Heimspiel-Rekord dank Brasilien-Länderspiel

Von am 2. April 2009 – 12.22 Uhr 47 Kommentare

Für das Testspiel der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen Brasilien am 22. April in Frankfurt wurden nach Angaben des DFB im Vorverkauf bereits mehr als 22 000 Tickets verkauft. Damit steht bereits jetzt fest, dass die Partie das bestbesuchte Heimspiel der fast 27-jährigen Geschichte der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft sein wird.
 
Die bisherige Bestmarke wurde am 2. Juli 1989 beim EM-Endspiel zwischen Deutschland und Norwegen in Osnabrück aufgestellt, das die DFB-Elf mit 4:1 gewann. Damals verfolgten 22 000 Fans im ausverkauften Stadion das Spiel. Auch der Europarekord für ein Länderspiel ist nun in Reichweite.

Bestmarken
Der steht bei 29.092 Zuschauern, die das EM-Endrundenspiel zwischen England und Finnland 2005 in Manchester verfolgten, gefolgt vom Rückspiel im UEFA-Pokal-Finale zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Umeå IK, das 2008 27 640 Zuschauer in die Frankfurter Commerzbank-Arena lockte. 

Die Zuschauerzahl des englischen Pokalfinales 2008 zwischen Arsenal und Leeds im City Ground von Nottingham sollte auf jeden Fall übertroffen werden: sie lag bei 24.582 Zuschauern.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

47 Kommentare »

  • spoonman sagt:

    War aber nicht ursprünglich von einem geplanten Weltrekord die Rede? Bei welcher Zuschauerzahl steht der im Moment?

    Ich hab den Eindruck, der DFB backt jetzt schon kleinere Brötchen, weil er merkt, dass es mit dem Weltrekord nix wird…

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  • Markus Juchem sagt:

    Ein Weltrekord ist in Deutschland gar nicht möglich. Der steht bei 90 185 Zuschauern beim WM-Finale 1999 in der Rose Bowl von Pasadena, als die USA und China gegeneinander spielten.

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  • spoonman sagt:

    Okay, dann nehme ich das zurück und behaupte das Gegenteil… 😉

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  • Marcel sagt:

    Man hat sich vorgenommen die Hütte voll zu kriegen und dafür hat man ja noch knapp drei Wochen Zeit.Bis jetzt wäre das glaub ich nichtmal die Hälfte davon mal schaun obs noch klappt.

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  • laasee sagt:

    Das ist schon gut. Eine neu Europa rekord ist sicher jetzt. Guter fortschritt. Danke.

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  • SCW sagt:

    Naja der liegt ja nicht bei 22.000 laasee. Die 27.640 vom Spiel FFC -Umea (Vereinsebenenrekord) wird man vllt. noch hinbekommen. Aber viel mehr glaub ich nicht. Sind ja nur noch knappe 3 Wochen. Wobei der DFB will ja eh „nur“ den Europarekord (wozu sie 29.092 Tickets verkaufen müssen), da ja alles andere wie schon gesagt nicht möglich ist. Es wird knapp, trotzdem sind die 7.000 Tickets die noch fehlen zum Rekord machbar. Bin also skeptisch und dennoch gespannt ob sie es schaffen.

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  • djane sagt:

    Hach, der DFB mal wieder, wie er leibt und lebt ! Wenn das unsere einzige Sorge im Frauenfussball wäre, wieviel Karten wir verkaufen und ob wir einen Rekord knacken, würde ich ja garnix sagen…

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  • Max Diderot sagt:

    Da kann ich Dir nur zustimmen, djane. Das wird so ein riesen, riesen, riesen Event, wie es Deutschland, Europa, die Welt bis dato noch nicht im Frauenfußball erlebt haben. Mit den säuselnden Adepten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens werden möglicherweise exklusive Vereinbarungen getroffen; und Wolf-Dieter Poschmann oder Waldemar Hartmann, beides genuine Wiedergeburten des plüschigen Liberace, setzen sich der Gefahr aus den eigenen Plattitüden zu erliegen. Krombacher kredenzt dazu das femin-würzige Bier, wobei 20 Cent des Verkaufspreises in die Entwicklung des Frauenfußballs fließen. Und da soll mir noch jemand erzählen, wir würden in einer Krisenzeit leben – Danke Onkel Theo, danke Tante Hannelore.

