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1. FFC Turbine Potsdam verpflichtet Fatmire Bajramaj

Von am 23. März 2009 – 10.30 Uhr 41 Kommentare

Paukenschlag auf dem Transfermarkt: Zur Saison 2009/2010 kann der 1. FFC Turbine Potsdam mit A-Nationalspielerin und Weltmeisterin Fatmire „Lira“ Bajramaj und U23-Nationalspielerin Corina Schröder zwei Top-Neuzugänge von Bundesliga-Tabellenführer FCR 2001 Duisburg vermelden.

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Beide Spielerinnen haben einen Zwei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2011 unterschrieben. „Wir sind sehr froh, dass uns die Verpflichtung dieser beiden Wunschspielerinnen gelungen ist, an denen auch zahlreiche andere Vereine interessiert waren“, erklärt Bernd Schröder, Trainer 1. FFC Turbine Potsdam, „wir freuen uns auf Lira und Corina und sind davon überzeugt, dass beide in Potsdam hervorragende Bedingungen vorfinden werden, um sich – gemeinsam mit unserer jungen Mannschaft –  weiterentwickeln zu können“.

Kreative Verstärkung
Schröder erwartet durch die Neuverpflichtung der beiden Auswahlspielerinnen vor allem eine Stärkung im kreativen Bereich des Spiels seiner Mannschaft. Aus diesem Grund habe er für die kommende Spielzeit eine „zielgerichtete Verstärkung“ des Bundesligateams angestrebt, die ihm mit der Verpflichtung von Bajramaj und Schröder nun gelungen sei. „Beide Spielerinnen passen in unsere Mannschaft und in unser System. Zudem zeigt ihr Wechsel, dass Potsdam eine gute Adresse ist“, freut sich der erfahrene Trainer, „wir hoffen, dass wir an den beiden viel Freude haben werden.“

Bajramajs wichtige Tore
Bajramaj wurde am 1. April 1988 in Gjurakovc (Jugoslawien, heute Kosovo) geboren. Die 20-jährige Mittelfeldspielerin ist Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr und verzeichnete bislang 26 Einsätze mit der A-Nationalmannschaft der Frauen. Mit ihr gewann „Lira“ 2007 den Weltmeistertitel sowie 2008 die Olympische Bronzemedaille, wobei sie im Spiel um Platz 3 gegen Japan die zwei entscheidenden Treffer erzielte und damit entscheidend zur Bronzemedaille für das deutsche Teams beitrug. Seit 2004 spielt die 20-Jährige für den FCR 2001 Duisburg, mit dem sie 2005 bis 2008 vier Jahre in Folge den deutschen Vizemeistertitel errang sowie 2007 das DFB-Pokal-Finale bestritt. Zuvor war sie beim FSC Mönchengladbach und dem DJK/VfL Giesenkirchen aktiv.

Reichlich Erfahrung
Schröder wurde am 15. August 1986 geboren. Die Abwehrspielerin ist gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und kam bereits mehrfach in den Auswahlmannschaften des DFB zum Einsatz. Zuletzt verzeichnete die 22-Jährige acht Einsätze mit der deutschen U23-Auswahl, zuvor spielte sie ebenfalls für die DFB-U21 (5 Spiele), U20 (1) und U17 (2).  Mit der deutschen U20-Auswahl nahm sie 2006 an der U20-Weltmeisterschaft teil. Seit 2001 spielt Schröder für den FCR 2001 Duisburg, mit dem sie 2005 bis 2008 vier Jahre in Folge den deutschen Vizemeistertitel errang sowie 2003 und 2007 das DFB-Pokal-Finale bestritt. Zuvor war sie beim SV Brünen, HSC Berg und dem BW Dingden aktiv.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

41 Kommentare »

  • SCW sagt:

    WOW, was für ein Kracher!

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  • MIDO sagt:

    Mich würde interessieren, ob es schon statements von Martina Voss und Guido Lutz gibt. Herr Lutz soll ja gestern in Frankreich gewesen sein und Olympique Lyon beobachtet haben.

    Aber ist irgendwie traurig, da sich Martina und Lira schon sehr lange kennen und beim FVN gemeinsam Erfolge gefeiert haben. Ich persönlich hoffe, dass Lira unter Schröder wieder aufblühen kann.

