TSV Crailsheim will letzten Strohhalm ergreifen

Von am 21. März 2009 – 9.33 Uhr

Am Sonntag, 22. März, 14.00 Uhr, ist ein Sieg für den TSV Crailsheim, Tabellenletzter der Frauenfußball-Bundesliga, Pflicht, will man den Traum vom Klassenerhalt weiterleben lassen. Im Heimspiel gegen Aufsteiger FF USV Jena wäre alles andere als ein Sieg zu wenig.

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme hat Crailsheims Trainer Hubert Müller seine Elf direkt nach dem 0:7 gegen Tabellenführer FCR 2001 Duisburg auf das Abstiegsduell gegen Jena eingeschworen. Ohne das obligatorische Auslaufen schickte er seine Schützlinge direkt in die Kabine, um den schwachen Auftritt im zweiten Abschnitt aus den Köpfen zu radieren.

Unveränderte Personalsituation
An der personellen Situation hat sich bei den „Horaffen“ wenig geändert, die Startformation wird gegen Jena somit im Vergleich zum Duisburg-Spiel kaum Veränderungen aufweisen. Alisa Kürschner ist wieder ins Training eingestiegen, wird aber wohl in der zweiten Mannschaft Wettkampfpraxis sammeln.

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Einen unglücklichen Einstand hatte Neuzugang Jasmin Nemeth, nach einer Grippe plagt sie sich jetzt mit einer Bänderverletzung am Sprunggelenk herum. Kapitänin Ramona Treyer gibt die klare Devise aus: „Gleichgültig wer auf dem Platz steht, wir werden und müssen alles geben!“

Einsatz von Schmutzler fraglich
Der Gegner aus Thüringen hat sich in der Winterpause mit drei Spielerinnen verstärkt und bei der 1:4-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg zuletzt viel Lob für seine engagierte Spielweise erhalten. In Crailsheim muss das Team aber möglicherweise auf Stürmerin Sabrina Schmutzler verzichten, die Knieprobleme plagen. Die 24-Jährige hatten den einzigen Treffer beim 1:0-Hinspielsieg erzielt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.