Turbine hat Tabellenplatz zwei im Visier

Von am 18. März 2009 – 10.49 Uhr

Als der 1. FFC Turbine Potsdam im vergangenen Dezember das Topspiel bei Bayern München unglücklich mit 1:2 verlor, schienen die Titelambitionen der Potsdamerinnen einen vorentscheidenden Dämpfer erhalten zu haben.

Doch heute kann das Team von Trainer Bernd Schröder mit einem Sieg mit zwei Toren Vorsprung im Nachholspiel gegen den SC Freiburg (18.00 Uhr) den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz schaffen und sowohl die Frankfurterinnen als auch die Münchenerinnen vorerst hinter sich lassen.

Schröder erwartet eine „vergleichsweise viel schwerer Aufgabe als gegen den HSV“, wenn es darum geht, mit einem Dreier im Kampf und Meistertitel und Champions-League-Startplatz weiter kräftig mitzumischen und sich „Selbstbewusstsein zu holen“ für das Topspiel am kommenden Sonntag beim FCR 2001 Duisburg. Gegen eine starke Abwehr mit einer hervorragenden Torhüterin sei Geduld gefragt, um die Punkte im Karl-Liebknecht-Stadion zu behalten.

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Knapper Sieg im Hinspiel
Im Hinspiel gewannen die Turbinen knapp mit 1:0, in der Schlussphase rettete man den Vorsprung in Unterzahl über die Zeit, nachdem Kapitänin Jennifer Zietz des Feldes verwiesen worden war. Schröder hat keine verletzten Spielerinnen zu beklagen, doch die U19-Nationalspielerinnen zeigten nach den Strapazen der vergangenen Woche mit dem Zehn-Nationen-Turnier in La Manga und dem Bundesligaspiel gegen den HSV erste Anzeichen von Müdigkeit.

Für den in dieser Saison überraschend starken Gast aus dem Breisgau gab es in der Vergangenheit gegen Turbine nur wenig zu holen. Von 17 Spielen verlor man 15, bei einem Sieg und einem Remis. Zuletzt gab es einen Rückschlag, die Freiburgerinnen gingen am vergangenen Sonntag sang- und klanglos mit 0:3 beim heimschwachen SC 07 Bad Neuenahr unter.

Freiburg will sich rehabilitieren
„Es ist schön, dass wir die wenig ansprechende Leistung gegen Bad Neuenahr vergangenen Sonntag gleich wieder zurechtrücken und uns  unabhängig vom Ergebnis – rehabilitieren können. Neuenahr hat es uns vorgemacht, wie man mit aggressiver Spielweise und unbändigem Siegeswillen ein Spiel gewinnen kann“, so  Trainer Günter Rommel.

„Gegen die körperlich robuste Mannschaft von Potsdam, die sowieso eher über das kämpferische Element verfügt, als die feine Klinge zu führen, wird es nötig sein, erst einmal dagegen zu halten. Wenn uns das gelingt, können wir unsere spielerische Stärke ausspielen und auch in Potsdam punkten.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.