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  • Marcel sagt:

    Nicht schlecht, hätte ich jetzt nicht gedacht das sie nach Potsdam geht.Aber für ihre Entwicklung finde ich ist die Entscheidung sogar gut den die Defizite die sie noch hat hilft es wohl das in Potsdam Schwerpunktmässig Athletik trainiert wird.

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  • Tina sagt:

    Der Artikel ist ja 1:1 von der Turbine Homepage. Ist das öfter so, dass womensoccer Artikel übernimmt?

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  • laasee sagt:

    3 punkte und 2 Spieler – Turbine ist glucklich.

    Und FCR ???

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  • Marcel sagt:

    Das nennt man wohl auch gute psychologische Kriegsführung seitens Turbine.Nicht nur gewonnen gegen den Mitkonkurrenten sondern auch noch diese Meldung hinterher reingewürgt.
    Bin mal gespannt wie sich das auf das Spiel gegen Lyon auswirkt für den FCR.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Tina: Womensoccer hat nicht den Artikel von der Turbine-Homepage übernommen, sondern die Turbine-Pressemitteilung verwertet. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Dass die Vereine ihre Pressemeldungen auch 1:1 auf die eigene Website übernehmen, ist verständlich, da man sich dadurch Mehraufwand erspart. Läuft beim DFB und anderen Vereinen ja ähnlich.

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  • Pinguin sagt:

    Stimmt, echt gute psychologische Kriegsführung – soso dann verliert der FCR nur Spielerinnen aus der zweiten Reihe (wie unlängst zu lesen)…
    Interessiert mich auch, ob das dem guten Verhältnis von Voss und Schröder nicht einen Bruch gibt – wo Schröder sich doch unlängst als Siggi Dietrich haushoch moralisch überlegen proklamierte, weil man in Potsdam ja nur auf die Nachwuchsarbeit setze … Schade, dass man dort die Liga, wenn schon durch Einkauf, dann nicht mehr durch Verpflichtung interessanter Spielerinnen aus dem Ausland stärkt, sondern Liga-Konkurrenten schwächt …
    Ich denke, das wird nach der desolaten Leistung vom Wochenende den Duisburgerinnen für Uefacup- und BuLi -Spiele in den nächsten Wochen erst recht zusetzen …

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  • djane sagt:

    Pinguin, also das halte ich doch für etwas übertrieben. Ja, der FCR hat gestern verdient verloren, aber das kann jedem Verein mal passieren. Abhaken und weiter gehts. Aber das die Spielerinnen des FCR beim Gedanken erzittern, daß Turbine mit dem Neuerwerb von zwei Spielerinnen nun die Liga und den Gegner schwächt, glaube ich nicht so ganz. Zudem trotz langfristiger Perspektiven für die meisten Vereine das Hier und Jetzt zählt- und bis zum Ende der Saison stehen L. Bajramaj und C. Schröder dem FCR auf allen „3 Hochzeiten“ ja zur Verfügung.

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  • schmiddi sagt:

    Vielleicht macht es Fr. Voss mit Fr. Bajramaj wie weiland Hr. Schröder mit Fr. Pohlers.
    Der FCR hat m.E. in der Hinrunde, ohne die „Einzelkämpferin“ Bajramaj, eh den besseren Fussball gespielt.

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  • MIDO sagt:

    @ schmiddi

    Muss dir leider widersprechen. Im Spiel gegen Essen war Lira eine der besten auf dem Feld und hat gar nicht mal so oft gedribbelt. Sie hat immer wieder das Spiel sehr schnell gemacht. Die ganzen Mannschaft war an diesem Tag sehr gut und haben schön kombiniert.

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  • Marcel sagt:

    Mag jetzt nicht behaupten ob dasn grosser Verlust für den FCR ist oder nicht nur der Zeitpunkt der Bekanntgabe war bestimmt kein Zufall.

    Ich denk in Lira steckt auf jedenfall mehr Potenzial als sie bis jetzt gezeigt hat und sie gehört ja wie man immer schnell vergisst auch noch zu den „Jungen Hüpfern“(sie hätte ja theoretisch bei der U20 WM in Chile spielen können)vielleicht ist ein Tapetenwechsel für ihre Enwicklung also gar nicht mal schlecht.

