Duisburg bittet Turbine zum Showdown

Von am 21. März 2009 – 23.50 Uhr

Erster Showdown im PCC-Stadion von Homberg: Tabellenführer FCR 2001 Duisburg empfängt am Sonntag ab 11.00 Uhr den Tabellenzweiten 1. FFC Turbine Potsdam zum ersten von vier Topspielen in den kommenden 16 Tagen. Beide Teams präsentierten sich zuletzt in ansprechender Verfassung, Turbine weiß, dass man punkten muss, um im Titelrennen Anschluss zu halten.

Duisburgs Trainerin Martina Voss hielt vor dem ersten Gipfeltreffen geschickt den Ball flach. „Ich habe in Essen noch einige Mängel im Spielaufbau gesehen und auch bei meinen Leistungsträgerinnen ist noch deutlich Luft nach oben“, dämpfte sie allzu große Euphorie, obwohl ihre Elf beim 3:0-Erfolg im Revierderby bei der SG Essen-Schönebeck einen deutlichen Formanstieg zeigte.

Keine Personalsorgen
Erleichtert war Voss vor allem, dass sich im Revierderby keine Spielerinnen verletzt haben, so dass gegen Turbine ein Kader von 24 Spielerinnen zur Verfügung steht. Nach dem überzeugenden Erfolg bei der SG Essen-Schönebeck dürft Voss gegen Potsdam die identische Anfangsformation ins Rennen schicken.

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Der 7:1-Sieg Turbine Potsdams gegen den SC Freiburg unter der Woche hat Voss in ihrer Einschätzung nur bestätigt. „Eine sehr junge, sehr schnelle Mannschaft, auf deren Konter wir aufpassen müssen. Wie Bayern, Frankfurt und wir hat auch Potsdam die Klasse, Meister zu werden.“

Blumen für den Gegner
Turbine-Trainer Bernd Schröder weiß um die Bedeutung der Partie. „Wenn wir gegen den FCR punkten können, sind wir wieder ganz oben dabei.“ Topstürmerin Anja Mittag (12 Tore) meint: „Wir wissen alle, worum es geht.“ Sie hält den Gegner gar für „die beste Mannschaft der Liga“.

Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams mit einem 2:2-Unentschieden, Turbine machte damals einen 0:2-Rückstand wett. Turbine taten die zahlreichen Spiele der vergangenen Wochen sichtlich gut. „Der Ball läuft ganz anders, wenn wir wieder regelmäßig spielen“, so  Schröder.

Turbine will sein Heil in der kontrollierten Offensive suchen. „Duisburgs Abwehr darf nicht zur Ruhe kommen.“ Kreativ hat man weniger Optionen als Duisburg, wie Schröder einräumt. „Also müssen wir das anders regeln.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.