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  • laasee sagt:

    Traurig. Mein Deutsch ist nicht gut.

    @SCW – I mean that today it is 22,000 and in three weeks it will be over the Rekord. The DFB will make sure it is. For the DFB Organisation it is also about vanity and pride and ego.

    @DJane – I am not that worried about their motivation for wanting the Rekord. What is important is raising the public profile of FF. As the profile increases so will the desire for FF to take control of its own destiny. Then we shall see real change.

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  • djane sagt:

    @laasee, I can not understand why it should be so important to break a record- if there are 20.000 or 30.000 people in the stadium-who cares about that ?! In fact, nothing will change !
    And we still have to develop a lot of things in FF- more than the question, how many people will be there in Frankfurt at April 22.

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  • Lucy sagt:

    Soweit ich weiß, hat man beim DFB immer von 30.000 Zuschauern geträumt, bzw. diese Marke gesetzt.

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  • Sonja sagt:

    Es geht hier doch einfach um Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, und deshalb IST es wichtig, dass der Rekord geknackt wird. JEDE Meldung über FF, und sei sie noch so klein, die ihren Weg in die Provinzblätter findet (und das würde der Zuschauer-Europarekord mit Sicherheit), ist besser als KEINE Meldung. Das hat NICHTS mit DFB-Egos zu tun, sondern mit PR, und ich finde es gut, dass sich mittlerweile professioneller um sowas gekümmert wird.

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  • Marcel sagt:

    Also auf der DFB-Page spricht Steffi Jones schon von 28000 verkauften Tickets also der Europarekord wird auf jedenfall fallen.

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  • laasee sagt:

    @Sonja. Ja, das Rekord ist gut. Auch, warum tun sie nicht spielen Buli am Samstag 15.30 Uhr? Das ware gut PR und echte Fortschritte.

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  • Max Diderot sagt:

    Sonja, das ist ja meines Erachtens auch nicht der Kern der Diskussion, dass ein entsprechendes Marketing dem Frauenfußball gut tut und weiterhilft. Aber damit werden doch nur die strukturellen Defizite im hiesigen Frauenfußball übertüncht. Und das Erschreckende (zumindest für mich) ist diese scheinbare Eins-zu-Eins-Adaption der Dingsbums-Event-Veranstaltungen der Männer-Nationalmannschaften. Wenn dem so sein soll bei den Damen, bitteschön, nur frage ich mich dann auch, weshalb beim DFB scheinbar niemand seinen ..sch hoch bekommt, wenn es um die Mühen der Ebene geht.

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  • Marcel sagt:

    Ich weiss nicht was du gegen diese Eventveranstaltungen hast das ist tausendmal besser als vor 15 Jahren als man noch Angst haben musste dass die Vollidioten(und jetzt ganz egal von welcher Seite) wieder über den Gästezaun klettern und sich die Plastiksitze um die Ohren hauen.Solange es nicht in solche Dimensionen wie der „Superbowl“in Amerika abdriftet wo der Sport ja fast nur noch nebensächlich ist hab ich nichts dagegen.
    Ausserdem wie soll ein Länderspiel bitte die strukturellen Defizite im hiesigen Frauenfußball übertünchen ?Und was hat das überhaupt miteinander zu tun ? Das ist wohl nicht nur ein deutsches Problem das gibts weltweit und manche von den anderen Ländern würden sich sogar unsere „strukturellen Defizite“ wünschen.