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  • Pinguin sagt:

    Ich denk auch, Lira hat ein riesiges Potenzial, das nach ihrer Verletzungspause nun letzte Woche auch wieder richtig zum Vorschein kam – sie muss es nur entfalten und richtig einsetzen, und die Zeit dazu hat sie als 20jährige noch.

    @ djane: Jedenfalls war die glatte Heimniederlage und nun diese Nachricht alles andere als eine optimaler Start in die „Wochen der Wahrheit“ – vielleicht auch gut, dass die Erwartungen nun etwas gedämpft worden sind.

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  • Ralf sagt:

    Hollala! Da haben die Turbienen aber mächtig zugestochen.
    Der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser beiden Transfers ist für den FCR nun wirklich nicht optimal.

    Aber jetzt eine Frage, die ich einfach mal so zur Diskussion stelle:

    Lira ist doch bei der BW, Sportsoldatin. Könnte es nicht sein, dass
    da auch mal eine Versetzung zu einem anderen Standort (Brandenburg oder Berlin) Lira dazu „gezwungen“ hat, sich über einen Vereinswechsel
    Gedanken machen zu MÜSSEN?

    Mal ganz abgesehen davon, dass man ab und zu auch mal andere Luft
    schnuppern sollte, um ‚in der Fremde‘ mal was Neues, neue Anreize zu suchen, die einen dann sportlich und persönlich weiter und nach vorne bringen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Ralf: Aber hätte es denn wirklich für so eine Bekanntgabe einen „guten“ Zeitpunkt gegeben?

    Jetzt ist es schlecht, vor dem Bayern-Spiel suboptimal, vor dem UEFA-Pokal-Rückspiel auch nicht besser etc…

    Vermutlich hätten die wachsenden Spekulationen und Gerüchte mittelfristig für mehr Unruhe gesorgt. Deswegen war es schon konsequent, es relativ rasch bekanntzugeben.

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  • Ralf sagt:

    Da magst Du wohl recht haben, Markus.
    Für diese Nachricht/en ist wohl jeder Zeitpunkt für den abgebenden Verein der falsche Termin.

    Hoffentlich können die ‚Löwinnen‘ die entstandene Unruhe in positive Energie umsetzen, und die kommende Woche erfolgreich abschließen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Bei Olympique Lyon geht es aber ja derzeit nicht weniger unruhig zu wegen der Abgänge bzw. Vertragsstreitigkeiten mit Camille Abily und Sonia Bompastor.

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  • Ralf sagt:

    Dann steht ja dem oder den Auswärtstor/en in Lyon nichts mehr im Wege!!!

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  • Marcel sagt:

    Gabs da nicht mal dieses „Skandalspiel“ zwischen Frankfurt und einer französischen Mannschaft weiss nur nicht mehr ob das Lyon war zumindest sind mir die französischen Mannschaften nicht grad sympathisch seitdem ,zumindest bei den Frauen.
    Deshalb wünsch ich dem FCR erst recht alles gute und hoffe das sie sich schnell wieder berappen und Lyon nen heissen Fight liefern.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Marcel: Das war Montpellier. Lyon wird sicherlich für Duisburg ein extrem unbequemer Gegner werden, da er in der Breite über extrem viel Qualität verfügt. Fast ausschließlich Nationalspielerinnen, das wird ein harter Brocken.

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  • Marcel sagt:

    Leicht wirds sicher nicht aber Duisburg hat nichts zu verlieren ,erste Teilnahme und schon im Halbfinale ,Lyon rennt ja zu x-mal an um den Cup zu gewinnen anscheinend nach dem Motto „Koste was es wolle“, haben also mehr zu verlieren kleiner Vorteil vielleicht für Duisburg.

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  • Pinguin sagt:

    Aber Lyons Beobachter konnten sich am Sonntag genau ansehen, wie man Duisburgs Abwehr aushebelt und den Sturm unschädlich macht … Und Lyon ist sicher nicht schlechter einzuschätzen als die Torbienen.
    Jedenfalls sollte auch Duisburgs Chancenverwertung besser werden als gegen Essen und Potsdam …

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  • laasee sagt:

    Markus, have Voss or Lutz made any comment yet?

