Herforder SV: Kämpfen bis zum Umfallen

Von am 21. März 2009 – 9.50 Uhr

An den 5. Oktober 2008 erinnert man sich bei Aufsteiger Herforder SV besonders gern. Damals feierte man einen sensationellen 4:0-Auswärtserfolg beim SC 07 Bad Neuenahr. Wenn es an diesem Sonntag, 22. März, ab 14.00 Uhr, zum zweiten Mal in dieser Saison gegen diesen Gegner geht, werden die Karten allerdings neu gemischt. Denn diesmal fehlen wichtige Spielerinnen.

„Wir gewinnen gegen Bad Neuenahr, Crailsheim und Jena trennen sich Unentschieden – das wär’s doch“, malt sich Herfords Trainer Björn Kenter seine Wunschergebnisse aus, die für die Herforderinnen einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt bedeuten würden. Doch auch bei einer Niederlage will Kenter den Kopf nicht in den Sand stecken. „Es bleiben dann noch genügend Spiele, um die Saison zu einem guten Ende zu bringen.“

Weiter ohne Stegemann
Anders als im Hinspiel fehlen den Herforderinnen diesmal Kerstin Stegemann, Christina Schulte und Susanne Werner. Stegemanns Knie wird bei Belastung nach wie vor dick, Schulte klagte am Donnerstag nach dem Training über Schmerzen im Fuß. „Es hat einfach keinen Zweck“, so Kenter ernüchtert. Neben den langzeitverletzten Werner, Claudia Bujna und Sarah Mahler könnten am Sonntag auch Justine Pank (Zerrung) und Katharina Lühr (Infektion) fehlen. „Personell wird es langsam eng“, so Kenter.

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Dennoch ist man zuversichtlich, den Gegner auch ein zweites Mal schlagen zu können. . „In der Abwehr ist Bad Neuenahr anfällig. Also müssen wir versuchen, deren Defensive zu beschäftigen, ohne unser Abwehrspiel zu vernachlässigen.“ Hier ist vor allem die schnelle Stürmerin Marie Pollmann gefragt, die die gegnerische Abwehrreihe beschäftigen soll.

Besonderes Spiel für Goeßling
Am vergangenen Sonntag gelang dem Team von der Ahr beim 3:0 gegen den SC Freiburg ein Befreiungsschlag, doch viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht, die Abstiegskonkurrenz sitzt der Elf von Trainer Deniz Bakir weiter im Nacken. Außer der Langzeitverletzten Isabell Borchert sollten in Herford alle Spielerinnen an Bord sein, auch Mirvet Arabaci und Neuzugang Feride Bakir, die zuletzt fehlten.

Für Lena Goeßling ist das Gastspiel in Herford etwas Besonderes, ist sie doch im Kreis Herford aufgewachsen und spielte unter anderem beim SV Sundern und dem SV Löhne-Obernbeck. “ Das ist für uns auf jeden Fall ein Sechs-Punkte-Spiel, aber für Herford ja genau so. Wenn wir das gewinnen, sieht es gut aus, weil wir ja auch noch zweimal gegen Jena spielen müssen. Ich hoffe einfach, dass wir in Herford gewinnen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.