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  • Max Diderot sagt:

    Sollte ich mit Deinem Einwand, Marcel, gefragt worden sein, will ich Dir auch konkret antworten. Soweit ich weiß, spielt der Hooliganismus im Frauenfußball bis dato überhaupt keine Rolle. Und wie Du aufmerksamer Weise bemerkt haben wirst, bin ich einem entsprechenden (Marketing-) Konzept nicht abgeneigt. Nur sehe ich die große Gefahr, dass die Verlogenheit und Unglaubwürdigkeit des professionellen Männerfußballs auch bei den Frauen seinen Widerhall finden könnte, wenn von Seiten des DFB die Schablone aus der Schublage geholt und auf die Veranstaltungen der Damen angelegt wird.
    Ein wenig schmunzeln muss ich schon bei der (rhetorischen) Frage „… wie soll ein Länderspiel bitte die strukturellen Defizite im hiesigen Frauenfußball übertünchen?“. Oder ist es Dir schon einmal widerfahren, dass die reportierenden Plüschtiger des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auf die Mühen des Spielbetriebs, gerade in den unteren Klassen, im Frauenfußball zu sprechen kamen; und der DFB mit dem Rückenwind der Erfolge der Frauennationalmannschaft auch dezidierte Strukturreformen für den Ligabetrieb vorantrieb.
    Im Übrigen dürfte es müssig sein, das eigene nationale Defizit mit dem Niveau in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten vergleichen zu wollen.

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  • Marcel sagt:

    Ich weiss nicht was du hast vielleicht solltest du mal wieder ein SPiel live erleben ich war schon bei beiden Herren und Damen und es war eigentlich immer ne gelungene Veranstaltung nur das sich bei den Frauen nicht soviel bezahlen musste wie bei den Herren zumindest beim letzten mal weiss nicht wie das heute ist.
    Für mich gibts da nur einen Unterschied: das da mal Herren und mal Frauen auf den Platz stehen und sonst ist das ziemlich die selbe Sportart.
    Und das andere Thema: Es kann ja wohl nicht dein ernst sein das mit einem Länderspiel das übertüncht werden soll da muss man ja schon ziemlich naiv sein um auf sowas reinzufallen.Vor allem wenn Zwanziger und Steffi Jones selber immer erzählen das sie nicht zufrieden sind mit der bisherigen Situation im Vereinsfussball.Das der DFB sich selber nicht besonders toll anstellt in dem zusammenhang wissen wir ja ( siehe Spielplan z.Bsp) aber das trau ich ihm dann doch nicht zu.Und auch wenns dir zu müssig ist es nunmal Fakt das dem FF weltweit noch die mangelnde Resonanz bei den Leuten diese Strukturen verhindert die du forderst.Darunter leidet auch Deutschland aber sie stehen immer noch besser da als die meisten anderen Länder was das betrifft also nicht immer alles schwarzer sehen als es ist.

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  • Conny68 sagt:

    @Marcel – Ich bin öfters auf beiden Veranstaltungen. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich im Borussia-Park mit 50.000 Zuschauern ein Spiel gegen den HSV anschaue, oder ein Spiel der Frauen in Aschheim mit 660 Zuschauern (Pokalspiel gegen Duisburg). Bei den Frauen gibt es einen meistens überschaubaren Fanblock und ansonsten viele Zuschauer/innen, die sich einfach ein gutes Spiel anschauen wollen. Stimmungsmäßig ist das sicherlich nicht zu vergleichen mit einem Männerspiel.
    Das eine ähnliche Stimmung im Vereinsfußball erreicht werden kann, zeigte ja das UEFA-Cup-Endspiel letztes Jahr in Frankfurt. Das war gigantisch.

    Auch ich bin der Meinung, dass die guten Zuschauerzahlen bei den Spielen der Nationalmannschaft vieles übertünchen. Klar ist es toll, wenn wieder ein neuer Rekord erreicht wird. Aber diesen gab es schon 1989 in Osnabrück (und ich war live dabei). Es war damals eine überrangede Stimmung im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke. Für mich ist es auch heute noch – 20 Jahre später – das schönste Live-Erlebniss in einem Stadion gewesen. Aber was hat dieser Rekord und diese Fußballbegeisterung letztlich langfristig (auf Vereinsebene) bewirkt?