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  • Markus Juchem sagt:

    Voss says that it’s a huge loss for the club and she would have enjoyed continue working with Bajramaj in the future. But she says: „We couldn’t fulfill the financial requirements of Lira and her manager.“

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  • laasee sagt:

    Thanks. So, Inka got most of the money. he he

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  • Markus Juchem sagt:

    🙂

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  • Marcel sagt:

    Da muss der neue Sponsor bei Turbine aber jede Menge Geld mitgebracht haben das man jetzt mehr auf den Tisch legen kann sonst haben sich die Budgets ja eigentlich nicht viel unterschieden bei den beiden Teams.

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  • Markus Juchem sagt:

    Marcel, meines Wissens nach gibt es da schon deutliche Unterschiede. Duisburg liegt irgendwo in der Ecke um 300.000 Euro, Turbines Budget dürfte doch beträchtlich, sprich um ein paar hundert Tausend Euro höher liegen.

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  • laasee sagt:

    300,000 Euro – for the whole team??? Is that correct?

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  • Marcel sagt:

    Turbines Budget müsste mind. 500.000 Euro sein wenns nächste Saison nicht sogar mehr ist ,hätte aber nicht gedacht das Duisburg soweit hinten ist da wundert das natürlich nicht wirklich.

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  • Markus Juchem sagt:

    Yes, laasee, that’s correct. But as of next season each top flight team gets an additional amount of about 110.000 Euro on top out of the new tv contract.

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  • laasee sagt:

    Thanks again Marcus. In England with Arsenal some players get jobs with the parent club, but there are no real professional players. I was surprised by the amount that FCR pay and even 500,000 for Turbine surprised me as well. I thought the amounts would be around one million!

    Today, the DFB site spoke of another increase of FF players. Sooner or later something dramatic must happen with proper professionalism because the players at grass roots must have something to aspire to – as is the case in the mens game. So, it will become like a powder keg and explode and then the DFB, FA and UEFA will have a big problem. Hopefully, the WSL will be a success and that will help to drive the agenda here in Europe.

    Thanks again for the info and now it is time for my sleep. Danke.

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  • Rainer sagt:

    Lyon ist wohl dieses Jahr DER Favorit für den letzten Women’s Cup. In Umeå bemüht man sich derzeit um ein Visum für Russland, was nicht ganz einfach zu sein scheint…

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  • Marcel sagt:

    laasee, FFC Frankfurt has the highest Budget with over 1 Million Euros ,but money is not all when you look at the ranking 😉

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  • djane sagt:

    Duisburg müßte ein Budget von runden 250.000€ pro Saison haben, im aktuellen Interview mit M. Voss erwähnt sie, „Sie haben mit einer Million Euro ein sehr hohes Budget. Wir könnten davon vier Spielzeiten lang überleben“

    Der link zum Interview: http://de.uefa.com/competitions/womencup/news/kind=1/newsid=813275.html

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  • laasee sagt:

    Marcel, ja (he he)

    But I was surprised that FCR has only 300,000. After Inka gets paid, there is only 50,000 for all the other players (he he)

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  • laasee sagt:

    @ djane

    Das ist sogar schlecter. Und Uli Hoeness wunscht 2 Euro von der Premiere pro haus. Immer wunchen die boyz mehr. Immer erhalten das girlz kleiner. In England ist es sogar schlecter als Duisburg.

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  • Pinguin sagt:

    Soso, lag also am bei den einen fehlenden und bei den anderen vorhandenen Kleingeld, wie immer. Money makes the ball go ‚round ..

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  • goalgetter sagt:

    Hier noch ein interessantes Interview mit Coco:

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  • Antje aus London sagt:

    @goalgetter

    Danke fuer den Link. Was bedeutet, Corina Schroeder wird in Potsdam Profi? Zahlt der Klub genug, damit sie nicht arbeiten muss oder ist dies die naechste Bundeswehr-Rekrutin im Frauenfussball?

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  • goalgetter sagt:

    @ Antje aus London

    Martina Voss: „Und Coco Schöder? Für sie war es wichtig, dass sie in Potsdam einen Ganztagsjob angeboten bekam, bei dem sie ganztägig trainieren kann.“

    (Quelle: RP-Online)

    Link:

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