeå scheitert an Neuling Zvezda

Von am 5. April 2009 – 18.45 Uhr 1 Kommentar

Umeå IK hat anders als im Vorjahr den Sprung ins Finale des UEFA-Pokals verpasst. Nach dem 0:2 vor einer Woche in Kazan, kam die Mannschaft von Trainer Mika Sankala in Umeå nicht über ein 2:2 hinaus.

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Dabei begann die Begegnung vor recht enttäuschender Kulisse hoffnungsvoll für den ganz in Schwarz auflaufenden schwedischen Meister.

Führung durch Ljungberg
 In der 23. Minute setzte sich Madelaine Edlund auf der linken Seite durch und passte in den Strafraum zu der sträflich frei stehenden Hanna Ljungberg, die sich nach wie vor solche Chancen nicht entgehen lässt: 1:0 für Umeå.

Die Russinnen kamen ihrerseits kaum zu nennenswerten offensiven Aktionen, allerdings zeigte sich die Viererkette Umeås, in die Sankala überraschend die Brasilianerin Elaine als Innenverteidigerin gestellt hatte, mehrfach ausgenommen leichtsinnig. Seelenruhig schob man sich den Ball zu, bisweilen auch dann, wenn die Ballempfängerin gerade unter Druck stand. Das ging mehrfach gut und man wunderte sich, dass Sankala von der Bank diesem leichtsinnigen Treiben kein Ende bereitete.

Teurer Patzer von Rönnlund
Bis dann Torhüterin Ulla-Karin Rönnlund rechts neben dem Tor stehend in zentraler Position den Ball zu Emma Berglund kicken wollte, dazwischen spritzte Daria Apanaschenko und hatte keine Schwierigkeiten den Ball ins leere Tor zu schieben. Nun mussten also zwei weitere Tore her, um das Finale zu erreichen. In der zweiten Hälfte liess Mika Sankala dann Elaine endlich ins Mittelfeld aufrücken, das Spiel Umeås wurde besser und man schöpfte noch einmal leichte Hoffnung, als die eingewechselte Emelie Konradsson von rechts Madelaine Edlund in der Mitte fand, 2:1 nach 65 Minuten.

Aber der entscheidende Druck auf das russische Tor blieb aus. Geschickt verteidigten sich die Gäste aus Perm und als Anna Paulson sich in der 76. Minute einen unnötigen Rempler leistete und die Russinnen einen Freistoß auf der linken Seite erhielten, war wenig später alles klar. Abermals Daria Apanaschenko stieg aus einer Traube Spielerinnen am höchsten und köpfte unerreichbar für Rönnlund den nicht einmal unverdienten Ausgleich.

Zweikampfstärke
Dass Marta den Nordschwedinnen fehlt, wurde heute mehr als deutlich. Keine mehr da, die in kritischen Situationen in der Lage ist, ein Spiel alleine zu entscheiden. Duisburg wird es im Finale mit einer robusten, zweikampfstarken Mannschaft zu tun haben, in der unter anderem die zweifache Torschützin und Vera Djatel überzeugten. Einen sicheren Eindruck macht auch Torhüterin Nadeschda Baranova. Aber sollte Duisburg das russische Roulette, das Umeås Abwehr heute spielte, vermeiden, sollte das eine lösbare Aufgabe werden.

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1 Kommentar »

  • SCW sagt:

    Somit beide Finalisten des vergangenen Jahres raus. Das wird ein interessantes Finale! 🙂

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