    Ein Kreisklassenspiel der Männer zieht immer irgendwelche Zuschauer an – und wenn es sich um irgend ein „Derby“ handelt, dann stehen selbst bei einem „Grottenkick“ 100 Zuschauer am Spielfeldrand. Und bei den Frauen? Wenn da zu einer ungünstigen Zeit manchmal zehn Zuschauer/innen dabei sind, freut man sich.

    Ich habe es schon einmal zu einem anderen Beitrag geschrieben. Solange wir – die selbst Fußballspielen – uns nicht mehr für unseren eigenen Sport interessieren, werden alle Bemühungen wohl im Sande verlaufen.

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  • Marcel sagt:

    @Conny

    Ich hab jetzt eigentlich von den Nationalmannschaften geredet darum gings ja auch.

    Das es im Vereinsfussball ganz anders aussieht ist klar.
    Meiner Meinung nach sind Nationalmannschaft und Vereinsfussball aber zweierlei paar Schuh deshalb kann sie meiner Meinung nach nichts übertünchen nur weil da mehr Zuschauer sind. Ist doch ganz normal das internationale Spiele auf mehr Interesse stossen als nationaler Konkurenzkampf.Ich sehe aber das genauso wie du das solche Rekorde oder Titelgewinne höchstens einen kurzfristigen Effekt auf den Vereinsfussball haben deshalb finde ichs auch bedenklich das man sich beim DFB anscheinend da voll auf die WM 2011 verlässt oder das sie was längerfristig bewirken kann in der Richtung.

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  • Max Diderot sagt:

    Marcel, möglicherweise bin ich ja naiv. Aber selbst das wäre kein Grund, sich schämen zu müssen – es gibt schlimmeres. Und was das strukturelle Ungemach betrifft, die mit diesem Mega-Zinnober geweißelt werden soll, findet sich ein schönes Beispiel dafür auf dieser Seite. Rainer Hennies‘ informativer Bericht über die Schul-WM und die von den Eltern zu tragenden Kosten.
    Ich habe aber auch überhaupt nichts gegen diese Mega-Veranstaltungen per se einzuwenden, wenn sie nicht bei mir den Eindruck hinterließen, dass der DFB auch bei der Litanei des Ligabetriebs, und vor allem dessen Entwicklung und im Speziellen die soziale Absicherungen der Aktiven, die gleiche Strebsamkeit entwickeln würde. So ist zu vermuten, dass das Galadinner, Spiel gegen Brasilien, wieder die üblichen Altvorderen in den Fokus der Öffentlichkeit bringt, aber die Mangelerscheinungen der Ligabetriebe im Frauenfußball nicht in Angriff genommen werden.

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  • Marcel sagt:

    @Max

    Nichts für ungut Max ich wollte dich nicht als naiv darstellen aber ich kann mir nicht vorstellen das der DFB sowas beabsichtigt hat mit dem Spiel. Ich denk da wird die starke Diskrepanz zwischen Nationalmannschaft und Vereinsfussball genau so wenig gern gesehen wie bei uns.Allerdings hat du recht das in Sachen Ligabetrieb der DFB einiges nach zu holen hat da gefällt mir auch so einiges nicht aber hab ich weiter oben schon erwähnt.Da liegt aber wahrscheinlich das Problem das der DFB sich nicht eigenverantwortlich sieht wie bei der Nationalmannschaft sondern auch die Vereine in der Teilverantwortung sieht,was ich auch ein wenig nachvollziehen kann.

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  • laasee sagt:

    Jetzt ist es 28,000. Morgen ist FCR Gewinn und dann dort mehr Momentum. Dann uber 40,000? Ausverkauft? Alles ist moglich.

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  • Rainer sagt:

    Hat schon wer geschrieben, das La MARTA nun wohl doch dabei sein wird? Damfotboll.com in Schweden zitiert den Pressesprecher von Los Angeles Sol.

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  • SCW sagt:

    @Rainer: Ja, das hat auch der dfb schon offiziell vermeldet. Scheint als sei alles in trockenen Tüchern und Brasilien somit in Top-Besetzung.

