Bayern Münchens Rumpfelf gewinnt in Duisburg

Von am 1. April 2009 – 20.53 Uhr

Der FCR 2001 Duisburg hat in der Frauenfußball-Bundesliga das zweite Topspiel hintereinander auf eigenem Platz verloren.

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Nach der 0:3-Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam zog das Team von Trainerin Martina Voss vor 1 630 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg gegen den FC Bayern München ebenfalls den Kürzeren.

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Zur Matchwinnerin bei den Gästen wurde beim 2:1 (1:0)-Auswärtserfolg Sylvie Banecki, die ihr Team zweimal in Führung schoss (2. und 82.). Die mit Fußproblemen ins Spiel gegangene Duisburger Stürmerin Inka Grings hatte Mitte der zweiten Halbzeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen (64.).

Effiziente Bayern
„Wahnsinn! Ohne fünf Spielerinnen in Duisburg zu gewinnen, ist kaum zu glauben! Wir haben da weitergemacht, wo wir in der zweiten Halbzeit in Jena am Sonntag aufgehört hatten“, freute sich Bayern-Trainer Günther Wörle. Und die doppelte Torschützin meinte: „“Duisburg hatte seine Chancen, verwertete sie aber nicht. Das gelang uns perfekt.“

Gleich nach zwei Minuten flankte die starke Melanie Behringer in den Strafraum, Banecki war aus dem Mittelfeld mitgelaufen und schoss mit rechts und Vollspann ins Duisburger Netz zum 1:0. Und ihr zweiter Treffer in den Schlussminuten, der den Sieg sicherstellte, war fast eine Kopie des ersten Treffers. Nur dass diesmal Geburtstagskind Vanessa Bürki die Flanke hereinschlug. Dazwischen lag der Ausgleich von Grings, die bei ihrem 22. Saisontreffer nach Vorarbeit von Linda Bresonik Bayern-Torhüterin Birgit Leitner umkurvte und souverän einschob.

Voss enttäuscht
Duisburgs Trainerin Martina Voss war enttäuscht: „Das war nicht nur Glück und Pech. Zum wiederholten Male sind wir durch eigene Fehler früh in Rückstand geraten, zum wiederholten Male haben wir die dicksten Chancen nicht für ein Tor genutzt. Ich muss leider sagen, dass meine Mannschaft nicht alles getan hat für den Sieg. Bei einigen Spielerinnen fehlte der letzte Wille, die letzte Konsequenz, dieses Spiel unbedingt zu gewinnen – das war in Lyon anders.“

Die ohne fünf Stammspielerinnen angetretenen Münchenerinnen schlossen nach Punkten somit zum Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam (39 Punkte) auf, haben aber das schlechtere Torverhältnis. Duisburg und Frankfurt haben hingegen auf das Führungsduo nun vier Punkte Rückstand (jeweils 35 Punkte).

Tabelle 1. Frauenfußball-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.