Packendes Remis zwischen Turbine und Frankfurt

Von am 1. April 2009 – 19.27 Uhr

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat im Nachholspiel vom 10. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga seine eindrucksvolle Erfolgsserie im Jahr 2009 nicht ausbauen können.

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Doch das  Unentschieden im Prestigeduell vor 1 823 Zuschauern gegen den 1. FFC Frankfurt  hilft dem Team von Trainer Bernd Schröder mehr als dem Gast, der sich trotz eines 0:2-Rückstands nicht aus der Ruhe bringen ließ und in der Schlussphase in Unterzahl dem Sieg sogar näher war.

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Die Gäste aus Frankfurt hatten beim 2:2-Remis den besseren Start, Birgit Prinz, am Sonntag noch fünffache Torschützin gegen den Herforder SV, fand jedoch in Turbine-Torhüterin Desirée Schumann ihre Meisterin (7.).

Zietz sorgt für Führung
Nach einer Viertelstunde legte das junge Turbine-Team seine Anfangsnervosität schnell ab und kam immer besser in die Partie. Und die verstärkten Bemühungen wurden schnell belohnt. Kapitänin Jennifer Zietz umkurvte die herausgelaufene Ex-Potsdamerin Nadine Angerer und schob den Ball aus zehn Metern zur 1:0-Führung ins leere Tor (23.).

Die Potsdamerinnen waren mit der Führung im Rücken weiter Spiel bestimmend, Leni Larsen Kaurin vergab aus kurzer Distanz die Möglichkeit zum 2:0, nachdem Anja Mittag vom rechten Flügel maßgerecht geflankt hatte (37.). Kurz zuvor war Kerstin Garefrekes mit einem Schuss gescheitert, der knapp am linken Pfosten vorbei ging (33.). Kurz vor der Pause setzte Mittag einen Drehschuss an die Latte (45.).

Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten hielten die Gastgeberinnen das Heft in der Hand, doch es bedurfte eines Eigentors von Saskia Bartusiak, die eine Hereingabe von Anja Mittag ins eigene Netz bugsierte, um die Führung in die Höhe zu schrauben (57.).

Frankfurt macht Zwei-Tore-Rückstand wett
Doch Frankfurt steckte nicht auf und fand wie schon in Wolfsburg gegen nachlassende Gastgeberinnen in die Partie zurück. Die für die verletzte Karolin Thomas eingewechselte Sarah Schatton sorgte eine gute Viertelstunde vor Schluss mit einem platzierten Schuss ins lange Eck von der Strafraumgrenze wieder für Spannung im Karl-Liebknecht-Stadion (74.). Und nur vier Minuten später gelang den Hessinnen gar der Ausgleich. Nach einem Freistoß von Prinz verwertete Sandra Smisek aus kurzer Distanz per Kopf (78.).

Zwei Minuten später sah Frankfurts Sarah Günther wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, dennoch drängten die Gäste in Unterzahl auf den Siegtreffer gegen nun verunsicherte Turbine-Spielerinnen.  Am Ende blieb es nach einer packenden Partie beim 2:2, die beiden Teams im Titelrennen alle Möglichkeiten lässt.

Sack nicht zugemacht
Turbine-Trainer Bernd Schröder bilanzierte: „Wenn wir das 3:0 machen, dann ist das Spiel für uns entschieden. Ziel war es nie in diesem Jahr deutscher Meister zu werden. Aber wenn wir es werden, nehmen wir es gerne mit.“ Frankfurts Trainer Günter Wegmann erklärte: „Ein Kompliment an meine Mannschaft, die nicht aufgesteckt hat und selbst mit nur noch zehn Spielerinnen fast noch den Sieg erreicht hätte.“

Tabelle 1. Frauenfußball-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.