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  • Sloan sagt:

    Also ich wäre an Martas Stelle schön in den USA geblieben. Ihr wird es sicherlich gefallen in Frankfurt vor einer großen Kulisse zu spielen – aber nur um wieder das ganze Spiel über ausgepfiffen zu werden?

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  • Steffen sagt:

    Die wird nur ausgepfiffen, wenn sie unfair wird.

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  • laasee sagt:

    2 April = 22,000
    7 April = 27,662

    1,000 pro tag.

    15 mere Tage = 15,000 + 27,662 = 42,662 ???

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  • Ralf sagt:

    Vielleicht wär’s mal an der Zeit, auch im Vorfeld eines FF-Spieles einen
    Werbetrailer im Fernsehen zu platzieren.
    So ist es bei den Männern ja schließlich gang und gäbe, dass schon Tage, Wochen vorher vor z.B. Nachrichtensendungen entsprechende
    30-Sekunden-Happen gesendet werden.

    Warum geht sowas bei den Frauen nicht???

    Je mehr Leute mitbekommen, dass da ein großes Sportevent steigt, desto mehr werden sich vielleicht auch mit dem Gedanken auseinander setzen, live dabei sein zu wollen!

    Wenn nur 5%, oder von mir aus nur 1 oder 2%, der Menschen, die den Werbetrailer tatsächlich irgendwann in den Tagen vor dem Spiel zur besten Sendezeit sehen, dann auch wirklich hingehen, dann ist es überhaupt kein Problem, die Arena voll zu kriegen.

    Ich frage mich immer wieder, warum so banale Kleinigkeiten, wie einen 30-Sekunden-Einspieler zu produzieren und vor den 19:00 Uhr
    Nachrichten zu senden, für die Frauen nicht möglich ist!?

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  • Max Diderot sagt:

    laasee, Dein Optimismus ist klasse. Sollte Deine Rechnung aufgehen, wird der DFB Dich vermutlich zum Suggestionsbeauftragten machen.

    Ralf, gute Idee. Zumindest im ZDF meine ich auch schon einmal einen solchen Werbetrailer gesehen zu haben. Aber grundsätzlich stimme ich Deinen Überlegungen zu. Ein gutes Produkt, und das ist der Frauenfußball in Deutschland zweifelsohne, wird nicht dadurch erfolgreich, dass er ausschließlich von den sportlichen Meriten zehrt. Bei Deiner Einschätzung, ob der banalen Kleinigkeit, will ich aber widersprechen. Meiner Auffassung nach herrscht wenig Aufbruchstimmung in der televisionären Landschaft Deutschlands. Lieber geht man/frau den gewohnten Weg. Ein grenzdebiler Nutella-Trailer scheint da einen flockigeren Zuspruch zu finden als eine witzig-hintersinnige (oder gar frivole) Werbung für den Frauenfußball oder eine spezielle Veranstaltung für diesen.

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  • Ralf sagt:

    @Max
    Auch ich habe schon Werbetrailer für Frauenfußballspiele gesehen.
    Aber noch keinen für das kommende Spiel am 22. April gegen die Brasilianerinnen.

    Mit banal meine ich nicht, dass man in die Archivkiste greift und aus Spielszenen früherer Begegnungen (WM-Finale usw.) irgendwas zusammenschneidet.
    Ich meine vielmehr, dass es nun langsam an der Zeit ist, dass man es als Selbstverständlichkeit annimmt, das ein Frauenländerspiel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Vorfeld durch den übertragenden Sender genauso beworben wird, wie es bei den Männern nie zur Diskussion stehen würde.
    Was für ein Zinnober beim Männermatch gegen Norwegen – und dann so’n Grottenkick. ‚Rumpelfüßler‘.

    Noch ein Beispiel:
    ARD-Videotext vom letzten Sonntag – wenn ich mich nicht völlig verlesen habe hieß es da zeitweise, bis es mal einem Pfiffikus aufgefallen ist, sinngemäß:
    „Duisburg steht nach Sieg gegen Lyon im HALBfinale des europäischen Frauenfussballpokals“.
    So ein Blödsinn – wissen die nicht mal, was die am Sonntagnachmittag für ein Spiel übertragen???

