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HSV will sich endlich mit Punkten belohnen

Von am 21. März 2009 – 10.12 Uhr

Leidenschaftlich gekämpft, gut gespielt, doch am Ende verloren – dieses Fazit musste HSV-Trainer Achim Feifel in dieser Saison schon häufiger ziehen, zuletzt beim 1:3 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. Doch im Heimspiel gegen die verletzungsgeplagte SG Essen-Schönebeck (Sonntag, 22. März, 14.00 Uhr) will man das eigene Potenzial endlich in den ersten Sieg des Jahres 2009 ummünzen.

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„Für uns ist es ein Sechs-Punkte-Spiel und ein Erfolgserlebnis wird uns bei den kommenden Aufgaben beflügeln“, glaubt Feifel, der auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann und diesmal wohl wieder von Beginn an auf Nationalspielerin Kim Kulig setzen wird, die Feifel in Potsdam nach den Strapazen beim Algarve Cup vernünftigerweise erst in der Schlussphase einsetzte.

HSV will ersten Sieg 2009
Das Team, gespickt mit starken Spielerinnen wie Kulig, Patricia Hanebeck, Aferdita Kameraj oder Tanja Vreden, will gegen den Gast aus dem Ruhrgebiet den vierten Heimsieg der Saison einfahren, in den vergangenen Jahren gab es in neun Spielen allerdings keinen einzigen Sieg. Bei vier Unentschieden und fünf Niederlagen war für die Hanseatinnen gegen den Gegner wenig zu holen und auch im Hinspiel gab es eine klare 0:4-Niederlage. 

„Die Mädels haben in den bisherigen Trainingseinheiten richtig Gas gegeben und eine sehr professionelle Einstellung gezeigt“, hofft Feifel, dass man am Sonntag die Bilanz gegen den Gast aufpolieren kann.

Essen vertraut auf Abwehr
Die Essenerinnen mussten zuletzt im vorgezogenen Revierderby beim 0:3 die Überlegenheit von Tabellenführer FCR 2001 Duisburg anerkennen. Dennoch fährt Trainer Ralf Agolli mit Zuversicht in die Hansestadt. „Gegen eine Mannschaft wie Duisburg kann man nicht jede Chance verhindern“, so Agolli, der vollem Vertrauen in seine starke Abwehr setzt.

„ Es war schon sehr gut, was Marina Himmighofen und Carina Chojnacki da hinten gegen den FCR geleistet haben. Auf die Beiden kann ich mich verlassen”, glaubt Agolli, dass in Kombination mit der starken Torhüterin Lisa Weiß in Hamburg Zählbares herausspringen kann, zumindest ein Punkt.

Duell auf Augenhöhe
„Das Spiel hat für mich eine größere Bedeutung als das gegen Duisburg. Mit Hamburg sind wir auf Augenhöhe”, so Agolli. Ob die angeschlagene Melanie Hoffmann zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest.  „Man hat schon deutlich sehen können, dass sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war”, so Agolli.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.