Turbine stürmt mit Offensivgala auf Platz zwei

Von am 18. März 2009 – 19.52 Uhr

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat in einem Nachholspiel vom 13. Spieltag den SC Freiburg mit 7:1 (3:0) vom Platz gefegt und sich somit von Platz vier auf Platz zwei in der Tabelle der Frauenfußball-Bundesliga verbessert und zunächst den 1. FFC Frankfurt und auch den FC Bayern München hinter sich gelassen.

Gäste-Torhüterin Marisa Brunner legte sich den Ball vor 655 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion unglücklich zum frühen Rückstand ins eigene Netz, als sie eine von Nationalstürmerin Anja Mittag getretene Ecke unterschätzte (4.).

Wich trifft
Die Freiburgerinnen versteckten sich zunächst nicht und erarbeiteten sich schnell eine erste gute Chance, Turbine-Torhüterin Desirée Schumann parierte einen Schuss von Kerstin Boschert jedoch glänzend (7.).  Doch in der Folge übernahmen die starken Turbinen immer mehr das Kommando.

Anzeige

Jessica Wich erhöhte noch in der Anfangsviertelstunde per Nachschuss auf 2:0 (15.), nachdem ihr erster Versuch noch an der Querlatte gelandet war. In einer Phase, in der das Spiel etwas verflachte, gelang Heimkehrerin Viola Odebrecht mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze gar noch vor dem Pausenpfiff das beruhigende 3:0 (41.).

Torfestival im „Karli“
Und die Gastgeberinnen machten danach weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Kapitänin Jennifer Zietz vollendete in Halbzeit zwei mit einem Volleyschuss aus 16 Metern schnell zum  4:0 (50.). Und die Turbine-Auswahl kombinierte nun weiter nach Belieben.

Wich bereitete den fünften Treffer vor, den die eingewechselte Isabel Kerschowski erzielte (63.). Und der Torreigen ging munter weiter, Mittag machte mit einem direkt verwandelten Freistoß das halbe Dutzend voll (70.).

Zwei Treffer von I. Kerschowski
Julia Zirnstein gelang mit einem Kopfball aus zehn Metern in der Schlussphase nur noch Ergebniskosmetik (82.).  Den Schlusspunkt setzte jedoch kurz vor dem Ende Kerschowski, die aus kurzer Distanz mit ihrem zweiten Treffer den Endstand besiegelte (88.).

„Bis auf das völlig unnötige Gegentor haben wir heute ein gutes Spiel gezeigt und auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Wir waren vom Tempo und vom Einsatz her eine Klasse besser“, so Turbine-Trainer Schröder. Freiburgs Trainer Günter Rommel meinte: „Das Spiel heute ist zu einem Schlachtfest geworden, in dem wir das Opferlamm waren.“

[leaguestandings=1]

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.