    Es fehlt an der Ernst- und Gewissenhaftigkeit!!!

    Grundsätzlich habe ich den subjektiven Eindruck, dass der Frauenfussball bei den Mainzelmännchen und -frauen vom Lerchenberg etwas besser aufgehoben ist, als im ‚Ersten‘.
    Sicherlich bin ich da auch dadurch beeinflusst, dass sich das ZDF die Mühe macht, die Spiele vom Algarve-Cup live zu übertragen und mit KMH sogar ihre Sport-Frontfrau nach Portugal schickt.

    Oder liegt es einfach nur an der geografischen Nähe Mainz/Frankfurt.

    Hat das ZDF beim DFB einen größeren ‚Stein im Brett‘ als die, durch ihre konkurrierenden Rundfunkanstalten in Entscheidungsprozessen gelähmte, ARD.

    Fazit:
    Was ich im Kern zum Ausdruck bringen will – ein Fernsehsender muss doch ein ureigenstes Interesse daran haben, sein eigenes Programm so positiv wie möglich dem geneigten Zuschauer zu präsentieren.
    WIESO MACHEN DIE ES DANN NICHT???

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  • djane sagt:

    Also ich fand die Übertragung der ARD um Längen besser als die des ZDF. KMH, die ich sonst im Sportstudio durchaus fachkundig finde, wirkte sowohl beim Algarve Cup wie bei den Länderspielen schlecht vorbereitet. Okka Gundel von der ARD traute sich dagegen die Majestätsbeleidigung, sprich Frau Neid darauf anzusprechen, ob ihre Aussage „Grings schießt nur Tore bei unwichtigen Spielen“ nicht doch revidiert werden müsse.
    Was die Qualität der Kommentatoren angeht: Schmelzer ist nicht optimal, aber immer noch um Längen besser als der unsägliche Norbert Galeske vom zdf.

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  • Ralf sagt:

    @djane
    Ich habe ja auch das Wort ’subjektiv‘ verwendet.
    Jeder sieht es anderst!

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  • Max Diderot sagt:

    Ob es an Ernst- und oder Gewissenhaftigkeit fehlt, weiß ich nicht. Ich vermute eher nein. Aber solche Sendeanstalten, und das hast Du ja auch schon richtig beschrieben, Ralf, sind natürlich auch bürokratische Wasserköpfe. Da gibt es den freien Mitarbeiter, den festen freien Mitarbeiter, den Mitarbeiter mit einem Zeitvertrag, den festangestellten Mitarbeiter, den Ressortleiter, den Fachbereichsleiter, den Abteilungsleiter, den Hauptabteilungsleiter, den Programmdirektor, den Intendanten. Und mindestens die gleiche Anzahl an Personen habe ich bei dieser Aufzählung vergessen.

    Und über allem thront die kameralistische Buchhaltung. Kommt nun ein Ereignis, wie das Brasilien-Spiel, das nach meinem Wissensstand recht kurzfristig arrangiert worden ist, stellt das die betreffenden Redaktionen vor einen großen finanziell-bürokratischen Aufwand. Und da die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nur einen Teil ihres Aufwandes auch mittels Werbung refinanzieren können, sind die Ausgaben höher als die Einnahmen. Und wenn dies häufiger geschieht, muss die Sendeanstalt auf ihre Rücklagen zurückgreifen oder via GEZ einen zukünftig höheren Anteil einfordern.

    Öffentlich-rechtliches Fernsehen in Deutschland kann manchmal eine televisionäre Ausprägung der Quadratur des Kreises sein.

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  • laasee sagt:

    Max – mein Optimismus ist viel besser als mein Deutscher (ja?). Wenn 35,000 bis zum folgendem Montag, dann am 22 April ausverkauft. Ich bin uberzeugt.

    Ralf – ja, und mit Inka Grings. Inka ist der zutreffende Superstar von FF. Aber sind die DFB, die vorbereitet werden, um Inka zu geben der Status No. 1 uber Birgit Prinz?

    Slogan :: ‚Inka ist Germanys Goalden Girl‘.

