Champions League: Drei deutsche Teilnehmer möglich

Von am 31. März 2009 – 13.43 Uhr 8 Kommentare

Die UEFA-Exekutive hat auf ihrem XXXIII. Ordentlichen UEFA-Kongress in Kopenhagen in der vergangenen Wochen die Details und Rahmenbedingungen für die in der kommenden Saison erstmals ausgetragene UEFA Women’s Champions League abgesegnet, die ab 2009/10 den früheren UEFA Women’s Cup ablösen wird. Zum ersten Mal werden die acht Top-Nationen dabei einen zweiten Vertreter in den Wettbewerb entsenden können. Und Deutschland könnte bei besonderer Konstellation möglicherweise gar drei Teilnehmer stellen.

Denn der Sieger des diesjährigen UEFA-Pokals erhält in der kommenden Saison einen automatischen Startplatz, unabhängig davon, wie er in der nationalen Meisterschaft abschneidet und auch unabhängig davon, ob eine Nation ein oder zwei Mannschaften entsendet. Das heißt, dass im Falle eines Duisburger UEFA-Pokal-Siegs Deutschland theoretisch sogar drei Teilnehmer stellen könnte, sollte Duisburg am Ende nicht unter den Top 2 in der Frauenfußball-Bundesliga platziert sein.

Acht Vizemeister im Einsatz
Neben den Meistern nehmen auch die Vizemeister der Länder Deutschland, Schweden, England, Frankreich, Dänemark, Russland, Norwegen und Italien an der Champions League teil. Die acht Länder wurden aufgrund der zwischen 2003/04 und 2007/08 erzielten Ergebnisse im UEFA Women’s Cup ermittelt. Die anderen Nationen entsenden ihre jeweiligen Meister. Die Champions League wird zwischen dem 30. Juli und 4. August 2009 mit der Qualifikationsrunde beginnen.

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Sie wird aus vier Miniturnieren bestehen, in denen sich die acht Vizemeister der Top-Nationen mit den Meistern der am niedrigsten platzierten Verbände messen werden. Die besten Teams stoßen dann in der Runde der letzten 32 zu den Meistern der besser platzierten Nationen. Die genaue Zahl der Teams, die sich über die Miniturniere qualifizieren können, wird erst im Juni feststehen, denn sie hängt von der Anzahl der gemeldeten Teams ab, die Anmeldung beginnt im April.

Endspiele für Madrid und London geplant
Ab der Runde der letzten 32 geht es dann im K.-o.-System in Hin- und Rückspiel weiter. Das Endspiel wird anders als in der Vergangenheit in nur noch einem Spiel ausgetragen. Das erste Champions-League-Endspiel soll am 20. Mai 2010 in Madrid stattfinden, 2011 wäre nach den derzeitigen Planungen London der Schauplatz des Finales.

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • sisyphos sagt:

    Das klingt doch gut … also ist der UEFA-Titel der nächste erstrebenswerte für den FCR – und theoretisch muss man dafür nicht einmal mehr ein Spiel gewinnen 😉

    @Markus: weißt Du, ob es auf die kommenden Jahre auch zutrifft, dass sich der Sieger der Champions League der Frauen automatisch für das nächste Jahr qualifiziert, oder gilt das dann nicht mehr?

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  • Markus Juchem sagt:

    Ja, sisyphos, der CL-Sieger 2009/10 ist automatisch für den Wettbewerb in 2010/11 qualifiziert.

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  • sisyphos sagt:

    Danke, Markus. Und noch eine Frage, die wir gerade bei uns im Forum diskutieren: Was geschieht, wenn der FCR den UEFA-Cup gewinnt und in der Bundesliga Meister oder Vizemeister wird? Qualifiziert sich dann der Drittplazierte auch, oder ist das so nicht vorgesehen? Danke auch schon mal im voraus für Deine Antwort.

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  • Markus Juchem sagt:

    Das leider nicht. Also drei CL-Teilnehmer gibt es nur in der Konstellation, dass Duisburg den UEFA-Pokal holt und nicht unter den Top 2 in der Liga landet.

    Sollte also Duisburg den UEFA-Pokal gewinnen und in der Liga Erster oder Zweiter werden, bleibt es bei zwei deutschen Teilnehmern.

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  • spoonman sagt:

    Gibt es Infos darüber, wie die Auslosungen der KO-Runden vonstatten gehen werden? Bei den Männern gibt es ja ab dem Viertelfinale keine gesetzten Teams mehr. Bei den Frauen sollte man das lieber anders machen, damit sich die besten Teams nicht zu früh gegenseitig rauskegeln.

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  • Rainer sagt:

    Durch die bei uns laufende April-Oktober-Saison stehen die beiden schwedischen Teilnehmer schon fest: Umeå IK und Linköpings FC. Im Falle eines Sieges von Umeå im Women’s Cup (ich weiss, ich weiss) käme auch noch LdB Malmö FC hinzu…

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  • Markus Juchem sagt:

    Da muss ich Dir leider widersprechen, Rainer. Deutschland ist das einzige Land, das noch die Chance auf einen dritten Teilnehmer hat.

    Dadurch, dass Umeå unter den Top 2 der Liga gelandet ist, fällt die Option dritter Teilnehmer weg. Sie greift nur, wenn der UEFA-Pokal-Sieger in der Liga nicht zu den beiden besten Teams gehört.

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  • Rainer sagt:

    Alles klar. Ziemlich verzwickt die Regeln.

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