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  • djane sagt:

    Klar ist das subjektiv, Ralf. Ich ärgere mich nur hin und wieder, da werden endlich mal Spiele im TV gezeigt, die Chance ist da, eventuell ein paar neue Fans zu gewinnen- und dann kommt oft so ein Murks bei raus.

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  • Pinguin sagt:

    Übrigens, dass FF im TV (sogar ohne großen Werbeaufwand im Vorfeld) für eine ordentliche Quote sorgt, – wenn er denn gezeigt wird, einen guten Sendeplatz und den Beigeschmack eines Highlights hat, hat das Uefa-HF gezeigt: „Fast 1,1 Millionen Fans (!) sahen die Übertragung des Spiels in der ARD – die weitaus beste Einschaltquote bis 18 Uhr und fast die dieselbe Zahl, die das Finale Frankfurt-Umea vor einem Jahr erreichte.“

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  • Ralf sagt:

    @Pinguin
    Und wieviel mehr hätten es sein können, am Bildschirm oder sogar im Stadion, mit ein klein wenig mehr (Werbe-)Aufwand?

    Ich bin nun kein Fachmann in Merchandising und Werbung; kann also keinerlei qualifizierte Aussage dazu treffen, was die von mir in die Diskussion eingebrachte Maßnahme eines kurzen Fernseheinspielers kosten würde.
    Trotzdem erlaube ich mir folgende Aussage:
    Die tatsächlichen Produktionskosten sind in der heutigen Zeit doch fast zu vernachlässigen – das geht doch alles relativ ratz-fatz am Computer.

    Interessant wird’s bei den Fragen:
    Wieviel kostet die Sendezeit im Fernsehen?
    Wer bezahlt das?

    Für das UEFA-Pokal-Spiel vom letzten Sonntag doch wohl kaum der FCR. Oder? Weiß jemand, wie das so funktioniert?

    Beim bevorstehenden Länderspiel kann ich als Laie mir durchaus vostellen, dass das der DFB bezahlen müsste.

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  • Max Diderot sagt:

    Schwer zu sagen, wie hoch die exakten Kosten pro Sendeminute sind. Nach meinem Wissensstand gibt es nur Durchschnittsberechnungen. Verfügbare Berichte gibt es auch ausschließlich für die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mittels der sogenannten KEF-Berichte. Hier ein Beispiel: http://www.kef-online.de/inhalte/bericht16/zweites.html

    Nimmt man diese Zahlen (Abbildung 6) als Grundlage, hat für das Kalenderjahr 2006 die ARD ca. 42.000 Sendeminuten Sport gesendet, die mit ca. € 430 Mio. zu Buche schlugen. Damit ergibt sich ein Durchschnittswert von € 10.238.– pro Sendeminute für Sportsendungen. Nicht zu erkennen ist aus diesen Zahlen, inwieweit direkte und indirekte Kosten darin vorhanden sind oder separat berechnet werden müssen.

    Neben den zuvor genannten Zahlen sind auch noch die Aufwendungen für Spots respektive Überleitungen interessant. Hier ergibt die rechnerische Schätzung bzw. der Annäherungswert einen Betrag von € 526.– pro Sendeminute bei der ARD im Kalenderjahr 2006.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Studie der Universität der Bundeswehr in Hamburg aus dem Jahr 2003. Autoren sind Jörn Kruse und Jörn Quitzau und der Titel lautet: „Fußball-Fernsehrechte: Aspekte der Zentralvermarktung“. Schon seinerzeit wurde der solidarische Aspekt einer solchen Vermarktung betont. Hier der Link zur Studie:

    Die entsprechenden Trailer, also das, was als werbender Hinweis deklariert ist, muss von den Sendeanstalten selbst gezahlt werden. Es handelt sich dabei um eine quasi redaktionelle Entscheidung, ein FS-Ereignis besonders bewerben zu wollen. Natürlich müssen solche Absichten auch zuvor mit anderen Gremien in den jeweiligen FS-Anstalten abgestimmt und koordiniert werden. Der DFB kann bestenfalls inoffiziell darauf dringen, ein besonderes Ereignis vorab mit mehr Aufmerksamkeit zu versehen.

    Die absolute Zahl von 1,1 Mio. Zuschauern hört sich nicht schlecht an. Es ist aber zu fragen, ob es sich dabei um den Spitzen- oder Durchschnittswert handelt. Bei einer geschätzten Zahl von 39 Mio. Haushalten in Deutschland, käme ich dabei auf einen prozentualen Anteil von rund 3%. Nach meinem Wissensstand liegt aber der aktuelle durchschnittliche Marktanteil der ARD für das Jahr 2009 bei 12,6 % (siehe: http://www.quotenmeter.de/cms/?
    p1=c&p2=28&p3=)

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  • Ralf sagt:

    @Max
    Erstmal herzlichst Danke, dass Du Dir am Feiertag solche Mühe machst!

    Sehr informativ – und wieder was gelernt.

    Also, wenn die Fernsehanstalten solche Spots selber bezahlen müssen, dem DFB also nur quasi die Rolle des ‚Bittstellers‘ bleibt, dann ist auch klar, warum keine Werbetrailer für FF-Spiele zu sehen sind.

    Hinzu kommt natürlich, das in den aktuellen Zeiten auch bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern die Eurocents zweimal umgedreht werden müssen/sollten, bevor man sie ausgibt.
    Ok, kann ich nachvollziehen, dass die da etwas zurückhaltend sind.

    Umso erfreulicher finde ich die Entwicklung des Kartenvorverkaufs für das Länderspiel. Wenn ich es richtig verfolgt habe, gingen in den letzten Tagen doch enorm viele Tickets im Internet über die Theke.
    Ich bin sehr optimistisch, dass am 22.04. die Arena sehr, sehr gut besucht sein wird – maybe in the near or over 35.000!

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  • laasee sagt:

    Ralf – ist am 9 April, 30,000 verkaufte Karten. Sie verkauften mehr als 1,000 pro Tag. Am Dienstag sollte die Zahl 35,000 ubersteigen. Und dann ausverkauft ist moglich – die Gelegenheit wird an sich die Anziehungskraft. Die Psychologie des seins ein Teil der Gelegenheit entwickelt dann einen Antrieb.

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  • Ralf sagt:

    @laasee
    ‚Sold out‘ means for the Commerzbank-Arena 52.300!
    Germany-Brazil is a international (friendly-)match.
    I don’t know, if there are the FIFA-regulations about the maximum capacity take place.
    When there are, so it will be 48.500!? (Only seat-places.)

    Sorry for the bad english, I’m not in practice at time.

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  • laasee sagt:

    Hi Ralf (your English is much better than my German)

    The European record has been broken and now anything is possible. If the momentum continues to grow then ’sold out‘ is possible. The more tickets that are sold day by day then creates the impetus of ‚an occassion‘ as well as a football match. It sends out a clear message to all the Federations that FF has a big appeal. That is good for FF in all countries.

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  • laasee sagt:

    16 April = uber 36,000 (DFB site info)
    22 April = ausverkauft ???

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  • Ralf sagt:

    @laasee
    Yes, maybe. We will see!
    It seems to be possible at the moment. Now I think, the 40.000-mark could be broken.
    I’m not such a optimist like you are, I’m a German – I’m a pessimist by birth. 😉

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  • laasee sagt:

    hi Ralf

    Meine Mutti ist Deutch but I struggle with the language.

    I’m half optimist and half pessimist, by blood.

    Sometimes I get really crazy in my head ( hehehe)

    Maybe it will be ausverkauft, or maybe everybody stays at home (hehe)

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  • Ralf sagt:

    @laasee
    40.000 is broken!
    They, who have bought a ticket, never stay at home.
    A perfect time (6.15 p.m.), a sunny and warm day in spring – what do you want more.
    Tomorrow and on Wednesday there is the last chance to have the status ’sold out‘.
    Unfortunately I can’t see the match live in Frankfurt.

    Oh my God, what a terrible English. 😉

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